Stabil im Leben - Gabriele Brunner-Huber in Körper, Psyche und Geist

Stabil im Leben - Gabriele Brunner-Huber in Körper, Psyche und Geist Auch im Körper gibt es eine natürliche (heilige) Ordnung. Der innere Halt (physisch und psychisch) Termine nach Vereinbarung

11/07/2026

Ein Gespräch – und der Beleg für das, was ich seit fast 40 Jahren sehe

Du hast schon vieles ausprobiert – Therapie, Bücher, eigene Arbeit an dir. Und trotzdem bleibt manchmal dieses Gefühl: innerlich nicht wirklich anzukommen.

Diese Woche kommen für mich zwei Dinge zusammen, die genau das erklären.
Ich habe mit Kora Klapp gesprochen, die aus der Psyche-Perspektive auf Gesundheit blickt.
Ein Beispiel aus dem Gespräch: eine alte Prägung an ihrem eigenen Knöchel – und wie sich daraus über Jahre ein Ungleichgewicht entwickelt hat, das weit über das Gelenk hinausreicht. Wir zeigen, wie das, was der Körper trägt, direkt mit der Psyche zusammenhängt.
Das ganze Gespräch: https://youtu.be/8qAF5IJ_zIc

Parallel dazu ist mein Fachbeitrag „Körperhaltung neu verstehen“ erschienen – fast 40 Jahre Praxis, jetzt zum ersten Mal schriftlich zusammengefasst.
Die Kernaussage: Stabilität entsteht nicht durch Anspannung, sondern durch Statik – durch eine geordnete Struktur, in der jeder Knochen seinen Platz findet.
Zum Beitrag: https://www.stabil-im-leben.de/wissenschaftlicher-hintergrund/

Stell dir deine Wirbelsäule als eine Abfolge sauber behauener Bausteine vor – jeder mit einer ebenen Fläche oben und unt...
11/07/2026

Stell dir deine Wirbelsäule als eine Abfolge sauber behauener Bausteine vor – jeder mit einer ebenen Fläche oben und unten, exakt aufeinandergestellt.

Am untersten Ende dieser Kette steht das Kreuzbein. Es ist die Plattform, auf der alles andere ruht.

Nur wenn diese Plattform waagerecht steht, können die Bausteine darüber wirklich tragen – ohne Kraftaufwand, ohne ständige Muskelarbeit.

Kippt die Plattform, kippt alles, was darauf steht. Und dein Körper beginnt, das mit Spannung auszugleichen.

Diese Spannung spürst du als Kreuzweh.

Aber die eigentliche Frage lautet nicht: „Wie bekomme ich die Spannung weg?“ Sondern: „Warum steht meine Plattform schief?“

Genau dieser Frage gehe ich nächste Woche mit dir nach.

💬 Hast du das Gefühl, dass dein unterer Rücken eher trägt – oder eher hält?

„Verschleiß“ ist oft keine Erklärung – sondern eine Vertröstung.Eine Patientin hat mir kürzlich erzählt: „Der Arzt hat g...
08/07/2026

„Verschleiß“ ist oft keine Erklärung – sondern eine Vertröstung.

Eine Patientin hat mir kürzlich erzählt: „Der Arzt hat gesagt, meine Bandscheiben sind einfach so – damit muss ich leben.“

Sie trägt diesen Satz seit Jahren mit sich. Wie ein Urteil.

Ich erlebe das oft: Eine Diagnose wird zur Geschichte, die man sich selbst über den eigenen Körper erzählt. Und diese Geschichte kann genauso belasten wie der Schmerz selbst.

Dabei zeigt die Praxis etwas anderes: Ein Körper, dem man zeigt, was er trägt, kann sich neu ausrichten – unabhängig vom Alter, unabhängig vom Befund.

Verschleiß erklärt, was auf dem Röntgenbild zu sehen ist. Er erklärt nicht, warum du genau jetzt, an genau dieser Stelle, Schmerzen spürst.

Das ist der Unterschied, an dem meine Arbeit ansetzt.

💬 Trägst du auch eine Diagnose mit dir, von der du glaubst, du müsstest dich damit abfinden?

„Mein Kreuz macht nicht mehr mit.“ Diesen Satz höre ich seit fast 40 Jahren in meiner Praxis – in unzähligen Varianten.M...
07/07/2026

„Mein Kreuz macht nicht mehr mit.“
Diesen Satz höre ich seit fast 40 Jahren in meiner Praxis – in unzähligen Varianten.
Meistens folgt eine Erklärung: Verschleiß. Die Bandscheibe. Das Alter. Zu langes Sitzen.
Diese Erklärungen sind nicht falsch. Aber sie beantworten nicht die eigentliche Frage.

