Approbierte Psychotherapeutin Anastasiia Sukhorukova - Nagold/ online

Approbierte Psychotherapeutin Anastasiia Sukhorukova - Nagold/ online Keine GKV-Abrechnung. Ich bin Anastasiia Sukhorukova. In Dresden geboren, in der Ukraine aufgewachsen, seit fünf Jahren in Baden-Württemberg.

- Über 12 jahren Erfahrung in Kliniken
und privaten Praxis
- Therapie für Menschen ab 18 Jahren
- Borderline, ADHS/ADS, Psychosomatik
- 🏳️‍🌈⚧️ LGBTQIA

Selbstzahler, PKV. Als psychologische Beraterin mit psychologischem Abschluss und medizinischem Hintergrund arbeite ich klar, strukturiert und auf Augenhöhe. Seit über zwölf Jahren begleite ich Erwachsene bei Erschöpfung, Angst, Beziehungsfrag

en und psychosomatischen Beschwerden. Privat zieht es mich eher in die Berge, Klettern, Tauchen, Wakeboarden, Wandern; Reisen und Zeichnen geben mir Ruhe und Fokus.

Möchten Sie wirklich eine Beziehung?Oder möchten Sie vor allem nicht allein sein?Diese beiden Fragen klingen ähnlich.Psy...
08/07/2026

Möchten Sie wirklich eine Beziehung?
Oder möchten Sie vor allem nicht allein sein?

Diese beiden Fragen klingen ähnlich.

Psychologisch beschreiben sie jedoch zwei völlig unterschiedliche Bedürfnisse.

Meine Klient:innen sind oft damit beschäftigt, zu verstehen warum fehlt es so schwer ohne Beziehung zu leben.

Diese Gedanken bei kommen nicht unbedingt, weil ihre Beziehung glücklich oder unglücklich ist, sondern weil die Vorstellung einer Trennung unerträglich erscheint.

Andere Menschen fühlen sich erst dann vollständig, wenn sie in einer Partnerschaft leben.

Und wieder andere bleiben in Beziehungen, obwohl sie schon lange keine Liebe oder Anziehung mehr empfinden. Einfach weil das Verlassen der Beziehung noch bedrohlicher wirkt.

Der Wunsch nach Nähe ist etwas zutiefst Menschliches. Die Angst vor dem Alleinsein ist es auch, jedoch mit etwas andere Konsequenzen.

Sie führt eher dazu, dass wir Beziehungen brauchen, um innere Sicherheit zu spüren. Oder sogar um keine Unsicherheit zu fühlen.

Eine reife Partnerschaft entsteht dagegen dort, wo zwei Menschen auch ohne Beziehung vollständige Persönlichkeiten bleiben.

Sie suchen einander nicht aus Mangel, sondern weil sie ihr Leben miteinander teilen möchten.

Genau dieser Unterschied wird in der Psychotherapie oft erst nach und nach sichtbar.

Unter meinen Klientinnen gibt es eine besondere Gruppe von Frauen.Sie sind erfolgreich, unabhängig und verantwortungsbew...
03/07/2026

Unter meinen Klientinnen gibt es eine besondere Gruppe von Frauen.

Sie sind erfolgreich, unabhängig und verantwortungsbewusst.

Und sie haben gelernt, alles wirklich gut allein zu schaffen.

Am Anfang fühlt sich das oft wie Freiheit an.
Vor allem dann, wenn sie früher Beziehungen erlebt haben, in denen sie sich abhängig oder ausgeliefert gefühlt haben.

Doch mit der Zeit beobachte ich etwas anderes. Nicht die Stärke erschöpft diese Frauen, sondern der innere Auftrag, niemals wieder jemanden zu brauchen oder brauchen zu dürfen.

In einer Partnerschaft bedeutet Nähe jedoch etwas anderes als vollständige Unabhängigkeit.

Sie entsteht dort, wo zwei autonome Menschen sich gegenseitig unterstützen dürfen.

Wo Hilfe anzunehmen keine Schwäche ist.
Wo Verletzlichkeit nicht als Gefahr erlebt wird.

Viele dieser Frauen kommen wegen Burnout oder chronischer Erschöpfung in meine Praxis.

