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Ifs-germany Internal Family Systems. Ein integraler Ansatz für Therapie, Coaching und Beratung

31/08/2026

Eine Umbruchphase fühlt sich selten so an, wie wir es uns vorstellen.
Wir denken, irgendwann müssten wir einfach wissen:
Das ist mein Weg. Das will ich. Dort gehe ich hin.
Aber oft ist zuerst einmal nur dieses diffuse Gefühl da.
Das Alte funktioniert nicht mehr richtig.
Das Neue fühlt sich noch nicht greifbar an.
Und irgendwo dazwischen fragst du dich:
Was stimmt eigentlich nicht mit mir?
IFS kann genau an diesem Punkt einen anderen Zugang schaffen.
Statt dich zu fragen:
„Was soll ich jetzt tun?“
kannst du anfangen zu fragen:
„Welcher Teil von mir fühlt sich gerade verloren?“
„Welcher Teil hat Angst vor Veränderung?“
„Welcher Teil möchte unbedingt festhalten?“
„Und gibt es vielleicht auch einen Teil, der schon längst weiß, dass etwas anders werden darf?“
IFS geht nicht davon aus, dass mit dir etwas falsch ist.
Es gibt unterschiedliche innere Anteile, die aus ihrer jeweiligen Geschichte heraus versuchen, dich zu schützen.
Und manchmal entsteht Klarheit nicht dadurch, dass wir noch mehr nachdenken.
Sondern dadurch, dass wir beginnen, zuzuhören.
Vielleicht musst du gerade noch nicht wissen, wohin dich dieser Umbruch führt.
Vielleicht darfst du erst einmal herausfinden, wer in dir gerade eigentlich gehört werden möchte. 🤍

27/08/2026

Wenn ich dieses IFS-Seminar in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wäre es wahrscheinlich dieser:

Wenn ich die Kraft dazu hätte, würde ich nichts tun.

IFS hat sehr wirkungsvolle Methoden. Wir können mit Anteilen arbeiten, mit ihnen in Kontakt kommen, sie kennenlernen, entlasten, ihnen helfen, sich zu verändern. Und gleichzeitig ist immer wieder die Frage: Von welchem Ort in mir aus tue ich das eigentlich?

In diesem Seminar ging es deshalb viel um unsere eigenen Therapeut:innenanteile. Um die Helferinnen. Die Retter. Die, die etwas lösen wollen. Die merken, dass es einem Menschen schlecht geht, und sofort anfangen zu arbeiten. Die eine Idee haben, noch eine Frage, noch eine Intervention. Und die natürlich meistens gute Gründe dafür haben.

Nur können genau diese Teile manchmal ziemlich viel Raum einnehmen. Dann sind wir sehr beschäftigt damit, hilfreich zu sein – und verlieren dabei womöglich den Menschen vor uns ein Stück aus dem Blick.

Was Klient:innen häufig viel dringender brauchen, ist etwas, das wesentlich unspektakulärer aussieht: unsere Präsenz.

Dass wir da sind. Dass wir aushalten können, was gerade da ist. Dass wir nicht sofort irgendwohin müssen. Dass wir nicht schneller werden, nur weil es schmerzhaft wird. Dass wir unserem Gegenüber zutrauen, dass in ihm oder ihr sehr viel mehr vorhanden ist, als unsere Helferanteile manchmal glauben.

Für mich ist das eine der anspruchsvollsten Seiten therapeutischer Arbeit: sehr viel zu können – und trotzdem immer wieder zu prüfen, ob ich es gerade wirklich einsetzen muss.

Vielleicht ist genau das Selbstführung im therapeutischen Raum: meine Methoden zur Verfügung zu haben, meine Helfer- und Retterteile zu kennen und ihnen gleichzeitig sagen zu können: Danke. Ich sehe euch. Und jetzt müssen wir gerade nichts machen. Wir können einfach hierbleiben.

