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Gesundheit: Starke AbwehrWas hilft gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, wenn die Erkältungszeit beginnt? Oft sind es kei...
30/10/2026

Gesundheit: Starke Abwehr

Was hilft gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, wenn die Erkältungszeit beginnt? Oft sind es keine großen Maßnahmen, sondern gute Gewohnheiten im Alltag. Diese sieben Tipps zeigen, wie Ernährung, Bewegung, Schlaf, Schleimhäute und Impfschutz perfekt zusammenspielen.

Ganz verhindern lässt sich eine Erkältung nicht. Aber der Körper ist auch nicht wehrlos. Haut und Schleimhäute bremsen viele Erreger ab, und die gelernte Immunabwehr erinnert sich an Viren, die sie schon kennt. Dieses »Gedächtnis« nutzen auch Impfungen.

Kälte allein macht nicht krank. Im Herbst sind wir nur öfter drinnen, und Heizungs­luft macht Nase und Rachen anfälliger. Mit den Jahren reagiert die Abwehr zudem oft träger. Umso wichtiger ist es jetzt, mit ein paar Tipps die eigene Abwehr im Alltag gut zu unterstützen.

1. Bunt essen

Die Abwehr arbeitet am liebsten mit gu­ter Grundversorgung. Auf den Teller gehören Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Voll­korn, Nüsse und genug Eiweiß. Vita­min C liefern etwa Paprika, Kohl und Zitrusfrüchte, Zink steckt auch in Haferflocken, Käse, Fleisch, Fisch und Nüssen. Wichtiger als einzelne »Superfoods« ist jedoch die Mischung.

2. Licht tanken

Vitamin D bildet der Körper vor allem mithilfe von Sonnenlicht. In den dunkleren Monaten gelingt das in Deutschland schlechter. Wer selten nach draußen kommt oder wenig mobil ist, sollte daher genauer hinschauen. Trotzdem nicht auf Verdacht zu Präparaten greifen: Arzt­praxis oder Apotheke helfen gerne bei der Einschätzung.

3. In Schwung kommen

Ein Spaziergang, Übungen am offenen Fenster, Treppensteigen oder der Einkauf zu Fuß: Bewegung bringt Kreislauf und Stoffwechsel in Gang. Es muss kein Sport­programm sein. Regelmäßigkeit zählt. Wer länger pausiert hat, startet sanft; bei Herz-, Lungen- oder Gelenkbeschwerden vorher den Arzt fragen.

4. Nachtruhe ernst nehmen

Im Schlaf wird nicht nur der Kopf sortiert. Der Körper nutzt die Ruhe für Erholung. Wer dauerhaft schlecht schläft, kommt oft schwerer durch die Erkältungssaison. Feste Bettzeiten, ein kühles Schlafzimmer und abends weniger Handy und Grübeln helfen. Bleiben die Schlafprobleme trotzdem, bitte ärztlich abklären lassen.

5. Druck lösen

Dauerstress hält den Körper in Alarmbereitschaft. Das kostet Kraft, die im Herbst an anderer Stelle fehlt. Gute Gegenmittel sind ein täglicher Spaziergang, Ruhepausen, Telefonate mit vertrauten Menschen, Handarbeit, Musik oder feste Zeiten ohne Verpflichtungen. Zehn Minuten, die regelmäßig gelingen, helfen mehr als große Vorsätze, die nie umgesetzt werden.

6. Schleimhäute feucht halten

Nase, Mund und Rachen sind die erste Kontaktfläche für viele Atemwegsviren. Deshalb helfen einfache Gewohnheiten: genug trinken, regelmäßig lüften und bei Bedarf die Nase mit Kochsalzlösung befeuchten. Händewaschen bleibt ein Klas­siker, besonders nach Bus, Bahn, Ein­kauf oder Arztbesuch.

7. Impfpass prüfen

Ein gesunder Alltag ersetzt keinen Impf­­schutz. Gerade ab 60 lohnt sich vor der Saison der Blick in den Impfpass. Die Grip­peimpfung wird jährlich empfohlen; Pneumokokken, COVID-19, RSV, Gürtel­rose, Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten können je nach Alter und Vorerkrankung hinzukommen. Hausarztpraxis und Apotheke helfen bei der Einordnung.

Starke Abwehr beginnt im Alltag: gesund essen, rausgehen, schlafen, Pausen machen, Hände waschen und den Impf­schutz aktuell halten. Gerade im Herbst ist das die Mischung, die den Unterschied macht.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

So schön ist der HerbstDas goldene Licht, ein Feuerwerk der Farben, die klare Luft und selbst der Nieselregen. Gründe, d...
30/10/2026

So schön ist der Herbst

Das goldene Licht, ein Feuerwerk der Farben, die klare Luft und selbst der Nieselregen. Gründe, den Herbst zu lieben, gibt’s viele. Genug jedenfalls, um Trübsinn und Tristesse zu vergessen.