Erst im Verlauf der Therapie wird deutlich, dass nicht nur ihre Arbeit Kraft kostet, sondern auch der Versuch, das ganze Leben allein tragen zu müssen.

Gesunde Autonomie bedeutet nicht, niemanden zu brauchen.

Sie bedeutet, selbst entscheiden zu können, wann man stark ist – und wann man sich auf einen anderen Menschen stützen darf.

Warum verschwindet komplexe Traumatisierung nicht einfach, wenn wir erwachsen werden?Vielleicht, weil sie nie nur eine E...
23/06/2026

Warum verschwindet komplexe Traumatisierung nicht einfach, wenn wir erwachsen werden?

Vielleicht, weil sie nie nur eine Erinnerung war.

Ein Kind, das über viele Jahre lernen musste, vorsichtig zu sein, Konflikte zu vermeiden oder ständig die Stimmung anderer Menschen wahrzunehmen, entwickelt Fähigkeiten, die im Erwachsenenleben sogar hilfreich sein können.

Diese Menschen sind oft besonders verantwortungsbewusst.

Sie leisten viel, funktionieren gut …
und genau deshalb wird ihre Geschichte häufig übersehen.

Denn von außen sieht alles gut aus, und trotzdem gibt es Momente, in denen sie sich fragen

„Warum macht mich Kritik so fertig?“

„Warum kann ich mich nach einem guten Gespräch nicht einfach freuen?“

„Warum fühle ich mich für das Wohlbefinden anderer verantwortlich?“

Komplexe Traumatisierung verschwindet nicht automatisch mit dem 18. Geburtstag.
Sie kann sich in unserem Selbstbild, in Beziehungen und sogar in unserem Körper festsetzen.

Und manchmal beginnt Heilung dort, wo wir zum ersten Mal erleben, dass wir nichts leisten müssen, um angenommen zu werden.

Vielleicht erkennen Sie sich darin wieder.

Und vielleicht bedeutet das nicht, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt😉

Nicht jede Traumatisierung beginnt mit Krieg, Gewalt oder einem einzelnen schrecklichen Ereignis. Manchmal war die Gefah...
19/06/2026

Nicht jede Traumatisierung beginnt mit Krieg, Gewalt oder einem einzelnen schrecklichen Ereignis. Manchmal war die Gefahr einfach Teil des Alltags.

Wenn ich über komplexe Traumatisierung spreche, meine ich häufig Menschen, die viele Jahre in einer Atmosphäre von Anspannung, Kontrolle, Kälte, Scham oder Unberechenbarkeit gelebt haben.

Nicht unbedingt, weil ständig etwas Dramatisches passiert ist. Oft eil ihr Nervensystem nie wirklich zur Ruhe kommen durfte.
Im Unterschied zu einer Schocktraumatisierung ist komplexe Traumatisierung meist keine Geschichte über einen einzelnen Fall. Sie ist eher eine Geschichte über tausend kleine Momente.

Über viele Jahre.

Und leider verschwinden ihre Folgen nicht automatisch, nur weil wir erwachsen werden.

Vielleicht ist das Schmerzhafteste an einer komplexen Traumatisierung nicht die Erinnerung an das, was passiert ist, sondern das Gefühl, das sie hinterlässt:

„Mit mir stimmt etwas nicht.“

„Ich bin nicht liebenswert.“

„Ich bin zu viel.“

„Ich bin nicht genug.“

In den nächsten Beiträgen möchte ich darüber sprechen, wie sich komplexe Traumatisierung im Erwachsenenleben zeigen kann und warum sie oft vor allem in Beziehungen sichtbar wird.

Haben Sie den Begriff „komplexe Traumatisierung“ schon einmal gehört?

Nicht jede psychotherapeutische Geschichte beginnt mit Vernachlässigung, Gewalt oder einem schwierigen Elternhaus.Über d...
11/06/2026

Nicht jede psychotherapeutische Geschichte beginnt mit Vernachlässigung, Gewalt oder einem schwierigen Elternhaus.

Über die Folgen belastender Kindheiten wird viel gesprochen. Und das zu Recht.