25/08/2026

Du weißt nicht, welche Entscheidung die richtige ist? Vielleicht brauchst du nicht noch mehr Argumente – sondern mehr Kontakt zu dir selbst. 🤍
Im IFS gehen wir davon aus, dass verschiedene innere Anteile unterschiedliche Bedürfnisse, Ängste und Wünsche haben.
Der eine sagt: „Bleib – es ist sicher.“
Der andere sagt: „Geh – ich will endlich frei sein.“
Beide dürfen da sein.
Aber keiner muss allein die Entscheidung treffen.
Wenn du lernst, deine inneren Anteile wahrzunehmen, ihnen zuzuhören und aus deinem eigenen Self heraus zu entscheiden, entsteht etwas ganz Wichtiges:
✨ mehr Klarheit
✨ mehr Selbstvertrauen
✨ mehr innerer Frieden
Und manchmal merkst du dabei:
Die Antwort war die ganze Zeit schon in dir.
Speichere dir diesen Beitrag für die nächste Entscheidung, bei der du zwischen Kopf, Herz und Bauch festhängst. 🤍

10/08/2026

Zwischen dem, was dein Nervensystem kennt, und dem, was neu entstehen möchte, kann ein spannender Zwischenraum liegen.
Der eine Teil sagt:
„Mach etwas. Sofort.“
Ein anderer Teil sagt vielleicht:
„Warte. Spür erst einmal.“
Aus IFS-Perspektive geht es nicht darum, einen dieser Teile loszuwerden.
Sondern neugierig zu werden:
✨ Welcher Teil möchte gerade schnell handeln?
✨ Was möchte er für mich erreichen?
✨ Was passiert, wenn ich ihm zuhöre, ohne sofort nach seiner Strategie zu handeln?
Denn Veränderung braucht nicht immer mehr Geschwindigkeit.
Manchmal braucht sie mehr Präsenz.
Und vielleicht ist Mut nicht nur, den nächsten Schritt zu gehen.
Vielleicht ist Mut auch,
noch nicht zu wissen, was der nächste Schritt ist.

03/08/2026

Manchmal glauben wir, wir beurteilen einen anderen Menschen.
Doch oft reagiert in Wahrheit ein Teil in uns, der sich schützen möchte.
Vielleicht macht dich jemand wütend, weil er Grenzen setzt, die du dir selbst nicht erlaubst.
Vielleicht triggert dich jemand, der laut ist, weil du gelernt hast, dich anzupassen.
Oder du verurteilst Eigenschaften in anderen, die du bei dir selbst nie leben durftest.
Genau hier setzt IFS an.
Statt zu fragen:
„Was stimmt mit dieser Person nicht?“
dürfen wir neugierig werden:
„Welcher Anteil in mir fühlt sich gerade berührt?“
Das bedeutet nicht, verletzendes Verhalten zu entschuldigen oder keine gesunden Grenzen zu setzen. Es bedeutet, die eigene Reaktion besser zu verstehen – und dadurch freier entscheiden zu können, wie wir handeln.
Jeder Trigger kann eine Einladung sein, einem Teil von dir zuzuhören, der lange übersehen wurde. Und genau dort beginnt oft echte Veränderung
Welche Eigenschaft an anderen triggert dich am meisten?

