19/03/2023
Das Knotenhalfter
wird vorallem bei der Bodenarbeit gerne genutzt. Ihr solltet jedoch auf einiges achten. Der Schädel des Pferdes besteht aus dünnen Knochenplatten um das Gewicht zu reduzieren und möglichst wenig Muskelkraft zum Tragen und Bewegen des Kopfes zu benötigen. Im Schädel sind Hohlräume vorhanden wie zum Beispiel die Nasennebenhöhlen .
Unter der Haut verlaufen Nerven, Blutgefäße und Faszien. Direkt auf dem Knochen befindet sich die Knochenhaut .Die Muskeln am Schädel sind hauptsächlich dünne Muskelplatten. Der M.Masseter ist ein kräftig ausgeprägter Muskel .Aber auch hier verlaufen die Nervenstränge des N.fazialis.
Was bedeutet das für die Nutzung des Knotenhalfters?
Durch die Knoten und die Seilstruktur ist dieses Halfter präziser in der Kommunikation. Das ist natürlich bei richtiger Anwendung ein großer Vorteil. Wichtig ist das richtige Anlegen und der richtige Umgang. Ein Knotenhalfter ist schärfer als ein normales Stallhalfter. Auf diesem Grund sollte man NICHT ruckartig am Knotenhalfter ziehen. Dies ist schmerzhaft für das Pferd ,da es direkt auf die Nerven, Muskeln,Blutgefäße und die Knochenhaut einwirkt. Das sollte natürlich auch mit einem normalen Halter ein Tabu sein, jedoch hat dies mit einem Knotenhalfter eine größere Druckeinwirkung und ist deutlich schmerzhafter.
Bitte NIEMALS ein Pferd mit Knotenhalfter anbinden. Im schlimmsten Fall kann es bei panischem Zurückziehen zu einem Genickbruch oder einer Durchtrennung des Nackenbandes kommen.
Wie lege ich das Knotenhalfter richtig an? Das Nasenstück darf nicht zu tief sitzen. Das Nasenbein läuft zu den Nüstern hin spitz zu .Dort darf der Nasenriemen nicht aufliegen. Dies gilt auch bei der Trense und einem normalen Stallhalfter.
Seitlich sollte das Knotenhalfter 2 Finger breit unter dem Jochbein liegen. Außerdem solltet ihr es so verschließen, dass das Seilende nicht ins Auge gelangen kann.
Habt ihr noch Fragen zum Knotenhalfter?