Es erscheint ziemlich logisch, dass Menschen, die als Kinder wenig Sicherheit, Unterstützung oder Verständnis erlebt haben, später häufiger Schwierigkeiten mit Beziehungen, Selbstfürsorge oder Stabilität im Leben entwickeln.

Aber es gibt noch eine andere Gruppe von Menschen.

Über sie wird deutlich seltener gesprochen.

Menschen, die mit liebevollen Eltern aufgewachsen sind.

Eltern, die unterstützt haben. Die da waren. Die zugehört haben. Die nicht beschämt oder abgewertet haben. Eltern, bei denen man sich sicher fühlen durfte.

Und trotzdem sitzen auch diese Menschen später manchmal in meiner psychotherapeutischen Praxis.

Eine der häufigsten Herausforderungen, die ich bei ihnen beobachte, ist die Ablösung.

Nicht die Ablösung eines Kindes von seinen Eltern.

Sondern die Ablösung eines Erwachsenen von einem Ort, an dem er sich sein Leben lang sicher gefühlt hat.

Oft sind die Eltern gar nicht dagegen.

Sie unterstütze, ermutigen, helfen.

Und genau das macht die Situation manchmal so kompliziert.

Denn außerhalb der Familie ist die Welt selten so verständnisvoll, geduldig und wohlwollend wie die Menschen, die uns am meisten lieben.

Viele dieser jungen Erwachsenen ziehen zum Studium oder zur Arbeit weg und fahren jedes Wochenende nach Hause.

Sie verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit mit der Familie, während Freundschaften und neue soziale Kontakte langsamer wachsen.

Manche wünschen sich eine Partnerschaft und haben gleichzeitig das Gefühl, dass ein wirklich eigenes Leben irgendwie mit Verlust verbunden wäre.

Und nicht selten löst schon die Vorstellung, die Eltern könnten irgendwann alt werden, krank werden oder sterben, große Angst aus.

Interessanterweise verläuft die frühe Entwicklung meist völlig unauffällig.

Die Schwierigkeiten zeigen sich oft erst später, wenn Erwachsensein nicht mehr nur innere Selbstständigkeit bedeutet, sondern auch räumliche Distanz, eigene Beziehungen, eigene Entscheidungen und die Bereitschaft, ein Leben aufzubauen, das nicht mehr um die Herkunftsfamilie kreist.

Natürlich betrifft das nicht jeden Menschen aus einer liebevollen Familie. Aber ich begegne diesem Muster häufig genug, um zu sagen:

Auch eine gute Kindheit bringt ihre eigenen Entwicklungsaufgaben mit sich.

Vielleicht gehört genau das zum Erwachsenwerden.

Nicht nur die Eltern loszulassen, sondern auch die Vorstellung, dass es außerhalb der Familie irgendwann wieder einen Ort geben wird, der sich genauso sicher anfühlt.

Haben Sie diesen Zusammenhang bei sich selbst oder in Ihrem Umfeld schon einmal beobachtet?

19/05/2026

Viele Menschen verbringen Jahre damit, zu verstehen, warum ein Mensch aus ihrer Kindheit so war, wie er war.

Warum er kalt war?
Warum sie gemein war?
Warum er nicht geschützt, sondern verletzt hat?

Und sehr oft steckt hinter dieser Suche nicht nur der Wunsch nach Verständnis.
Sondern die Hoffnung, dass das Erlebte dadurch irgendwie sinnvoller, logischer oder erträglicher wird.

Aber genau hier verlieren Sie sich.

Denn ja. Ein Mensch kann Gründe haben, so geworden zu sein, wie er ist.

Eine eigene Traumageschichte.
Überforderung.
Sucht.
Emotionale Unreife.
Gewalt, die weitergegeben wurde.

All das kann etwas erklären.

Aber es entschuldigt keine Grausamkeit gegenüber einem Kind.

Das sind zwei verschiedene Ebenen.
Und beide dürfen gleichzeitig wahr sein.

Der andere Mensch hatte seine Gründe.
Und trotzdem hatte er kein Recht, Sie so zu behandeln.

Nicht Sie waren der Grund.
Nicht Sie waren schuld.
Und nicht Sie mussten verstehen, warum Erwachsene ihre Verantwortung nicht getragen haben.

