16/08/2026
Gestern saß ich im MJ – Michael Jackson Musical.
Ich habe die Musik gehört, die Energie gespürt, die Show genossen.
Und dann war da dieser eine Gedanke, der mich nicht mehr losgelassen hat:
Lebe für deine Träume.
Kämpfe für deine Träume.
Gib nicht auf.
Vielleicht hat mich das so berührt, weil genau das ein großer Teil meiner eigenen Arbeit ist.
Ich arbeite mit Hypnose und Mentaltraining. Ich begleite Menschen dabei, innere Grenzen zu hinterfragen, Blockaden zu lösen und wieder an das zu glauben, was in ihnen vielleicht schon sehr lange darauf wartet, gelebt zu werden.
Und trotzdem habe ich mich gestern selbst gefragt:
Warum hören wir eigentlich auf zu träumen?
Wann passiert dieser Moment?
Als Kinder wussten wir oft ganz genau, was wir wollten.
Wir hatten Träume, ohne vorher zu prüfen, ob sie realistisch, vernünftig oder gesellschaftlich akzeptiert sind.
Und irgendwann werden wir erwachsen.
Und aus „Ich will!“ wird:
„Das geht jetzt nicht.“
„Ich muss erst noch …“
„Vielleicht irgendwann.“
„Dafür bin ich zu alt.“
„Was sollen die anderen denken?“
„Ich kann doch nicht einfach …“
Und irgendwann nennen wir das Vernunft.
Aber vielleicht ist es manchmal auch einfach Angst.
Angst zu scheitern.
Angst vor Veränderung.
Angst davor, andere zu enttäuschen.
Vielleicht sogar Angst davor, herauszufinden, wie groß das eigene Leben werden könnte.
Also funktionieren wir.
Tag für Tag.
Wir erfüllen Erwartungen. Wir tragen Verantwortung. Wir kümmern uns. Wir leisten. Wir halten durch.
Und unser Traum?
Der bekommt den Platz ganz hinten.
Wenn irgendwann mehr Zeit ist.
Wenn die Kinder größer sind.
Wenn genug Geld da ist.
Wenn es besser passt.
Wenn wir mutiger sind.
Aber was, wenn dieses „Irgendwann“ niemals kommt?
Diese Frage trifft mich.
Denn ich glaube, dass viele Menschen nicht daran scheitern, dass sie keine Träume haben.
Sie haben nur irgendwann gelernt, sie nicht mehr zu hören.
Genau deshalb bedeutet meine Arbeit für mich so viel.
Ich möchte Menschen nicht sagen, welchen Weg sie gehen sollen.
Ich möchte sie dabei begleiten, wieder zu spüren, welcher Weg ihrer ist.
Die eigenen Gedanken zu hinterfragen.
Alte Überzeugungen loszulassen.
Sich selbst wieder etwas zuzutrauen.
Und für das zu kämpfen, was tief im Inneren längst ruft:
Das ist mein Leben.
Und ich will es nicht nur funktionieren.
Ich will es leben.
Vielleicht brauchst du keinen neuen Traum.
Vielleicht musst du dich nur wieder an den erinnern, den du irgendwann leise zur Seite geschoben hast.
Also frag dich heute einmal, ohne sofort an Vernunft, Geld, Alter, Verpflichtungen oder die Meinung anderer zu denken:
Wenn du keine Angst hättest zu scheitern, welchen Traum würdest du dir erlauben?
Und dann kommt die unbequemere Frage:
Was hält dich wirklich davon ab?
Vielleicht ist heute nicht der Tag, an dem du deinen Traum erreichst.
Aber vielleicht ist heute der Tag,
an dem du aufhörst, ihn zu verraten.
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