Leselust

Regnerisch und windig? Perfektes Wetter, um es sich auf dem Sofa mit Kuscheldecke und einem spannenden Buch gemütlich zu machen. Mit jeder Seite, die Sie umblättern, tauchen Sie tiefer ab in fantastische Welten und lassen eigene Bilder im Kopf entstehen. Und ganz nebenbei tun Sie dem Gehirn etwas Gutes. Denn Lesen stärkt das Gedächtnis, erweitert den Wortschatz und verbessert die Aufmerksamkeit. Fachleute meinen sogar: Leseratten leben länger!

Sinn auf Sauna?

Der aufsteigende Wasserdampf, versetzt mit intensiv duftenden ätherischen Ölen – was für eine Wohltat! In der Sauna weiten sich die Blutgefäße, das Herz-Kreislauf-System wird trainiert, die Muskeln entspannen sich und die Durchblutung kommt in Wallung. Einmal pro Woche sollten Sie sich einen solchen Wellnesstag gönnen. Ein schönes Ritual, das Sie optimal auf die kühlere Jahreszeit einstimmt.

Teatime

Wenn’s draußen stürmt, ist es drinnen mit einer heißen Tasse Tee doch am schönsten. Allein dieser Duft von Anis, Kardamom, Ingwer oder Zimt macht gute Laune. Und mit jedem Schluck breitet sich eine innere Wärme aus. Stammt der Tee aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke, können Sie sicher sein, dass seine ätherischen Öle ihre Wirkung genau dort entfalten, wo sie gebraucht werden: im Hals, wenn er rau ist, oder im Bauch, falls Ihnen etwas auf den Magen geschlagen ist. Gerade Arzneitees haben eine hohe Konzentration an Pflanzenwirkstoffen – so sind sie die idealen Begleiter durch den Herbst.

Köstlich, dieser Kürbis

Wie kann ein solcher Koloss nur so fein sein? Unter seiner harten Schale verbirgt sich ein zart schmelzendes Fruchtfleisch – nussig und würzig im Geschmack und dazu ausgesprochen gesund. Viel Beta-Carotin steckt im Kürbis und gibt ihm seine kräftige Farbe. Das Saisongemüse bringt reichlich Vitamin C und Kalium auf den Teller – Nährstoffe, die gut für Herz, Blutdruck und Immunsystem sind. Dank seiner Ballaststoffe macht er angenehm satt und bringt dabei kaum Kalorien mit. Ob klassische Kürbissuppe, exotisches Kürbis­curry oder deftiges Kürbisrisotto – die leichte Herbstküche ist ein Traum in Orange.

Farbenfrohe Feste

Erst ganz romantisch mit leuchtend-gelben Sonnenblumen, purpurroten Eriken und kugelrunden Strohballen. Die vielen Erntedank­feste malen den Herbst noch bunter. Doch dann wird’s schaurig: Hexen, Geister und Vampire gehen um, klingeln an der Haustür und stellen uns mit kindlicher Stimme vor dieses Ultimatum: »Süßes oder Saures?« Halloween ist eine ebenso tolle Gelegenheit, um Fröhlichkeit in die dunkle Jahreszeit zu bringen. Und eins haben all diese Feierlichkeiten gemeinsam: Sie bringen Menschen zusammen, um Spaß zu haben. Tschüss, Herbstblues, hallo Happiness!

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Bildschirmaugen: Ursachen und TippsComputer, Smartphone und Tablet gehören für viele Menschen zum Alltag. Wer mehrere St...
30/10/2026

Bildschirmaugen: Ursachen und Tipps

Computer, Smartphone und Tablet gehören für viele Menschen zum Alltag. Wer mehrere Stunden am Tag auf einen Bildschirm schaut, kennt möglicherweise Beschwerden wie trockene oder müde Augen, verschwommenes Sehen oder Kopfschmerzen. Umgangssprachlich ist dabei häufig von „Bildschirmaugen“ die Rede. Medizinisch spricht man eher von digitaler Augenbelastung oder „Office-Eye-Syndrom“.

Die gute Nachricht: Bildschirmarbeit schädigt die Augen bei Erwachsenen in der Regel nicht dauerhaft. Sie kann jedoch Beschwerden verursachen oder bereits bestehende Probleme verstärken.

Warum werden die Augen am Bildschirm müde?

Beim Blick auf einen Computer oder ein Smartphone müssen die Augen über längere Zeit auf eine relativ kurze Entfernung fokussieren. Diese dauerhafte Naharbeit kann als anstrengend empfunden werden, insbesondere dann, wenn kaum Sehpausen eingelegt werden.

Hinzu kommt, dass wir bei konzentrierter Bildschirmarbeit häufig seltener und teilweise weniger vollständig blinzeln. Normalerweise verteilt jeder Lidschlag die Tränenflüssigkeit gleichmäßig auf der Augenoberfläche. Wird weniger geblinzelt, kann der Tränenfilm schneller instabil werden und die Augenoberfläche trocknet leichter aus.