28/07/2026

IFS trifft Psychedelika: Von der Achtsamkeit zur inneren Reise 🌀 ✨
Was passiert eigentlich im inneren System, wenn psychedelische Substanzen auf deine Schutzanteile treffen?
In der neuen Podcast-Folge spricht Martin Teml-Wall mit dem Schweizer Therapeuten Roger Straub darüber, warum das IFS-Modell der perfekte Anker für psychedelische Erfahrungen ist.
In dieser Folge erfährst du:
🔹 Warum „Bad Trips“ oft nur unvorbereitete Beschützer-Anteile sind
🔹 Was passiert, wenn Psilocybin die neuronalen Kontrollmechanismen pausiert
🔹 Warum die Selbst-Energie des Begleiters entscheidend für deine Sicherheit ist
🔹 Wie körperliche Integration und Neuroplastizität Hand in Hand gehen
🗣 „Wenn die Substanz wirkt, fällt der gewohnte Rahmen weg. Genau dann brauchen wir Begleiter in ihrer vollen Selbst-Energie.“ – Roger Straub. IFS trifft Psychedelika: Von der Achtsamkeit zur inneren Reise 🌀 ✨
Was passiert eigentlich im inneren System, wenn psychedelische Substanzen auf deine Schutzanteile treffen?
In der neuen Podcast-Folge spricht Martin Teml-Wall mit dem Schweizer Therapeuten Roger Straub darüber, warum das IFS-Modell der perfekte Anker für psychedelische Erfahrungen ist.
In dieser Folge erfährst du:
🔹 Warum „Bad Trips“ oft nur unvorbereitete Beschützer-Anteile sind
🔹 Was passiert, wenn Psilocybin die neuronalen Kontrollmechanismen pausiert
🔹 Warum die Selbst-Energie des Begleiters entscheidend für deine Sicherheit ist
🔹 Wie körperliche Integration und Neuroplastizität Hand in Hand gehen
🗣 „Wenn die Substanz wirkt, fällt der gewohnte Rahmen weg. Genau dann brauchen wir Begleiter in ihrer vollen Selbst-Energie.“ – Roger Straub
Jetzt reinhören auf Spotify IFS Germany

20/07/2026

Wenn dein Partner heute anders ist als sonst – was löst das in dir aus?
Nach dem Internal Family Systems (IFS)-Modell reagieren wir oft nicht nur auf die aktuelle Situation. Häufig übernimmt ein jüngerer, verletzter Anteil die Führung und interpretiert die Gegenwart durch alte Erfahrungen.
Der Unterschied ist entscheidend:
👉 „Mein Partner schenkt mir heute weniger Aufmerksamkeit.“
ist eine Beobachtung.
👉 „Ich bin ihm nicht mehr wichtig.“
ist die Geschichte, die ein verletzter Anteil daraus macht.
Je öfter du lernst, diesen Anteil wahrzunehmen, desto mehr kannst du aus deinem ruhigen, mitfühlenden Selbst heraus reagieren – statt aus Angst oder Alarm.
💬 Kennst du solche Momente? Welcher Gedanke taucht bei dir als Erstes auf?

14/07/2026

Ein Jobverlust kann sich anfühlen wie ein Verlust von Sicherheit, Anerkennung und Zugehörigkeit.
Vielleicht war dieser Arbeitsplatz mehr als nur eine Tätigkeit.
Vielleicht war er ein Teil deiner Geschichte.
Ein Ort, an dem du dich kompetent, wichtig oder verbunden gefühlt hast.
Im IFS (Internal Family Systems) schauen wir mit Mitgefühl auf die inneren Anteile, die in solchen Momenten aktiviert werden:
den ängstlichen Anteil, den kritischen Anteil, den erschöpften Anteil oder den Teil, der sich zurückziehen möchte.
Diese Anteile sind nicht gegen dich.
Sie versuchen, dich auf ihre Weise zu schützen.
Du darfst ihnen zuhören.
Du darfst ihnen Raum geben.
Und du darfst dich daran erinnern:
✨ Dein Wert war nie an eine Berufsbezeichnung gebunden.
Vielleicht ist heute die Frage:
„Welcher Teil in mir braucht gerade deine Unterstützung?“

06/07/2026

Bindungsangst ist aus IFS-Sicht oft keine Angst vor Nähe selbst, sondern ein Schutz vor dem Schmerz, den Nähe einmal ausgelöst hat. Wenn wir unsere inneren Anteile verstehen, müssen wir sie nicht mehr bekämpfen – wir können mit ihnen in Beziehung treten. Daraus kann neue Sicherheit entstehen.

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