Dr. Finn-Erik Zapf

Dr. Finn-Erik Zapf Herzlich willkommen in unserer Zahnarztpraxis Dr. Zapf mitten in Planegg! Wir nehmen uns .

Unterschätzte Gefahr aus dem MundSepsis durch Infektionen im MundraumDie Sepsis-Stiftung weist auf die unterschätzte Gef...
30/07/2026

Unterschätzte Gefahr aus dem Mund

Sepsis durch Infektionen im Mundraum

Die Sepsis-Stiftung weist auf die unterschätzte Gefahr schwerer Infektionen im Mundraum und Sepsis hin. Sie betont die Bedeutung einer guten Mundgesundheit sowie einfacher Präventionsmaßnahmen.

Zahn- und Zahnfleischinfektionen können sich ausbreiten

Infektionen an einem Zahn oder dem Zahnfleisch können sich auf Kieferknochen, Weichteile des Gesichts oder tiefe Halsregionen ausbreiten. Aufgrund der Nähe zu den Atemwegen, großen Blutgefäßen und dem Gehirn können schwere Infektionen im Mundraum rasch lebensbedrohlich werden und zu Sepsis oder anderen schwerwiegenden Komplikationen führen.

„Wenn unser Körper eine Infektion nicht schnell und wirksam genug begrenzen kann, kann es zu dem lebensbedrohlichen Notfall Sepsis kommen. Es ist für mich immer wieder erschreckend, wie wenig wir als Gesellschaft über Sepsis hören und wissen – obwohl Sepsis zu den häufigsten medizinischen Notfällen und Todesursachen in Deutschland gehört. Gezielte Prävention und das Kennen der Warnzeichen retten Leben.", erklärt Iljana Schmitz, wissenschaftliche Referentin der Sepsis-Stiftung.

Bakterien im Blut nach Zahnbehandlungen – nicht immer harmlos

Bei zahnärztlichen Eingriffen – beispielsweise Zahnextraktionen, Parodontalbehandlungen oder auch professionelle Zahnreinigungen – gelangen häufig Bakterien in den Blutkreislauf. Diese sogenannte Bakteriämie ist in den meisten Fällen harmlos, da das Immunsystem sie meist schnell und ohne Symptome beseitigt. Vor allem bei Menschen mit Herzklappenerkrankungen, geschwächtem Immunsystem, Diabetes mellitus, Tumorerkrankungen oder in höherem Lebensalter besteht dabei allerdings ein erhöhtes Risiko für schwere Infektionen.

Antiseptische Mundspülungen könnten das Risiko reduzieren

Einige Zahnarztpraxen bieten vor den meisten Behandlungen – selbst vor der professionellen Zahnreinigung – prinzipiell eine vorbereitende antiseptische Mundspülung an, meist mit Chlorhexidin. Studien zeigen, dass diese Maßnahme das Auftreten vorübergehender Bakteriämien deutlich reduzieren kann. Darüber hinaus kann auch die Dauer der Bakteriämien verkürzt werden. Einen vollständigen Schutz bietet diese Maßnahme allerdings nicht.

Der beste Schutz bleibt gute Mundgesundheit und Prävention

Die Sepsis-Stiftung betont die Wichtigkeit regelmäßiger zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen, einer konsequenten Mundhygiene sowie der frühzeitigen Behandlung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Diese gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, um schwere Infektionen im Mundraum und Sepsis zu verhindern.

Über Sepsis

Sepsis kann durch Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten verursacht werden. Bei einer Sepsis schädigt der Abwehrkampf des Körpers gegen eine Infektion eigene Organe und Gewebe. Nicht rechtzeitig behandelt, führt Sepsis meist innerhalb kürzester Zeit zu Multiorganversagen und Schock.

27.07.2026 DGA | Quelle: Sepsis Stiftung, Iljana Schmitz (idw)

Ferienzeit mit ZahnspangeSo bleiben Zähne und Behandlung auch im Urlaub auf Kurs!Die Ferienzeit steht vor der Tür und vi...
20/07/2026

Ferienzeit mit Zahnspange

So bleiben Zähne und Behandlung auch im Urlaub auf Kurs!

Die Ferienzeit steht vor der Tür und viele Familien freuen sich auf ihren wohlverdienten Urlaub. Wer eine Zahnspange trägt, sollte bei der Reiseplanung jedoch einige Besonderheiten beachten. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden und die kieferorthopädische Behandlung kann auch während der Ferien erfolgreich fortgesetzt werden.