Typische Beschwerden sind:

- trockene, brennende oder gerötete Augen,
- Fremdkörpergefühl oder Jucken,
- müde oder schwere Augen,
- zeitweise verschwommenes Sehen,
- erhöhte Lichtempfindlichkeit,
- Kopfschmerzen,
- Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich.

Dabei müssen nicht alle Beschwerden direkt vom Auge ausgehen. Auch eine ungünstige Sitzhaltung, falsche Bildschirmabstände oder eine nicht optimal korrigierte Fehlsichtigkeit können eine Rolle spielen.

Regelmäßige Sehpausen einlegen

Eine einfache Orientierung für den Alltag bietet die sogenannte 20-20-20-Regel: Nach etwa 20 Minuten Bildschirmarbeit schaut man für mindestens 20 Sekunden auf ein Objekt, das ungefähr 20 Fuß – also rund sechs Meter – entfernt ist.

Die Regel ist vor allem eine praktische Merkhilfe, um regelmäßige Sehpausen einzuplanen. Auch längere Pausen, Bewegung und der bewusste Blick in die Ferne können angenehm für die Augen sein.

Was hilft zusätzlich bei Bildschirmbeschwerden?

Ein gut eingerichteter Arbeitsplatz kann die Augen ebenfalls entlasten. Der Bildschirm sollte ausreichend weit entfernt und möglichst leicht unterhalb der Augenhöhe positioniert sein. Blendungen, Spiegelungen und starke Helligkeitsunterschiede zwischen Bildschirm und Umgebung sollten möglichst vermieden werden.

Außerdem kann es helfen, bewusst häufiger und vollständig zu blinzeln. Bei trockenen Augen können in manchen Fällen befeuchtende Augentropfen sinnvoll sein. Welche Präparate geeignet sind, lässt sich am besten augenärztlich abklären.

Auch eine nicht optimal korrigierte Kurz- oder Weitsichtigkeit, eine Hornhautverkrümmung oder eine ungeeignete Bildschirm- beziehungsweise Arbeitsplatzbrille können dazu führen, dass die Augen schneller ermüden.

Wann ist eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll?

Treten Beschwerden regelmäßig auf oder bleiben sie trotz Pausen und einer Anpassung des Arbeitsplatzes bestehen, empfiehlt sich eine augenärztliche Untersuchung. So kann beispielsweise überprüft werden, ob ein trockenes Auge, eine Fehlsichtigkeit oder eine andere Ursache vorliegt.

Bei plötzlich auftretender deutlicher Sehverschlechterung, starken Augenschmerzen oder ausgeprägten einseitigen Beschwerden sollte dagegen zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Nierensteinen vorbeugen: Was Sie selbst tun könnenNierensteine können starke, krampfartige Schmerzen verursachen und imm...
28/10/2026

Nierensteinen vorbeugen: Was Sie selbst tun können

Nierensteine können starke, krampfartige Schmerzen verursachen und immer wieder auftreten. Wer bereits einmal betroffen war, möchte deshalb verständlicherweise einer erneuten Steinbildung vorbeugen. Ganz verhindern lassen sich Nierensteine nicht immer. Ausreichendes Trinken, eine ausgewogene Ernährung und einige Veränderungen im Alltag können das Risiko jedoch senken.

Wie entstehen Nierensteine?

Nierensteine sind feste Ablagerungen, die sich aus Bestandteilen des Urins bilden. Ist der Urin stark konzentriert oder verändert sich seine Zusammensetzung, können bestimmte Salze auskristallisieren und sich zu Steinen entwickeln.

Dabei gibt es unterschiedliche Steinarten. Besonders häufig sind Kalziumoxalatsteine. Daneben kommen beispielsweise Harnsäuresteine vor. Welche Maßnahmen zur Vorbeugung besonders sinnvoll sind, hängt deshalb teilweise von der jeweiligen Steinart ab.

Ausreichend trinken, am besten über den Tag verteilt

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Dadurch wird der Urin verdünnt und steinbildende Stoffe können sich weniger leicht ablagern.

Als Orientierung gilt häufig: Die Trinkmenge sollte so hoch sein, dass täglich etwa 2 bis 2,5 Liter Urin ausgeschieden werden. Dafür sind bei vielen Menschen ungefähr 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag notwendig. Bei Hitze, Sport oder starkem Schwitzen kann der Bedarf höher sein.

Wasser und ungesüßte Getränke sind eine gute Wahl. Wer aufgrund einer Herz- oder Nierenerkrankung seine Trinkmenge begrenzen muss, sollte die individuell geeignete Menge ärztlich abstimmen.

Salz, Fleisch und Kalzium: Auf die richtige Menge kommt es an

Auch die Ernährung kann die Steinbildung beeinflussen. Sinnvoll ist insbesondere:

- Kochsalz sparsam zu verwenden,
- Fleisch und Wurst nicht übermäßig zu verzehren,
- regelmäßig Gemüse und andere pflanzliche Lebensmittel zu essen,
- auf ein gesundes Körpergewicht zu achten.