Kreuzweh beginnt selten dort, wo es wehtut. Es beginnt dort, wo dein Körper aufhört, dich wirklich zu tragen.

Ganz konkret: Dein Kreuzbein ist die Plattform, auf der deine gesamte Wirbelsäule steht. Steht diese Plattform schief, trägt nichts mehr richtig – Wirbel für Wirbel.

In den nächsten drei Wochen zeige ich dir, was hinter Kreuzweh wirklich steckt – und warum die üblichen Antworten zu kurz greifen.

💬 Was hast du bisher über die Ursache deines Kreuzwehs gehört?

Jetzt beende ich dieses Programm.Es gibt einen Satz, der alles verändern kann.Nicht weil er dramatisch klingt. Sondern w...
02/07/2026

Jetzt beende ich dieses Programm.

Es gibt einen Satz, der alles verändern kann.

Nicht weil er dramatisch klingt. Sondern weil er wahr ist – und weil er ausgesprochen werden muss:

„Ja. Ich war eine Überlastung für andere. Ich habe es lange genug erlebt und getragen. Und jetzt beende ich dieses Programm.“

Kein Leugnen. Kein Kleinreden. Kein Entschuldigen.

Nur Anerkennung – und die Entscheidung, dass das, was in der Kindheit gelernt wurde, nicht für immer gelten muss.

Was folgt, ist kein Kraftakt. Kein Beweis, dass man es verdient.

Wir machen eine passive Behandlung – an Kopf und Füßen. Sie muss nichts tun. Sie darf einfach liegen. Darf umsorgt sein. Darf empfangen, ohne zu geben.

Und während ich arbeite, schläft sie ein. Nicht aus Erschöpfung. Sondern in ihren Verwandlungsprozess hinein.

Der Körper erledigt den Rest, wenn man ihm erlaubt, es zu tun.

Wenn das Programm – ich muss leisten, um Dasein zu rechtfertigen – auch nur für diese eine Stunde ausgeschaltet ist.

💬 Komm in die Kommentare: Was müsste sich bei dir verändern, damit Ruhe sich erlaubt anfühlt?

Im Gespräch mit meiner Patientin kommt sehr schnell etwas heraus.Sie ist die Dritte von vier Kindern. Acht Jahre Abstand...
01/07/2026

Im Gespräch mit meiner Patientin kommt sehr schnell etwas heraus.

Sie ist die Dritte von vier Kindern. Acht Jahre Abstand zur älteren Schwester, zehn Jahre zum jüngeren Bruder. Die Mutter hatte keine Zeit. Also hat die ältere Schwester sich um sie gekümmert.

Ich höre ihr zu. Und ich spüre dabei sehr deutlich, was sie selbst nicht in Worte fasst:

Sie empfindet sich als Überlastung. Als den Grund dafür, dass andere zu viel tragen mussten.

Als ich das ausspreche – klar und ohne Umschweife – kommen die Tränen. Schluchzend. Sofort.

Das ist nicht dramatisch. Das ist Erkenntnis, die endlich Raum bekommt.

Denn dieser Glaube – Ich bin eine Last – bleibt nicht im Kopf. Er setzt sich in den Körper. Er entscheidet, ob jemand das Recht hat, getragen zu werden. Oder ob man lieber immer selbst trägt, immer leistet, immer tut – damit die vermeintliche Schuld des Daseins erträglicher wird.

Bis der Körper zeigt: So geht das nicht mehr weiter. Nicht über Vorwürfe. Sondern über Schmerz.

👉 Kennst du dieses Muster – erst leisten, dann erst existieren dürfen?

Sie hatte den Schmerz überwunden. Dann kam der nächste.Eine Patientin kommt immer wieder zu mir.Gemeinsam haben wir viel...
30/06/2026

Sie hatte den Schmerz überwunden. Dann kam der nächste.
Eine Patientin kommt immer wieder zu mir.

Gemeinsam haben wir viel erreicht. Über ein tiefes Verständnis des eigenen Körpers und eine sehr feine Koordinationsführung konnte sie einen schmerzhaften Fersensporn auflösen. Der Schmerz war weg. Die Bewegung freier.