Gute Vorbereitung sorgt für einen entspannten Urlaub

Ob Strandurlaub, Städtereise oder Abenteuertrip – Patienten mit einer festen Zahnspange oder transparenten Alignern sollten rechtzeitig prüfen, ob alle notwendigen Hilfsmittel im Gepäck sind. Dazu gehören neben Zahnbürste und Zahnseide auch spezielle Interdentalbürsten, Wachs für eventuelle Druckstellen sowie eine Aufbewahrungsbox für herausnehmbare Schienen oder Zahnspangen.

Bei längeren Reisen empfiehlt es sich zudem, einen kleinen Vorrat an den gewohnten Pflegeprodukten mitzunehmen. Nicht überall sind spezielle kieferorthopädische Hilfsmittel (z. B. besonderes Zahnfloss) problemlos erhältlich.

Darüber hinaus sind Gummizüge häufig ein wichtiger Bestandteil bei einer festen Zahnspange. Diese sollten 24/7 getragen werden für eine optimale Bisseinstellung. Also auch diese nicht vergessen mitzunehmen und zu tragen!

Aligner auch im Urlaub konsequent tragen

Gerade in den Ferien ändern sich Tagesabläufe häufig. Ausflüge, Restaurantbesuche oder längere Anreisen können dazu führen, dass Aligner-Schienen seltener getragen werden als vorgesehen. Für den Behandlungserfolg ist jedoch die konsequente Einhaltung der empfohlenen Tragezeit entscheidend.

»Die Sommerferien sind für viele Familien die schönste Zeit des Jahres. Damit die kieferorthopädische Behandlung weiterhin planmäßig verläuft, sollten Aligner auch im Urlaub konsequent getragen und die Mundhygiene nicht vernachlässigt werden. Schon kleine Nachlässigkeiten können den Behandlungserfolg beeinträchtigen und zu Verzögerungen führen«, erklärt Dr. Mustafa Ayubi, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie.

Vorsicht bei harten und klebrigen Lebensmitteln

Im Urlaub werden oft Speisen genossen, die im Alltag seltener auf dem Speiseplan stehen. Patienten mit festsitzenden Zahnspangen sollten dabei besonders auf sehr harte oder klebrige Lebensmittel achten. Harte Nüsse, Eiswürfel, Karamell oder zähe Süßigkeiten können Brackets oder Drähte beschädigen.

Kommt es dennoch zu einem kleinen Defekt, sollte dieser nach der Rückkehr zeitnah kontrolliert werden. Bei stärkeren Beschwerden empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem Kieferorthopäden vor Ort.

Zahnpflege nicht vernachlässigen

Auch im Urlaub gilt: Eine gründliche Mundhygiene bleibt unverzichtbar. Besonders bei festen Zahnspangen können sich Speisereste leichter festsetzen. Regelmäßiges Zähneputzen nach den Mahlzeiten hilft, Karies und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen.

Wer unterwegs ist, profitiert von einem kleinen Reise-Set mit Zahnbürste, Interdentalbürsten und einer Aufbewahrungsmöglichkeit für Aligner oder lose Zahnspangen.

Was tun bei Problemen im Ausland?

Lockere Brackets, gebrochene Drähte oder verlorene Aligner können auch während der Ferien auftreten. In vielen Fällen hilft kieferorthopädisches Wachs zunächst dabei, störende Stellen abzudecken. Bei stärkeren Schmerzen oder größeren Schäden sollte ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde am Urlaubsort aufgesucht werden.

Hilfreich ist es, die Kontaktdaten der betreuenden KFO-Praxis griffbereit zu haben. Oft können bereits telefonisch erste Empfehlungen gegeben werden.

Ferienzeit – Behandlung läuft weiter

Moderne kieferorthopädische Behandlungen lassen sich problemlos mit Reisen und Urlaub vereinbaren. Wer einige einfache Hinweise beachtet und seine Zahnspange beziehungsweise Aligner weiterhin gewissenhaft trägt, kann die Ferien unbeschwert genießen und gleichzeitig den Behandlungserfolg sichern.

»Eine gute Vorbereitung gibt Patienten Sicherheit und sorgt dafür, dass die Behandlung auch während der Ferien ohne Unterbrechung fortgesetzt werden kann. Mit ein wenig Aufmerksamkeit steht einem entspannten Urlaub und einem erfolgreichen Behandlungsergebnis nichts im Wege«, so Dr. Mustafa Ayubi.

Denn auch im Urlaub gilt: Kontinuität ist der Schlüssel zu einem dauerhaft schönen und gesunden Lächeln.