Eine hohe Salzaufnahme kann dazu führen, dass mehr Kalzium über den Urin ausgeschieden wird. Auch sehr große Mengen tierischen Eiweißes können bei manchen Menschen die Bildung bestimmter Nierensteine begünstigen.

Kalzium sollte dagegen nicht ohne Grund stark eingeschränkt werden. Eine normale Kalziumzufuhr über Lebensmittel wie Milch oder Joghurt ist in der Regel erwünscht. Bei Kalziumoxalatsteinen kann ausreichend Kalzium im Darm sogar dazu beitragen, Oxalat zu binden.

Nahrungsergänzungsmittel nicht auf Verdacht einnehmen

Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Insbesondere hoch dosierte Vitamin-C-Präparate können bei entsprechend anfälligen Personen die Oxalatausscheidung erhöhen. Auch Kalziumpräparate sollten nicht ohne medizinischen Grund eingenommen werden.

Wann ist eine Abklärung sinnvoll?

Wer wiederholt Nierensteine entwickelt, sollte die Ursache genauer untersuchen lassen. Eine Analyse des Steins sowie Blut- und Urinuntersuchungen können individuelle Risikofaktoren aufzeigen.

Bei starken Flanken- oder Rückenschmerzen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Treten zusätzlich Fieber, Schüttelfrost oder eine deutlich verminderte Urinausscheidung auf, ist schnelle medizinische Hilfe erforderlich.

Vorbeugung im Alltag

Regelmäßiges Trinken und eine ausgewogene, nicht zu salzreiche Ernährung können dazu beitragen, das Risiko für weitere Nierensteine zu senken. Bei wiederholter Steinbildung ist eine individuelle ärztliche Beratung besonders sinnvoll.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Zahngesundheit im BüroalltagDer erste Kaffee am Schreibtisch, ein Keks im Meeting, Geburtstagskuchen im Team oder ein En...
22/10/2026

Zahngesundheit im Büroalltag

Der erste Kaffee am Schreibtisch, ein Keks im Meeting, Geburtstagskuchen im Team oder ein Energy-Drink an einem langen Arbeitstag: Im Büro kommen unsere Zähne oft häufiger mit Zucker und Säuren in Kontakt, als wir denken. Gleichzeitig bleibt zwischen Terminen und Besprechungen wenig Zeit für die Zahnpflege. Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt sich die Mundgesundheit jedoch gut unterstützen.

Dauer-Snacken macht den Zähnen zu schaffen

Für die Entstehung von Karies ist nicht nur entscheidend, wie viel Zucker wir essen, sondern auch, wie häufig unsere Zähne damit in Kontakt kommen. Bakterien im Zahnbelag verwerten Zucker und bilden dabei Säuren. Diese lösen Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz.

Der Speichel kann Säuren neutralisieren und den Zahnschmelz bei der Remineralisation unterstützen. Wer jedoch über mehrere Stunden immer wieder an gesüßtem Kaffee nippt, Bonbons lutscht oder kleine Snacks isst, verkürzt diese Erholungsphasen.

Besser ist es, Süßes möglichst zu den Hauptmahlzeiten zu essen und zwischendurch längere zuckerfreie Pausen einzulegen.

Vorsicht bei säurehaltigen Getränken

Auch Softdrinks, Energy-Drinks und Fruchtsäfte können den Zahnschmelz belasten. Ihre Säuren greifen die Zahnoberfläche direkt an. Besonders ungünstig ist es, solche Getränke über Stunden in kleinen Schlucken zu trinken.

Nach säurehaltigen Getränken kann ein Glas Wasser helfen, Säurereste aus dem Mund zu spülen. Mit dem Zähneputzen sollte man anschließend etwas warten, statt die angegriffene Zahnoberfläche sofort mechanisch zu belasten.

Wasser hilft auch gegen Mundtrockenheit

Viel Sprechen, klimatisierte Räume, zu wenig Flüssigkeit oder bestimmte Medikamente können einen trockenen Mund begünstigen. Speichel erfüllt jedoch wichtige Schutzfunktionen: Er spült Speisereste weg, puffert Säuren und liefert Mineralstoffe für den Zahnschmelz.

Hilfreich sind zum Beispiel:

- regelmäßig Wasser trinken,
- ungesüßte Getränke bevorzugen,
- zuckerfreien Kaugummi kauen, um den Speichelfluss anzuregen,
- anhaltende Mundtrockenheit ärztlich oder zahnärztlich abklären lassen.

Wer einen Zusammenhang mit Medikamenten vermutet, sollte diese nicht eigenständig verändern oder absetzen.

Auch die Zahnzwischenräume nicht vergessen

Zweimal tägliches Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta bildet die Grundlage der häuslichen Mundpflege. Zusätzlich sollten die Zahnzwischenräume möglichst täglich mit Zahnseide oder geeigneten Interdentalbürsten gereinigt werden.