Und dann – entwickelt sich etwas Neues.

Ein intensiver Schmerz an der Vorderseite und der Seite des Sprunggelenks. Kaum auszuhalten. Sie sitzt mir gegenüber, Tränen in den Augen.

Ich kenne dieses Muster. Und ich weiß: Es ist kein Rückschritt. Es ist eine Einladung.

Der Körper ist kein Gegner. Er ist ein Zeuge. Er zeigt uns Schicht für Schicht, was noch auf Antwort wartet.

Wenn nach einer gelungenen Behandlung etwas Neues entsteht, bedeutet das meistens eines: Wir haben eine Ebene erreicht. Jetzt wartet die nächste.

Was diese nächste Ebene bei ihr war – erzähle ich im nächsten Posting.

👉 Hast du das auch erlebt – dass ein Schmerz verschwunden ist und sich kurz darauf woanders etwas gemeldet hat?

Ich heile meine VergangenheitDen Anker für den Alltag, den ich meiner Patientin mitgegeben habe, ist denkbar einfach.Jed...
25/06/2026

Ich heile meine Vergangenheit

Den Anker für den Alltag, den ich meiner Patientin mitgegeben habe, ist denkbar einfach.

Jedes Mal, wenn sie diesen Schritt macht – das bewusste Draufstellen auf ein Bein, das innerliche Sicherheben –, sagt sie sich einen Satz:

„Ich heile meine Vergangenheit.“

Nicht: „Ich verarbeite mein Trauma.“ Keine schwere Last, kein langer Weg.

Nur dieser eine Satz. Im Moment der Bewegung. Im Moment, in dem der Körper weiß, wie Aufrichten geht.

Denn darum geht es in meiner Arbeit: Nicht um das Analysieren alter Geschichten. Keine Psychotherapie. Sondern um das Freigeben von dem, was der Körper aus der Vergangenheit mitgeschleppt hat – im Hier und Jetzt. Es ist nicht mehr wichtig, es geht nach vorne.

Der Körper weiß, wie Freiheit sich anfühlt. Er hat es nur überlagert. Oder er hat gelernt, sie nicht zu zeigen.

Meine Aufgabe ist es, ihm zu zeigen, dass es erlaubt ist.

💬 Welchen Satz würdest du dir geben – wenn dein Körper sich aufrichtet?

Ihr Körper wusste es. Bevor sie es wusste.Ich möchte dir von einer Patientin erzählen.Sie ist die Jüngere von zwei Gesch...
24/06/2026

Ihr Körper wusste es. Bevor sie es wusste.

Ich möchte dir von einer Patientin erzählen.

Sie ist die Jüngere von zwei Geschwistern. Als Kind war sie immer die Kleine – nicht nur im übertragenen Sinne, auch körperlich. Die Kleine, die sich nach oben reckt, aber selten wirklich ankommt.

In der Behandlung machen wir eine einfache Bewegung: Sie machte einen Schritt in Zeitlupe, verankert mit der Ferse – Standbeinphase. Und dann erhebt sich der ganze Mensch. Die Wirbelsäule streckt sich, der Brustkorb öffnet sich, sie als Ganzes wächst in die Höhe.

Beim ersten Mal klappt es gut. Sie spürt es deutlich: „Ich stelle mich präzise auf das eine Bein, und dadurch erhebt sich mein ganzer Körper.“

Dann sprechen wir ganz locker über die Familien- und Geschwisterrolle.

Und dann passiert etwas: Sie versucht die Bewegung erneut – und sie gelingt nicht mehr. Das Aufrichten ist weg. Der Körper zieht sich zurück, genau dort, wo er gerade noch offen war.

Ich gehe nicht in die Psychotherapie. Ich benenne nur, was der Körper mir zeigt, und verknüpfe es lächelnd mit unserem Gespräch – dass wohl gerade dieses Klein-Sein seinen Ausdruck gibt. Sofort kommen Tränen. Keine Erklärung. Kein Erlebnis, das sie benennen könnte. Nur Tränen.

Das ist kein Zufall. Das ist der Körper, der zeigt, was er aufgesogen hat. Ohne Diagnose. Ohne Analyse. Nur durch Zuhören bei unserem Gespräch.

👉 Kennst du dieses Gefühl – dass dein Körper etwas trägt, was der Verstand noch nicht in Worte fassen kann?

Bleib dran, dann erfährst du, wie es weiterging.

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Lärchenfeld 8
Palling
83349

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