Manchmal beginnt innere Entlastung genau dort,
wo man aufhört, Entschuldigungen für andere zu suchen und anfängt, die Verantwortung dorthin zurückzugeben, wo sie hingehört.

Wenn Sie möchten, schreiben Sie ein Wort in die Kommentare:
Verstehen oder Verantwortung.

Für manche Menschen fühlt sich Schuld ungefähr so an:„Wenn ich Schuldgefühle habe, dann bedeutet das, dass ich wirklich ...
08/05/2026

Für manche Menschen fühlt sich Schuld ungefähr so an:
„Wenn ich Schuldgefühle habe, dann bedeutet das, dass ich wirklich etwas falsch gemacht habe.“

Aber Schuldgefühle sind nicht automatisch ein Beweis dafür, dass Sie tatsächlich schuld sind.

Oft entstehen sie dort, wo ein Mensch etwas Schmerzhaftes oder Überforderndes erlebt hat und innerlich versucht, doch noch Kontrolle über die Situation zurückzubekommen.

Dann beginnen Gedanken wie:

„Ich hätte anders reagieren müssen.“
„Vielleicht hätte ich das verhindern können.“
„Ich hätte mehr tun sollen.“

Psychologisch gesehen ist das häufig kein Zeichen von Klarheit, sondern ein Versuch,
Macht über etwas zurückzugewinnen,
worüber man in Wirklichkeit keine Kontrolle hatte.

Besonders Menschen, die früh gelernt haben,
Verantwortung für die Gefühle, Konflikte oder Reaktionen anderer zu übernehmen,
kennen dieses Muster oft sehr gut.

Schuldgefühle haben deshalb manchmal weniger mit der Realität zu tun,
und mehr mit der Angst vor Ohnmacht.

Eine wichtige Frage:

Habe ich tatsächlich etwas getan,
das den Verlauf der Situation wesentlich beeinflusst hat?

Oder versuche ich gerade,
das Gefühl von Hilflosigkeit nicht spüren zu müssen?

Zwischen Schuldgefühl und Realität liegt oft ein großer Unterschied.

Und genau dort beginnt für viele Menschen ein wichtiger therapeutischer Prozess.

Psychotherapie kann Ihnen helfen, relativ schnell aus ihrem Burnout raus zu kommen und sich besser zu fühlen.
06/05/2026

Psychotherapie kann Ihnen helfen, relativ schnell aus ihrem Burnout raus zu kommen und sich besser zu fühlen.

Mütterlicher Burnout. Teil 1. Burnout im ersten Jahr der Mutterschaft ist kein Mythos.Es ist ein realer psychischer Ausn...
21/04/2026

Mütterlicher Burnout. Teil 1.

Burnout im ersten Jahr der Mutterschaft ist kein Mythos.

Es ist ein realer psychischer Ausnahmezustand, den viele Frauen erleben und gleichzeitig still aushalten.

Ein System verlangt 24/7 Muttersein.
Ein anderes verlangt Leistung, Erfolg und finanzielle Stabilität.

Schon eines von beidem kann ausreichen,
um erschöpft, gereizt und innerlich leer zu werden.

Kommen beide Faktoren zusammen,
ist es plötzlich gar nicht ungewöhnlich, dass Frauen in depressive Zustände rutschen.

Und trotzdem begegnen sie oft denselben Sätzen:
• „Andere schaffen das doch auch.“
• „Du bist doch den ganzen Tag zu Hause.“
• „Dann hättest du eben keine Karriere machen sollen.“
• „Dann hättest du eben dein Kind für die Arbeit nicht opfern sollen.“

Was dadurch zusätzlich entsteht,
sind Schuld, Scham und das Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Genau diese Mischung macht mütterliches Burnout so gefährlich. Und nicht nur die Überlastung, sondern auch die totale Einsamkeit darin.

Ihre Erschöpfung ist real.
Sie brauchen dafür keine gesellschaftliche Erlaubnis.

17/04/2026

Adresse

Mötzingerstrasse, 16
Nagold
72202

Öffnungszeiten

Mittwoch 08:00 - 12:00
13:00 - 17:00
Donnerstag 12:00 - 15:00
16:00 - 19:00

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