Eine kleine Zahnbürste im Büro kann nach dem Mittagessen praktisch sein. Ist keine Zahnbürste zur Hand, hilft es zumindest, den Mund mit Wasser auszuspülen.

Blutet das Zahnfleisch wiederholt beim Putzen oder bei der Zahnzwischenraumreinigung, kann dies auf eine Entzündung hinweisen und sollte zahnärztlich abgeklärt werden.

Wenn Stress auf die Zähne geht

Unter Zeitdruck oder bei hoher Konzentration pressen manche Menschen unbewusst die Zähne aufeinander, zum Beispiel beim Arbeiten am Bildschirm. Andere knirschen nachts mit den Zähnen.

Hinweise können verspannte Kaumuskeln, Kopfschmerzen, empfindliche Zähne oder morgendliche Kieferbeschwerden sein. In entspannter Ruheposition haben die Zahnreihen normalerweise keinen dauerhaften Kontakt.

Wer solche Beschwerden bemerkt, sollte sie bei der nächsten zahnärztlichen Untersuchung ansprechen.

Kleine Routinen mit großer Wirkung

Zahngesundheit im Büro erfordert keinen großen Aufwand. Wasser statt dauernd gesüßter Getränke, bewusste Snack-Pausen, eine sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrolltermine können bereits viel bewirken. So bleiben Zähne und Zahnfleisch auch an langen Arbeitstagen möglichst gesund.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Haarausfall: Wann sollte man zum Hautarzt?Mehr Haare als sonst in der Bürste, auf dem Kopfkissen oder im Abfluss: Das ka...
19/10/2026

Haarausfall: Wann sollte man zum Hautarzt?

Mehr Haare als sonst in der Bürste, auf dem Kopfkissen oder im Abfluss: Das kann schnell verunsichern. Doch nicht jeder Haarverlust ist gleich ein Grund zur Sorge. Haare durchlaufen einen natürlichen Wachstumszyklus und fallen am Ende ihrer Lebensphase aus. Wird das Haar jedoch sichtbar dünner, verbreitert sich der Scheitel oder entstehen kahle Stellen, sollte die Ursache genauer untersucht werden.

Haarausfall kann viele Ursachen haben

Besonders häufig ist der erblich bedingte, sogenannte androgenetische Haarausfall. Bei Männern zeigen sich dabei oft zunächst Geheimratsecken oder eine lichte Stelle am Hinterkopf. Bei Frauen wird das Haar häufig im Bereich des Scheitels zunehmend dünner.

Daneben gibt es den diffusen Haarausfall. Dabei werden die Haare relativ gleichmäßig am gesamten Kopf weniger. Mögliche Auslöser sind beispielsweise Infekte, Operationen, starke körperliche oder seelische Belastungen, hormonelle Veränderungen, bestimmte Medikamente oder ein Nährstoffmangel. Auch Störungen der Schilddrüse oder ein Eisenmangel können eine Rolle spielen.

Wichtig zu wissen: Der Auslöser liegt nicht immer unmittelbar vor dem Beginn des Haarausfalls. Mitunter zeigt sich der verstärkte Haarverlust erst Wochen oder sogar Monate später.

Wann ist ein Termin beim Hautarzt sinnvoll?

Ein dermatologischer Termin empfiehlt sich insbesondere, wenn:

- der Haarausfall plötzlich oder sehr stark auftritt,
- das Haar sichtbar dünner wird,
- sich der Scheitel deutlich verbreitert,
- einzelne kahle oder kreisrunde Stellen entstehen,
- die Kopfhaut gerötet ist, schuppt, brennt, schmerzt oder stark juckt,
- Pusteln oder Vernarbungen der Kopfhaut auftreten,
- auch Augenbrauen oder andere Körperhaare ausfallen,
- zusätzliche Beschwerden wie starke Müdigkeit oder deutliche Gewichtsveränderungen auftreten.

Besonders bei entzündlichen oder vernarbenden Formen des Haarausfalls ist eine frühzeitige Abklärung wichtig, da Haarwurzeln dauerhaft geschädigt werden können.

Kreisrunde kahle Stellen können außerdem auf eine Alopecia areata hinweisen. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Haarwurzeln vorübergehend angreift.

Wie wird Haarausfall untersucht?

Zu Beginn fragt der Hautarzt unter anderem nach Dauer und Verlauf des Haarausfalls, möglichen Erkrankungen, Medikamenten, familiären Faktoren und zurückliegenden Belastungen.

Anschließend werden Kopfhaut und Haare genauer untersucht. Je nach Befund können beispielsweise ein Haarzugtest oder eine vergrößerte Betrachtung von Haaren und Kopfhaut mithilfe der Trichoskopie sinnvoll sein. Besteht der Verdacht auf eine körperliche Ursache, können gezielte Blutuntersuchungen folgen, etwa zur Beurteilung des Eisenstoffwechsels oder der Schilddrüsenfunktion.

