23/08/2026
Gestern Morgen war die Luft zum ersten Mal wieder kühl und klar. Fast so, als würde sich der Spätsommer schon ganz leise ankündigen.
Und plötzlich war sie wieder da: meine Lust zu räuchern.
Meine erste Pflanze dafür war der Beifuß – Artemisia vulgaris. Er gehört zu unseren alten heimischen Räucherpflanzen und ist auch unter Namen wie Frauenwurz oder Machtwurz bekannt.
In der traditionellen Räucherkunde wurde Beifuß besonders an Übergängen verwendet: beim Abschiednehmen, beim Neubeginn und an der Schwelle zu einer neuen Jahreszeit. Er galt als Schutz-, Reinigungs- und Segenspflanze.
Sein Duft ist herb, würzig und warm. Für mich ist Beifuß keine leise Pflanze, die nur ein wenig nebenher duftet. Er verändert die Atmosphäre eines Raumes und passt für mich besonders in Zeiten, in denen sich etwas wandelt.
Ich gebe nur eine kleine Menge des vollständig getrockneten Krauts auf mein Räuchersieb und lasse den Duft langsam entstehen.
Diese Zuordnungen stammen aus der traditionellen Räucherkunde und beschreiben überliefertes Pflanzenwissen. Sie sind keine wissenschaftlich nachgewiesenen Heilwirkungen.
Räucherrauch kann die Atemwege reizen. Deshalb immer sparsam räuchern und anschließend gut lüften.
Ist das Räuchern für dich auch eher etwas für die kühleren Tage?