02/09/2026
Früher hast du dich über Nachrichten gefreut.
Du hast geantwortet, wenn du gerade Zeit hattest.
Heute siehst du den Namen auf deinem Display und spürst sofort Widerstand.
Du öffnest die Nachricht.
Liest sie.
Und legst das Handy wieder weg.
Nicht, weil du die Person nicht magst.
Du hast einfach keine Energie für eine weitere Unterhaltung.
Keine Lust, dir Gedanken über eine Antwort zu machen.
Keine Kraft, dich auf jemanden einzulassen.
Vielleicht bleiben Nachrichten inzwischen stundenlang oder sogar tagelang unbeantwortet.
Und irgendwann bekommst du ein schlechtes Gewissen.
„Warum schaffe ich es nicht einmal mehr, meinen Freunden zu antworten?“
Wenn deine berufliche Belastung über längere Zeit sehr hoch ist, kann selbst soziale Kommunikation als zusätzliche Anforderung erlebt werden.
Du brauchst immer mehr Ruhe, um dich zu regenerieren.
Und dein Leben außerhalb der Arbeit wird langsam kleiner.
Ein einzelner Abend ohne Lust auf Nachrichten bedeutet natürlich kein Burnout.
Interessant wird es, wenn du dich immer häufiger zurückziehst und merkst, dass dir selbst Kontakte, die dir eigentlich wichtig sind, zunehmend zu viel werden.
Vielleicht ist dein Rückzug gerade kein Zeichen dafür, dass dir Menschen egal geworden sind. Vielleicht fehlt dir einfach die Kraft, dich ihnen noch zuzuwenden.