Nahrungsergänzungsmittel nicht auf Verdacht einnehmen

Bei Haarausfall greifen viele Betroffene zu Präparaten mit Biotin, Zink, Eisen oder anderen Nährstoffen. Eine Einnahme ist jedoch nicht automatisch sinnvoll. Besteht kein entsprechender Mangel, lässt sich der Haarausfall dadurch in der Regel nicht gezielt behandeln. Vor allem Eisen sollte nicht ohne medizinische Abklärung eingenommen werden.

Frühzeitig Klarheit schaffen

Haarausfall lässt sich nicht immer verhindern. Entscheidend ist zunächst, herauszufinden, welche Form des Haarverlusts vorliegt und welche Ursache dahintersteckt. Davon hängt auch ab, ob und welche Behandlung sinnvoll ist.

Wer einen zunehmenden Haarverlust, kahle Stellen oder Veränderungen der Kopfhaut bemerkt, sollte daher nicht monatelang abwarten. Eine dermatologische Untersuchung kann helfen, die Ursache frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls eine passende Behandlung einzuleiten.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Zähne und Kaffee: Was ist wirklich dran?Für viele Menschen gehört eine Tasse Kaffee ganz selbstverständlich zum Start in...
10/10/2026

Zähne und Kaffee: Was ist wirklich dran?

Für viele Menschen gehört eine Tasse Kaffee ganz selbstverständlich zum Start in den Tag. Doch wer regelmäßig Kaffee trinkt, fragt sich vielleicht: Schadet Kaffee eigentlich den Zähnen? Tatsächlich kann das beliebte Heißgetränk vor allem die Zahnfarbe beeinflussen. Ob Kaffee auch für die Zahngesundheit problematisch wird, hängt insbesondere von den individuellen Trinkgewohnheiten und möglichen Zusätzen wie Zucker oder Sirup ab.

Warum Kaffee die Zähne verfärben kann

Kaffee enthält natürliche Farbstoffe und Polyphenole, die sich mit der Zeit an der Zahnoberfläche ablagern können. Besonders auf vorhandenen Belägen oder leicht rauen Oberflächen bleiben diese Stoffe leichter haften. Die Zähne können dadurch zunehmend gelblich oder bräunlich wirken.

Dabei handelt es sich in erster Linie um äußere Verfärbungen. Diese sind meist gesundheitlich unbedenklich und können im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung häufig deutlich reduziert werden. Wer darüber hinaus hellere Zähne wünscht, sollte sich vor der Verwendung stark abrasiver Zahnpasten oder frei verkäuflicher Bleaching-Produkte zahnärztlich beraten lassen.

Greift Kaffee den Zahnschmelz an?

Kaffee ist leicht sauer. Im Vergleich zu deutlich säurehaltigeren Getränken wie Cola, Energydrinks oder vielen Fruchtsäften stellt schwarzer Kaffee allein jedoch in der Regel kein besonders hohes Risiko für Zahnerosionen dar.

Grundsätzlich spielt auch die Häufigkeit des Kontakts eine Rolle. Wer über viele Stunden hinweg immer wieder kleine Schlucke trinkt, setzt die Zähne häufiger dem Getränk aus als jemand, der eine Tasse Kaffee innerhalb eines begrenzten Zeitraums genießt.

Zucker im Kaffee ist oft das größere Problem

Schwarzer Kaffee enthält von Natur aus nur sehr wenig Zucker. Für das Kariesrisiko sind deshalb häufig nicht der Kaffee selbst, sondern seine Zusätze entscheidend.

Zucker, süße Sirups, gezuckerte Kaffeespezialitäten oder gesüßte Pflanzendrinks können das Kariesrisiko erhöhen. Bakterien im Zahnbelag verwerten Zucker und bilden dabei Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Besonders ungünstig ist es, über den gesamten Tag verteilt immer wieder gesüßte Getränke zu konsumieren.

Ein Schuss ungesüßte Milch im Kaffee ist dagegen nicht mit stark gezuckerten Zusätzen gleichzusetzen.

Kaffee und ein trockenes Mundgefühl

Manche Menschen bemerken nach dem Kaffeetrinken einen trockenen Mund. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Kaffee bei jedem Menschen eine relevante Mundtrockenheit verursacht.

Speichel spielt für die Mundgesundheit eine wichtige Rolle: Er hilft dabei, Säuren zu neutralisieren, Nahrungsreste wegzuspülen und Mineralstoffe für den Zahnschmelz bereitzustellen. Wer nach dem Kaffee Durst oder einen trockenen Mund bemerkt, kann zusätzlich Wasser trinken. Besteht eine ausgeprägte Mundtrockenheit dauerhaft und unabhängig vom Kaffeekonsum, sollte dies zahnärztlich oder ärztlich abgeklärt werden.

