14/05/2026
Wie finde ich Stabilität in mir?
Vielleicht beginnt sie nicht dort,
wo alles perfekt ist.
Nicht dort, wo ich alles im Griff habe.
Nicht dort, wo nichts wankt.
Vielleicht beginnt Stabilität genau hier:
Mitten im Zittern.
Mitten im Atmen.
Mitten in dem Moment,
in dem ich trotzdem bleibe.
Denn ich dachte lange, Stabilität bedeutet,
niemals zu fallen.
Immer stark zu sein.
Immer sicher.
Immer vorbereitet.
Aber das Leben lacht über Pläne.
Es verschiebt Böden.
Es zieht Sicherheiten weg wie Teppiche unter nackten Füßen.
Und plötzlich stehst du da
und merkst:
Alles im Außen kann sich verändern, jederzeit.
Also beginnt die eigentliche Frage:
Was trägt mich,
wenn nichts mehr fest scheint?
Und vielleicht ist Stabilität gar kein Betonfundament.
Vielleicht ist sie eher wie ein Baum.
Verwurzelt —
und trotzdem beweglich.
Denn der Baum überlebt den Sturm nicht,
weil er starr ist.
Sondern weil er sich bewegt.
Weil er gelernt hat,
nachzugeben,
ohne sich selbst zu verlieren.
Und genau so gestalte ich Stabilität in mir:
Indem ich mir selbst zuhöre.
Indem ich meinen Körper nicht nur benutze,
sondern bewohne.
Indem ich Pausen nicht als Schwäche sehe,
sondern als Pflege meiner Kraft.
Indem ich Grenzen setze,
bevor mein Inneres schreien muss.
Indem ich Menschen wähle,
bei denen ich nicht kämpfen muss, um genug zu sein.
Indem ich atme.
Immer wieder atme.
Denn Stabilität wächst leise.
In kleinen Entscheidungen.
In dem Moment,
in dem ich mich nicht verlasse, egal was um mich herum alles wegbricht.
Und irgendwann merke ich:
Stabilität bedeutet nicht,
dass mich nichts erschüttert.
Sondern dass ich weiß,
wie ich zu mir zurückfinde.
Dass ich mir selbst ein Zuhause geworden bin.
Und plötzlich verändert das alles.
Denn aus Stabilität entsteht Freiheit.
Wenn ich mich selbst halten kann,
muss ich mich nicht mehr überall festklammern.
Dann darf ich mutig sein.
Weich sein.
Echt sein.
Dann kann ich loslassen,
ohne mich zu verlieren.
Dann kann ich wachsen,
ohne meine Wurzeln zu vergessen.
Und vielleicht ist genau das die größte Kraft:
Nicht niemals zu fallen.
Sondern sich selbst immer wieder aufzufangen! ✨✨✨
Namaste! Eure Andrea