Zahngeflüster by Lina & Jasmin

Zahngeflüster by Lina & Jasmin Lina - Zahnärztin & Jasmin - Dentalhygienikerin � Aus der Praxis, für die Praxis.

26/08/2026

Man kann seinen Beruf lieben. Und trotzdem kann er einen manchmal verdammt viel Kraft kosten. ❤️‍🩹

Nach unserem letzten Reel zum Thema Burnout kam mehrfach sinngemäß der Kommentar:
„Dann hast du wohl den falschen Beruf gewählt.“

Und genau dieser Satz ist hängen geblieben.

Denn warum setzen wir „Ich liebe meinen Beruf“ eigentlich mit „Ich muss alles aushalten“ gleich?

Ich liebe meinen Beruf. Ich liebe die Arbeit mit meinen Patienten, die Zahnmedizin, die Herausforderungen und genau die Momente, in denen man merkt: Heute konnte ich wirklich etwas bewirken.

Aber ich kenne auch die andere Seite.

Den Lärm, der den ganzen Tag auf einen einprasselt.
Den Zeitdruck, weil der nächste Patient schon wartet.
Den Umsatzdruck, der manchmal mehr Raum bekommt, als er sollte.
Und diesen Kopf, der nach Feierabend nicht einfach aufhört zu arbeiten.

Weil da dieser eine Patient war, über den man noch nachdenkt.
Dieser Befund, der einen beschäftigt.
Die Frage, ob man noch etwas hätte anders oder besser machen können.

Und natürlich betrifft das nicht nur die Zahnmedizin. In unglaublich vielen Berufen gibt es Belastungen, die Außenstehende kaum sehen – körperlich und mental. Und auch dort bedeutet es nicht automatisch, den falschen Beruf gewählt zu haben, wenn einen diese Belastungen irgendwann einholen.

Vielleicht sollten wir endlich aufhören, Menschen mangelnde Belastbarkeit vorzuwerfen, nur weil sie darüber sprechen.

Einen Beruf zu lieben bedeutet nicht, dass er einen nicht belasten darf.

Und vielleicht ist es sogar genau andersherum:
Manchmal nimmt man so viel mit nach Hause, weil einem der eigene Beruf und die Menschen, für die man ihn macht, eben nicht egal sind. ❤️

Wie seht ihr das? Kann man seinen Beruf lieben und trotzdem manchmal an seinen Arbeitsbedingungen verzweifeln?

25/08/2026

Ich habe auf der Suche nach kleinen Goodies für das Goodie-Bag für unser Meet & Learn im November nach Sachen gesucht, die ich selber gerne mal probieren will – und bin dabei auf die ungesüßten Tees von OCHA OCHA gekommen.

Das Gute daran: ohne Zucker, ohne Zuckerersatzstoffe. Also wirklich einfach reiner kalter Aufguss von Tee. Es gibt verschiedene Sorten, ich probiere jetzt den grünen Tee.

Mein Fazit für Leute, die gerne Tee trinken: Das ist einfach super komfortabel. Mir geht’s oft so, dass ich mir Teewasser koche und es dann wieder vergesse, den Teebeutel zu lange drin lasse oder den Tee einfach zu lange stehen lasse – oder, oder, oder. Bin gespannt wie es die Teilnehmerinnen finden, so als Alternative wenn man keine Lust hat auf Wasser.

Unbezahlte Werbung.

22/08/2026

„Ich war doch jedes Jahr bei der PZR – wie kann ich jetzt trotzdem eine Parodontitis haben?“

Eine Frage, die wir in der Praxis gar nicht so selten hören.

Und genauso schnell entsteht manchmal der Gedanke: dann wurde beim Vorbehandler wohl nicht gründlich genug gearbeitet.

Aber genau das greift zu kurz.

Bei einer bestehenden Parodontitis spielt nicht nur eine Rolle, wie gründlich eine einzelne Behandlung durchgeführt wurde, sondern auch, was zwischen den Terminen passiert.

Der subgingivale Biofilm kann sich nach einer professionellen Reinigung wieder neu organisieren. Wie schnell und in welchem Ausmaß das passiert, ist individuell und hängt unter anderem von der Erkrankungsaktivität, der häuslichen Mundhygiene, Sondierungstiefen und weiteren Risikofaktoren ab.

Genau deshalb kann ein pauschales „einmal im Jahr reicht“ bei Patienten mit Parodontitis problematisch sein.