So können Kaffeefans ihre Zähne schützen

Auf Kaffee muss aus zahnmedizinischer Sicht in der Regel niemand vollständig verzichten. Einige einfache Gewohnheiten helfen dabei, Zähne und Zahnfleisch gesund zu halten:

- Kaffee möglichst nicht ständig über viele Stunden hinweg trinken.
- Zucker, Sirups und stark gesüßte Kaffeespezialitäten sparsam konsumieren.
- Nach dem Kaffee etwas Wasser zu trinken.
- Zweimal täglich gründlich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen.
- Auch die Zahnzwischenräume regelmäßig reinigen.
- Kontrolltermine und professionelle Zahnreinigungen entsprechend dem individuellen Bedarf wahrnehmen.

Kaffee ist erlaubt – auf die Gewohnheiten kommt es an

Schwarzer Kaffee ist für die Zähne meist weniger problematisch als häufig konsumierte, stark gezuckerte Kaffeespezialitäten. Wer auf gute Mundhygiene und wenig Zucker achtet, kann die tägliche Tasse Kaffee in der Regel weiterhin genießen.

Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de

Gelenke: Kalk in der SchulterEinen Pulli anziehen, die Haare fönen oder Wäsche aufhängen – alltägliche Arbeiten werden p...
04/10/2026

Gelenke: Kalk in der Schulter

Einen Pulli anziehen, die Haare fönen oder Wäsche aufhängen – alltägliche Arbeiten werden plötzlich zur Qual. Eine Kalkschulter ist schmerzhaft, lässt sich aber zum Glück meist gut behandeln.

Es beginnt ohne Vorwarnung: Plötzlich ist dieser stechende Schmerz in der Schulter da. Den Arm hochheben? Nicht dran zu denken. Betroffene vermuten dabei zunächst eine falsche Schlafposition oder einen Muskelkater. Doch da die Schmerzen nicht nachlassen, sondern rasend schnell zunehmen, führt der Weg meist zügig zum Orthopäden. Dort bringt eine Ultraschallunter­suchung Klarheit. Die Diagnose lautet: Kalkschulter.

Der Platz wird enger

Bei einer Kalkschulter ist nicht das Schul­tergelenk selbst betroffen, sondern Kalk hat sich in den umgebenden Schultersehnen eingelagert. Dies ist deshalb pro­blematisch, weil zwischen dem Schulter­dach und dem Oberarmkopf bereits von Natur aus nur wenig Spielraum bleibt. Wächst das Kalkdepot, verengt sich der Raum noch mehr. Durch den Druck wird das Sehnengewebe zunehmend in seinem Stoffwechsel gestört.

Hat das Kalkdepot eine kritische Größe erreicht und wiederholen sich die Belastungen auf die eingeengte Stelle, kommt es fast zwangsläufig zu einer Entzündung und zu heftigen Schmerzen. Da es sich um ein entzündliches Krankheitsbild handelt, fehlt in der Regel ein konkret auslösendes Ereignis, etwa ein Sturz.

Frauen sind häufiger ­betroffen

Insgesamt leiden in Deutschland schätzungsweise drei bis fünf Millionen Menschen an einer Kalkschulter, meist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Die Ursachen für diese schmerzhafte Kalkeinlagerung sind noch nicht abschließend geklärt. Experten vermuten, dass eine schlechte Durchblutung und damit ein Sauerstoffmangel in den Schulterseh­nen zu einer Umwandlung von Zellen führen. Warum statistisch mehr Frauen als Männer betroffen sind, wird noch er­forscht. Vermutlich spielen hormonelle Einflüsse eine Rolle und die Tatsache, dass Frauen stärker zu bindegewebsbedingten Sehnenproblemen neigen. Wer zudem viel mit erhobenen Armen arbeitet – etwa in Handwerk, Pflege oder Sport –, trägt ein erhöhtes Risiko.

Geduld zahlt sich aus

Die gute Nachricht: In vielen Fällen reichen einfache konservative Maßnahmen, um eine Kalkschulter zu behandeln. Ziel ist zunächst, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten. Zum Einsatz kommen entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie und ge­zielte Übungen. Auch Kühlung kann helfen, akute Beschwerden zu lindern. Wichtig ist, die Schulter trotz Schmerzen nicht vollständig ruhigzustellen, sondern sie vorsichtig weiter zu bewegen.

Stoßwellentherapie: Hilfe von außen

Wenn die Beschwerden anhalten, kann die sogenannte Stoßwellentherapie eine sinnvolle Ergänzung sein – und sie stellt die sanftere Methode gegenüber einer OP dar. Dabei werden gebündelte Schallwellen von außen auf die betroffene Stelle gerichtet. Die mechanische Energie zerbricht die Kalk­ablagerungen in kleinste Partikel, die der Körper anschließend selbst ab­baut. Gleichzeitig regen die Stoßwellen die Durchblutung an und fördern die Selbstheilung des Gewebes. Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert nur wenige Minuten. In der Regel sind mehrere Sitzungen notwendig.

Studien zeigen, dass die Stoßwellenthera­pie bei vielen Patienten die Beschwerden deutlich lindern kann. Ein vollständiger Rückgang der Kalkablagerungen ist mög­lich, aber nicht in jedem Fall garantiert.

Wer übernimmt die Kosten?

