25/08/2026
Niere trifft Hormone: Was hat Progesteron damit zu tun?
Geschwollene Augen am Morgen?
Ringe sitzen plötzlich enger?
Die Brust spannt?
Du fühlst dich aufgeschwemmt, obwohl dein Gewicht kaum verändert ist?
Solche Beschwerden können viele Ursachen haben. Eine davon kann im Zusammenspiel von Hormonen und Flüssigkeitshaushalt liegen.
Und hier wird Progesteron interessant.
Was passiert, wenn Progesteron sinkt?
Progesteron ist nicht nur ein Zyklushormon. Es kann auch beeinflussen, wie stark das Hormon Aldosteron an der Niere wirkt.
Aldosteron gibt der Niere vereinfacht gesagt das Signal:
Halte Natrium im Körper zurück.
Und wo Natrium zurückgehalten wird, folgt Wasser.
Progesteron kann diese Aldosteronwirkung teilweise bremsen. Sinkt Progesteron, wie es beispielsweise in der zweiten Zyklushälfte oder zunehmend in der Perimenopause vorkommen kann, fällt ein Teil dieses Gegenspielers weg.
Das kann sich unter anderem bemerkbar machen durch:
* ein aufgeschwemmtes Gefühl
* Wassereinlagerungen
* geschwollene Finger oder engere Ringe
* geschwollene Augenlider am Morgen
* Brustspannen
* Gewichtsschwankungen durch Flüssigkeit
* stärkere Beschwerden vor der Menstruation
Aber wichtig: Diese Symptome beweisen keinen Progesteronmangel. Wassereinlagerungen können zahlreiche andere Ursachen haben und sollten bei neuen oder ausgeprägten Beschwerden abgeklärt werden.
Genau deshalb betrachte ich Hormone nicht isoliert.
Denn Progesteron, Aldosteron und Niere gehören zu einem Regulationssystem, das unseren Salz- und Wasserhaushalt mitbestimmt.
Niere trifft Hormone.
Als Nächstes schauen wir uns an, was Estradiol mit deiner Niere zu tun hat.
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