Nach abgeschlossener aktiver Parodontitistherapie braucht es eine strukturierte UPT mit einem individuellen, risikoorientierten Intervall – und eben nicht einfach nur einen jährlich wiederkehrenden PZR-Termin.

Und wenn Patienten neu zu uns kommen, sollten wir deshalb auch vorsichtig damit sein, die bisherige Behandlung zu bewerten. Wir wissen häufig nicht, wie die Ausgangssituation war, welche Empfehlungen ausgesprochen wurden oder warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden.

Viel sinnvoller ist es, den Patienten zu erklären, warum wir das Intervall jetzt möglicherweise verändern und was wir gemeinsam tun können, um die parodontale Situation langfristig stabil zu halten.

20/08/2026

Logopädieplätze sind rar - eine Möglichkeit die Muskulatur zu Hause zu trainieren. Markennennung, selbst bezahlt.

06/08/2026

9.999 Follower – danke!

Wir möchten uns herzlich für euer Vertrauen und euren Support bedanken.

Und weil wir das mit euch feiern möchten, haben wir gemeinsam mit ADS etwas Besonderes für euch organisiert.

Zu gewinnen gibt es:

* 2 Scaler
* 2 Küretten
* 1 Tastsonde
* 1 Tray, damit alles schön sortiert ist

Der Gesamtwert liegt bei über 500 €.

So könnt ihr teilnehmen:

* Folgt
* Folgt .gefluester
* Kommentiert unter diesem Beitrag, warum ihr dieses Set ausprobieren möchtet.

Damit landet ihr automatisch im Lostopf.

Die Verlosung findet am 16. September statt.

Teilnahmebedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren. Keine Barauszahlung des Gewinns. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird weder von Instagram gesponsert, unterstützt noch organisiert.

Viel Erfolg!


Vielen Dank .de, dass wir die Räumlichkeiten nutzen durften🥰

06/08/2026

Viele Patienten erzählen in der Praxis: „Ich war doch jedes Jahr zur PZR. Wie kann ich jetzt Parodontitis haben?“

Und leider kommt dann schnell die nächste Aussage:
„Dann hat der Vorbehandler wohl schlechte Arbeit geleistet.“

Genau diese Schlussfolgerung halte ich für problematisch.

Parodontitis ist eine chronische, biofilmassoziierte Erkrankung. Eine professionelle Zahnreinigung ist ein wichtiger Baustein – sie ist aber nicht automatisch mit einer unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) gleichzusetzen.

Gerade nach einer Parodontitisbehandlung können sich parodontale Keime im Laufe der Zeit wieder ansiedeln (Rekolonisation). Wie schnell das geschieht, hängt von vielen Faktoren ab: individuellem Risiko, Mundhygiene, Rauchen, Diabetes, genetischer Veranlagung, dem Schweregrad der Erkrankung und eben auch vom gewählten Nachsorgeintervall.

Deshalb reicht bei vielen PA-Patienten eine PZR pro Jahr nicht aus, um die Erkrankung langfristig stabil zu halten. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jemand zuvor schlecht behandelt wurde.

Ich finde, wir sollten als Fachpersonal vorsichtig damit sein, Kollegen vorschnell zu verurteilen. Viel wichtiger ist es, unseren Patienten verständlich zu erklären, warum eine engmaschige Nachsorge notwendig ist und weshalb das Intervall einen so großen Unterschied machen kann.

Mich würde eure Meinung interessieren:
Wie erklärt ihr euren Patienten den Unterschied zwischen einer klassischen PZR und einer UPT, ohne den Vorbehandler schlechtzureden?

06/08/2026

Über Burnout wird in der Zahnmedizin noch immer viel zu wenig gesprochen.

Dabei arbeiten wir in einem Beruf, der körperlich, mental und emotional jeden Tag Höchstleistungen verlangt. Präzision, Verantwortung, Zeitdruck, Reizüberflutung, Perfektionismus und der Anspruch, jedem einzelnen Patienten gerecht zu werden – all das gehört für viele von uns zum Alltag.

Und in den letzten Jahren sind weitere Belastungen hinzugekommen: zunehmender wirtschaftlicher und politischer Druck auf Zahnarztpraxen und das gesamte Gesundheitswesen, immer mehr Bürokratie, steigende Kosten, Fachkräftemangel und gleichzeitig der Anspruch, eine hochwertige Versorgung aufrechtzuerhalten.

Auch die Erwartungen vieler Patientinnen und Patienten sind gestiegen. Viele kommen mit verständlicherweise hohen Ansprüchen, großem Informationsbedarf oder Frustration in die Praxis. Das macht unseren Beruf nicht schlechter – aber oft anspruchsvoller.