16.07.2026 DGA | Quelle: Kieferorthopädie Dr. Mustafa Ayubi (openPR)

Neuer Selbsttest bringt Struktur in ein oft übersehenes BeschwerdebildViele Menschen leben über Jahre hinweg mit Beschwe...
13/07/2026

Neuer Selbsttest bringt Struktur in ein oft übersehenes Beschwerdebild

Viele Menschen leben über Jahre hinweg mit Beschwerden, die sich kaum eindeutig zuordnen lassen: wiederkehrende Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, ein Ziehen im Kiefer, gelegentliches Knacken beim Öffnen des Mundes oder auch diffuse Symptome wie Ohrgeräusche, Schwindel oder Konzentrationsprobleme. Häufig werden diese Beschwerden isoliert betrachtet – je nach Fachrichtung aus zahnmedizinischer, orthopädischer oder neurologischer Perspektive. Ein übergreifendes Verständnis bleibt dabei oft aus.

Ein neuer Fachartikel auf dem Online-Magazin des M. Schall Verlags widmet sich genau diesem Problem und stellt einen strukturierten Selbsttest zur Verfügung, der Betroffenen helfen soll, mögliche Zusammenhänge im Sinne einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) besser zu erkennen und einzuordnen.

CMD: Ein funktionelles Problem mit vielen Gesichtern

Die craniomandibuläre Dysfunktion beschreibt eine Störung im Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Bisslage. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass CMD weit über den Kieferbereich hinaus wirken kann. Durch die enge Verbindung zu Muskulatur, Nervensystem und Körperhaltung können Beschwerden in unterschiedlichen Regionen auftreten – oft ohne dass der Kiefer als Ursache in Betracht gezogen wird.

Gerade diese Vielschichtigkeit führt dazu, dass CMD häufig übersehen wird. Patienten durchlaufen nicht selten eine Vielzahl von Untersuchungen, ohne dass eine klare Erklärung für ihre Beschwerden gefunden wird. Der Blick auf das Gesamtsystem fehlt in vielen Fällen oder erfolgt erst spät.

Der neue Artikel greift diesen Punkt auf und beschreibt CMD bewusst nicht als isoliertes Zahnproblem, sondern als funktionellen Zusammenhang, der sich aus mehreren Faktoren zusammensetzen kann.

Ein strukturierter Ansatz statt isolierter Betrachtung

Im Zentrum des Beitrags steht die Frage, wie sich ein solches komplexes Beschwerdebild überhaupt sinnvoll erfassen lässt. Statt einzelne Symptome zu bewerten, verfolgt der Artikel einen systemischen Ansatz: Entscheidend ist nicht das einzelne Anzeichen, sondern die Kombination.

Typische Bereiche, die dabei berücksichtigt werden, sind unter anderem:

Beschwerden im Kiefergelenk wie Schmerzen, Knacken oder eingeschränkte Beweglichkeit
Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
wiederkehrende Kopfschmerzen oder Druckgefühle im Kopf
Ohrgeräusche, Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
mögliche Auslöser wie Zahnersatz, Stress oder Fehlhaltungen
Durch diese strukturierte Betrachtung entsteht ein Gesamtbild, das häufig deutlich aussagekräftiger ist als die isolierte Analyse einzelner Symptome.

Interaktiver Selbsttest als zentrales Element

Ein besonderer Bestandteil des Artikels ist ein integrierter Selbsttest mit über 40 Fragen, der Besucher Schritt für Schritt durch typische CMD-Anzeichen und Risikofaktoren führt. Der Test ist bewusst einfach gehalten und basiert auf klaren Ja-/Nein-Entscheidungen, um eine möglichst ehrliche und spontane Einschätzung zu ermöglichen.

Die Fragen sind dabei inhaltlich so aufgebaut, dass verschiedene Beschwerdebereiche abgedeckt werden – von klassischen Kiefersymptomen bis hin zu weniger offensichtlichen Begleiterscheinungen. Obwohl der Test technisch nicht in einzelne Kapitel unterteilt ist, folgt er einer klaren inhaltlichen Struktur, die den Nutzer durch die wichtigsten Themenfelder führt.

Die Auswertung erfolgt direkt im Browser des Nutzers. Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert oder übertragen. Der Test dient ausschließlich der persönlichen Orientierung und ersetzt keine medizinische Diagnose.

Erste Orientierung statt Diagnoseversprechen

Ein zentraler Aspekt des Artikels ist die bewusste Abgrenzung: Der Selbsttest versteht sich nicht als diagnostisches Instrument, sondern als Hilfsmittel zur besseren Einordnung der eigenen Situation.

Viele Betroffene erleben ihre Beschwerden über lange Zeit als unzusammenhängend. Genau hier setzt der Test an: Er hilft dabei, mögliche Muster zu erkennen und Zusammenhänge sichtbar zu machen, die im Alltag oft nicht bewusst wahrgenommen werden.