Hier lohnt das Nachfragen: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Stoßwellentherapie bei einer Kalkschulter in der Regel nicht. Einige Kassen erstatten jedoch auf Antrag einen Teil, besonders wenn andere Behandlungen erfolglos blieben.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

Rauchfrei durch Hypnose?Von der Zigarette wegzukommen, ist oft leichter gesagt als getan. Nikotinpflaster, Kaugummi – vi...
28/09/2026

Rauchfrei durch Hypnose?

Von der Zigarette wegzukommen, ist oft leichter gesagt als getan. Nikotinpflaster, Kaugummi – viele Raucher haben schon viele Methoden ausprobiert. Ist Hypnose vielleicht ein alternativer Weg, der zum rauchfreien Leben führt?

Morgens zum Kaffee, beim Warten auf den Bus und immer dann, wenn Stress, Ärger oder Langeweile aufkommen – für viele Raucher ist die Zigarette weit mehr als nur ein Nikotinlieferant. Sie ist ein Ritual, eine kleine Auszeit, ein vermeintlicher Trost.

Genau deshalb fällt das Aufhören oft so schwer. Der Kopf weiß längst: Rauchen schadet der Gesundheit, lässt die Haut schneller altern und kostet viel Geld. Doch die Hand greift trotzdem zur Schachtel – fast wie von selbst.

Leicht ist es nicht, diese alten Gewohnheiten zu durchbrechen. Die Hypnosetherapie will dabei helfen. Sie kann innere Verknüpfungen lösen und das Verlangen nach der Zigarette schwächen.

Eine Reise nach innen

Hypnose – das hat nichts mit Bühnenshows oder pendelnden Uhren zu tun. In einer Hypnosesitzung bleiben Sie wach und ansprechbar. Der Körper soll entspannen, der Geist sich nach innen richten – ein Zustand zwischen wacher Aufmerksamkeit und tiefer Ruhe.

Der Hypnosetherapeut begleitet diesen Zustand mit ruhiger Stimme. Oft wird mit inneren Bildern gearbeitet: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen morgens mit einer Tasse Kaffee am Tisch – aber diesmal ohne Zigarette. Sie riechen den Kaffee, atmen frei und spüren den Stolz in Ihnen aufsteigen. Oder Sie erleben gedanklich einen Stressmoment und üben, anders zu reagieren: Atmen Sie tief durch, trinken Sie ein Glas Wasser, gehen Sie ein paar Schritte umher. So werden alte „Rauch-Situationen“ mit neuen Bildern verknüpft. Die Zigarette wird nicht verboten, sondern sie verliert langsam ihren festen Platz.

Ein sanfter Anschub

Hypnose ist jedoch kein Wundermittel. Vielmehr will sie eine innere Veränderung anstoßen. Bei starker Nikotinabhängigkeit reicht Hypnose allein oft nicht aus. Sie lässt sich aber gut mit anderen Maßnahmen kombinieren. Dazu gehören vor allem Nikotinersatzpräparate wie Pflaster, Kaugummi oder Lutschtabletten sowie ein Verhaltenstraining. Im Alltag können kleine Änderungen viel bewirken: Trinken Sie mehr Wasser, atmen Sie bewusster, gehen Sie öfter spazieren und versuchen Sie, Ihre Hände anders zu beschäftigen. Wie wäre es mit Malen, Handwerken oder Stricken?

Ein Termin – oder mehrere?

Manchmal wird eine intensive Einzelsitzung angeboten. Andere empfehlen drei bis fünf Termine. Das kann sinnvoll sein, weil sich Gewohnheiten meistens nicht auf Knopfdruck ändern lassen.

Wichtig ist ein seriöser Anbieter. Beachten Sie, dass eine klinische Hypnose nur von ausgebildeten ärztlichen oder psychologischen Hypnotherapeuten angeboten werden darf.

Was kostet Hypnose?

Die Kosten sind unterschiedlich. Eine psychotherapeutische Hypnosebehandlung kostet etwa 80 bis 120 Euro pro 50 Minuten. Meist müssen Raucher die Behandlung selbst bezahlen. Ob eine Zusatzversicherung etwas übernimmt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.

Nutzen nicht belegt

Wissenschaftlich lässt sich der Nutzen von Hypnose nicht eindeutig belegen. Einige Übersichtsarbeiten deuten auf eine positive Wirkung der Hypnose bei der Raucherentwöhnung hin – auch wenn die Aussagekraft teilweise durch subjektive Patientenangaben eingeschränkt wird.

Mehr als Rauchstopp

Hypnose wird nicht nur zur Raucherentwöhnung eingesetzt, sondern auch bei Schlafproblemen, Angststörungen, chronischen Schmerzen, dem Reizdarmsyndrom oder zur Vorbereitung auf medizinische Eingriffe. Auch in der Geburtshilfe – als Hypnobirthing – und in der onkologischen Schmerztherapie findet sie Anwendung. Einen Versuch ist sie sicherlich wert …

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de

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