11/07/2026
Wie lange wartest du eigentlich noch darauf, dass deine Mutter sich verändert?
Ein Thema, das mir in meiner Praxis immer wieder begegnet.
Menschen sind längst erwachsen.
Und trotzdem hoffen sie.
Vielleicht versteht sie mich heute.
Vielleicht sieht sie mich heute.
Vielleicht bekomme ich heute endlich das, was ich mir als Kind so sehr gewünscht habe.
Und dann fahren sie nach Hause.
Wieder mit diesem Gefühl.
Es war wieder nicht da.
Nicht, weil die Mutter ihr Kind nicht liebt.
Sondern weil sie oft gar nicht geben kann, was sie selbst nie bekommen hat.
Das zu verstehen, nimmt den Schmerz nicht sofort weg.
Aber es hilft, ihn einzuordnen.
Für mich geht es in einer Therapie nicht darum, Schuld zu verteilen.
Und auch nicht darum, die Vergangenheit schönzureden.
Es geht darum zu verstehen.
Zu verstehen, was dir damals gefehlt hat.
Zu verstehen, warum deine Mutter dir das vielleicht nie geben konnte.
Und irgendwann an den Punkt zu kommen, an dem dieser Schmerz dein Leben nicht mehr bestimmt.
Nicht, weil plötzlich alles gut ist.
Nicht, weil du vergisst.
Sondern weil du Frieden mit deiner Geschichte findest.
Weil es dir nicht mehr jeden Tag wehtut.
Weil du aufhörst, darauf zu warten, dass deine Mutter dir heute noch das gibt, was sie dir damals nicht geben konnte.
🤍 Den ganzen Artikel findest du über den Link in meiner Story.