Diese erste strukturierte Einschätzung kann dazu beitragen, gezielter über weitere Schritte nachzudenken – etwa eine fachliche Abklärung oder eine genauere Betrachtung der eigenen Lebensgewohnheiten.

Wachsende Relevanz funktioneller Zusammenhänge

Das Thema CMD gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit. Hintergrund ist unter anderem die steigende Zahl von Menschen mit chronischen oder funktionellen Beschwerden, bei denen sich keine eindeutige Ursache feststellen lässt.

Gleichzeitig wächst das Verständnis dafür, dass viele dieser Beschwerden nicht isoliert entstehen, sondern das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen im Körper sind. Der Kieferbereich spielt dabei eine besondere Rolle, da er sowohl mechanisch als auch neurologisch eng mit anderen Systemen verbunden ist.

Der Artikel auf dem Online-Magazin des M. Schall Verlags greift diese Entwicklung auf und übersetzt sie in eine verständliche, praxisnahe Form, die sich bewusst an ein breites Publikum richtet.

Verständliche Aufbereitung statt Fachjargon

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der sprachlichen Gestaltung. Der Beitrag verzichtet bewusst auf übermäßigen Fachjargon und medizinische Detailtiefe, ohne dabei an inhaltlicher Präzision zu verlieren.

Ziel ist es, ein komplexes Thema so darzustellen, dass es für Betroffene nachvollziehbar bleibt. Gerade im Bereich funktioneller Beschwerden ist dies ein entscheidender Faktor, da viele Patienten bereits mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert wurden.

Der Artikel bietet hier eine ruhige, strukturierte Orientierung und schafft damit eine Grundlage, auf der sich weiterführende Entscheidungen treffen lassen.

Ergänzung durch weiterführende Inhalte

Neben dem Selbsttest verweist der Beitrag auf weitere Artikel, die sich mit unterschiedlichen Aspekten von CMD befassen – darunter Erfahrungsberichte, Ursachenanalysen und thematische Vertiefungen. Dadurch entsteht ein wachsender Themenkomplex, der sowohl Einsteigern als auch Interessierten mit weitergehendem Informationsbedarf eine kontinuierliche Auseinandersetzung ermöglicht.

Der vollständige Artikel inklusive Selbsttest ist online abrufbar unter:
CMD früh erkennen und Selbsttest: Warum Kiefer, Nacken, Kopf und Ohren oft zusammenhängen

Ein Ansatz mit langfristigem Potenzial

Mit der Kombination aus Fachartikel und interaktivem Selbsttest entsteht ein Ansatz, der über die reine Informationsvermittlung hinausgeht. Nutzer werden aktiv in den Prozess der Einschätzung einbezogen und erhalten die Möglichkeit, ihr eigenes Beschwerdebild strukturiert zu reflektieren.

Gerade in einem Themenfeld, das von Unsicherheit und Uneindeutigkeit geprägt ist, kann dies einen wichtigen Beitrag leisten.

09.07.2026 DGA | Quelle: M. Schall Verlag, Markus Schall (openPR)

Sportmundschutz schützt weit mehr als nur die ZähneEin Ellenbogen im Strafraum. Ein Sturz beim Mountainbiken. Ein Zusamm...
22/06/2026

Sportmundschutz schützt weit mehr als nur die Zähne

Ein Ellenbogen im Strafraum. Ein Sturz beim Mountainbiken. Ein Zusammenprall beim Basketball.

Was viele unterschätzen: Rund ein Drittel aller Verletzungen im Mund- und Gesichtsbereich passiert beim Sport. Betroffen sind nicht nur Profis. Gerade Kinder und Freizeitsportler riskieren Zahnfrakturen und Kieferverletzungen mit teils langfristigen Schäden.

Der Helm ist Standard. Der Schienbeinschoner selbstverständlich. Der Mundschutz dagegen erstaunlich selten. Dabei steht mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 schon das nächste globale Sportereignis bevor. Vielleicht sehen wir dort deutlich mehr Spieler mit Sportmundschutz als noch vor wenigen Jahren. Cristiano Ronaldo sorgte bereits 2010 für Schlagzeilen, als er mit Mundschutz auflief. Damals wurde diskutiert, ob die Schiene nicht nur schützt, sondern sogar die Leistung verbessert.