Auch ich war vor einigen Jahren an einem Punkt, an dem ich gemerkt habe: so kann es nicht weitergehen.

Nicht, weil ich meinen Beruf nicht liebe. Ganz im Gegenteil. Ich liebe meine Arbeit bis heute und kann mir nichts besseres vorstellen.

Aber manchmal werden die Rahmenbedingungen so belastend, dass sie selbst Menschen an ihre Grenzen bringen, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben.

Mit diesem Reel möchte ich deshalb ein Thema ansprechen, das uns alle betreffen kann – unabhängig davon, ob wir Zahnärztin oder Zahnarzt, DH, ZMP, ZFA oder Teil eines anderen Teams in der Zahnmedizin sind.

Gerade Zahnärztinnen und Zahnärzte gehören in Studien immer wieder zu Berufsgruppen, bei denen psychische Belastungen, Burnout-Symptome und Depressionen häufig untersucht und beschrieben werden. Burnout ist eine komplexe Erkrankung mit vielen möglichen Ursachen und lässt sich niemals auf einen einzelnen Auslöser reduzieren.

Ich wünsche mir, dass wir in der Zahnmedizin genauso selbstverständlich über unsere eigene Gesundheit sprechen wie über die Gesundheit unserer Patienten.

Mich interessiert eure Meinung:

Welche Faktoren belasten euch im Praxisalltag am meisten?

02/08/2026

Karies gehört zu den häufigsten Erkrankungen weltweit – und trotzdem gibt es viele Missverständnisse darüber, wie sie eigentlich entsteht.

Karies ist keine Fluoridmangelerkrankung.

Fluorid gehört zu den am besten untersuchten Maßnahmen zur Kariesprävention. Es unterstützt die Remineralisation und macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegenüber Säureangriffen.

Die eigentliche Entstehung von Karies ist jedoch deutlich komplexer. Sie ist multifaktoriell. Eine Rolle spielen unter anderem:
• der bakterielle Biofilm
• die Häufigkeit von Zucker- und Kohlenhydrataufnahmen
• die Dauer der Säureeinwirkung
• die Speichelmenge und -qualität
• die individuelle Mundhygiene
• weitere persönliche Risikofaktoren

Deshalb greift es zu kurz, Karies allein auf Fluorid zu reduzieren. Erfolgreiche Kariesprävention besteht immer aus mehreren Bausteinen – und Fluorid ist einer davon.

Schauen wir uns heute mal Schmelzperlen im Röngten an.           Schon mal im Röntgen gesehen?
02/08/2026

Schauen wir uns heute mal Schmelzperlen im Röngten an.
Schon mal im Röntgen gesehen?

30/07/2026

Ein kleiner Fingerpieks – und plötzlich wird’s juristisch spannend.

Vitamin-D-Tests gehören für mich zu einer modernen Zahnmedizin. Gerade bei Parodontitis, Implantattherapie oder Auffälligkeiten im Knochenstoffwechsel können sie eine sinnvolle Ergänzung der Diagnostik sein.

Wir behandeln auf zahnärztliche Delegation täglich parodontale Taschen mit 5,6 oder sogar 8mm Sondierungstiefe. Wir arbeiten subgingival, entfernen Biofilm und Konkremente – und trotzdem sorgt ausgerechnet ein kleiner Fingerpieks häufig für mehr Unsicherheit als die eigentliche Parodontaltherapie.

Der Grund: juristisch gilt jede medizinische Maßnahme, die in die körperliche Unversehrtheit eingreift, zunächst einmal als Körperverletzung. Das bedeutet aber nicht, dass sie verboten ist. Genau deshalb sind die rechtlichen Rahmenbedingungen so wichtig.

Deshalb haben wir in unserer Praxis ein ausführliches Aufklärungs- und Einwilligungsformular eingeführt. Darin werden der Zweck des Tests, mögliche Risiken der Kapillarblutentnahme, die Kosten und die Einwilligung zur Durchführung durch das Praxispersonal dokumentiert.

Es geht nicht darum, ob Vitamin-D-Tests sinnvoll sind – das sind sie aus meiner Sicht durchaus. Es geht darum, sie fachlich und rechtlich sauber umzusetzen.

Mich würde interessieren, wie ihr das in euren Praxen handhabt. Gibt es bei euch feste Abläufe oder arbeitet ihr bereits mit einem schriftlichen Aufklärungs- und Einwilligungsformular?

Adresse

Pfaffenhofen An Der Ilm
85276

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