14/06/2023
Als Hunter Reynolds Anfang der 1990er Jahre nach Berlin kam, war die Stadt wie er selbst im Aufbruch. Seine Performances sollten das Schweigen um und brechen und einen Gegenentwurf zu den menschenfeindlichen Stigmatisierungen schwuler Männer schaffen. Über die Jahrzehnte wurden Reynolds Arbeiten zu Ikonen der queeren Kunst und des Aids-Aktivismus: Er trat als lebendes Monument auf, trug Bart, Make-up, Perlenohrringe, das Brusthaar kräuselt sich über dem Saum eines schwarzen Ballkleids mit den Namen von 25.000 Menschen, die an Aids verstorben sind.
➡ Zum ersten Todestag des Künstlers und Aktivisten Hunter Reynolds erinnert Ulmann Hakert an einen Freund und Wegbegleiter: https://magazin.hiv/magazin/hunter-reynolds-ein-seltsames-gebraeu-aus-stigmatisierung-und-verleumdung/