29/11/2024
Wichtiger Hinweis für alle, die hormonhaltige Sprays oder Salben verwenden.
Bei Katzen kommt zudem noch ihre Empfindlichkeit auf viele ätherische Öle hinzu. Das bedeutet, da darf man auch Vorsicht walten lassen, wenn man beispielsweise Schmerz- oder Erkältungssalben verwendet.
Danke liebe Tierheilpraktikerin Annette Dragun für den Gedankenanstoß!
Diese Woche: Kuscheln mit Nebenwirkungen
Dass viele Human-Arzneimittel für Haustiere giftig sind, kann nicht oft genug betont werden. Was aber, wenn es dir gar nicht bewusst ist, dass dein Hund oder deine Katze durch dein Medikament gefährdet wird?
Etwa wenn transdermale Sprays oder Salben auf die Haut aufgetragen werden und dann durch engen körperlichen Kontakt das Tier kontaminieren. Möglich ist dies bei der Anwendung von estradiolhaltigen Sprays zur Verringerung von Wechseljahr-Beschwerden oder bei Testosteron-Salben. Durch häufigen direkten Hautkontakt kommt es bei Tieren zu Symptomen wie hormonell bedingtem Haarausfall, Brunstverhalten trotz Kastration, Zitzenhypertrophie oder Feminisierung des männlichen Tieres. Der Bundesverband für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schildert sogar einen Fall, bei dem Welpen schon mit entsprechenden Auffälligkeiten zur Welt kamen, nachdem die Halterin, die täglich ein Hormonspray auf den Unterarm auftrug, viel mit der werdenden Hundemama gekuschelt hatte. Bei Katzen besteht eine zusätzliche Gefahr aufgrund ihres intensiven Putzverhaltens.
Wenn Hunde und Katzen einen Hyperöstrogenismus oder andere Auffälligkeiten zeigen, die auf eine Störung des Sexualhormonhaushaltes hinweisen, sollte immer auch an diese Möglichkeit gedacht werden. Gut zu wissen: Wird der Körperkontakt vermindert oder das Hormonpräparat vom Menschen auf andere Weise eingekommen (etwa als Tablette oral), geht die Symptomatik zurück.
Übrigens können derartige Sprays oder Salben in ähnlicher Weise Kinder gefährden. Ein Warnhinweis im Beipackzettel findet sich leider nicht in allen Produkten.
Ich wünsche euch ein kuscheliges Wochenende!