16/09/2026
Derzeit haben wir das Gefühl, die Empfehlungen zur Einführung der Beikost ändern sich komplett. War man vor ein paar Jahren noch sehr vorsichtig, soll heute besser alles früh eingeführt werden. Für Eltern, die in Bezug auf Allergieprävention alles richtig machen möchten, ist das ein enormer Druck.
Es scheint aber so, als wäre die frühe Einführung tendenziell sinnvoll. Was wissen wir?
Seit 2015 wissen wir, dass eine frühe Einführung von Erdnuss bei Kindern mit hohem Risiko für Erdnussallergie (schwere Neurodermitis und / oder Hühnereiallergie) Erdnussallergie vorbeugen kann. Wenn in den Haushalt Erdnüsse gegessen werden.
Aber was ist mit den Kindern ohne erhöhtes Risiko? In den USA gilt seit 2021 die Empfehlung, bei allen Kindern potente Allergene früh einzuführen. Der Anteil der Kinder mit neu aufgetretener Erdnussallergie ist tatsächlich gesunken. Von etwa 0,79% auf 0,45%.
Bei aller Freude über die Ergebnisse sollten wir beachten, dass in D der Erdnussverzehr nicht so verbreitet ist, wie in den USA. Trotzdem ist es eine Option! Wir arbeiten derzeit in D individueller.
Welches Allergierisiko hat das Kind? Welche pot. Allergene werden in der Familie gegessen? Welche werden (evtl. auf Grund von bestehenden Allergien von anderen Familienmitgliedern) strikt gemieden?
Vor allem bei Kindern mit hohem Allergierisiko ist die frühe Einführung bestimmter Lebensmittel sehr nervenaufreibend aber erste Daten zeigen, dass es sich lohnen kann. Aber immer individuell mit Arzt / Ernährungsfachkraft abgesprochen.
Bitte bedenkt, dass die frühe Einführung der Beikost immer nur ein Teil der Allergieprävention ist.
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