Hier beginnt die moderne Sportzahnmedizin

Heute geht es längst nicht mehr nur um Schutz. Das junge Fachgebiet verbindet Prävention, Performance und Protection. Es untersucht, wie Biss, Kiefergelenke und Muskulatur mit Haltung, Kraft und Belastbarkeit zusammenspielen. „Immer mehr Profisportler setzen auf Zahnschienen, um Dysbalancen auszugleichen und dadurch Leistungssteigerungen zu erreichen“, so Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. Auch Freizeitsportler profitieren vom Mundschutz.

Mund auf. Schutz rein

Ein professionell gefertigter Mundschutz kann Stöße abfedern, Zähne und Kiefer stabilisieren und sogar das Risiko für Gehirnerschütterungen senken, so die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Zugleich schützt er Lippen, Zunge und Weichteile. Wichtig ist: Er darf weder die Atmung noch die Kommunikation beeinträchtigen. Entscheidend ist die Passform. Standardlösungen aus dem Sportgeschäft verrutschen oft. Sie stören beim Atmen oder Sprechen und landen deshalb schnell wieder in der Tasche statt im Mund.

Den Unterschied macht das Dentallabor

Individuell gefertigte Sportmundschutze aus dem Dentallabor spielen in einer anderen Liga. Sie passen sich exakt an die Zahnstellung an, sitzen stabil und schützen deutlich besser. Moderne Fertigung läuft heute oft digital per 3D-Scan. Das ist präzise und komfortabel. Solche Lösungen eignen sich auch für Kinder oder Träger fester Zahnspangen. Damit rückt auch ein Berufsstand stärker in den Fokus, ohne den diese Entwicklung nicht möglich wäre: Zahntechnikerinnen und Zahntechniker. Sie verbinden digitale Technologien mit Präzisionshandwerk. So sorgen sie dafür, dass Schutz, Komfort und Funktion perfekt zusammenspielen.

Mundschutz wird zum Mainstream

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde empfiehlt Sportmundschutz heute ausdrücklich für zahlreiche Sportarten: von Fußball und Handball über Hockey bis zu Skateboarding oder Mountainbike. Die Zahlen sprechen für sich. Ein guter Mundschutz kann das Risiko schwerer Zahnverletzungen deutlich senken. Denn ein Zahnunfall endet selten mit dem eigentlichen Aufprall. Gerade bei Kindern ziehen Frontzahnverletzungen oft jahrelange Behandlungen nach sich. Darüber informiert die Initiative proDente in ihrer Broschüre „Zahnunfall“.

KI generierte Bilder

Bundesregierung spart auf Kosten der Gesundheit unserer KinderThüringer Zahnärzte warnen vor Einschnitten bei der zahnär...
08/06/2026

Bundesregierung spart auf Kosten der Gesundheit unserer Kinder

Thüringer Zahnärzte warnen vor Einschnitten bei der zahnärztlichen Versorgung – insbesondere bei der kieferorthopädischen Behandlung

Die Zahnärzte in Thüringen warnen vor massiven Einschnitten in die zahnmedizinische Versorgung. Hintergrund ist der Entwurf der Bundesregierung für ein Gesetz zur Stabilisierung der Beiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Das geplante Gesetz sieht unter anderem vor, dass in die Vergütungsstrukturen eingegriffen wird und somit Lohn- und Honorarsteigerungen nicht umgesetzt werden. Dies wird die Zahnarztpraxen und deren Angestellte treffen, obwohl die Zahnmedizin kein Kostentreiber bei den steigenden Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen ist. Ihr Anteil an den Gesamtausgaben der GKV sank seit der Jahrtausendwende von knapp 9 auf 5,7 Prozent.

Zahnmedizin ist ausgabenstabilster Versorgungsbereich

Damit gilt die Zahnmedizin als der ausgabenstabilste Versorgungsbereich. Die aktuelle Sparpolitik jedoch hemmt die Niederlassungswilligkeit des zahnärztlichen Nachwuchses und gefährdet damit die medizinische Versorgung der gesamten Thüringer Bevölkerung, befürchten die Kassenzahnärztliche Vereinigung Thüringen und die Landeszahnärztekammer Thüringen. Dies sei bei der derzeitigen Altersstruktur der Thüringer Zahnärztinnen und Zahnärzte nicht vertretbar, so KZV und Kammer.

Prävention ist nicht nur ein gesundheitlicher, sondern auch ein monetärer Erfolg. So hat die Bevölkerung in allen Altersklassen immer mehr eigene und gesunde Zähne. Dieser Trend hält seit Jahren an und ist in der Deutschen Mundgesundheitsstudie auch klar ablesbar. Für diesen Erfolg steht die Zahnärzteschaft mit ihren Teams zum Wohle der Patienten.

Der präventive Erfolg mit immer weniger Füllungen und Zahnersatz darf nicht für den ideologischen Erhalt versicherungsfremder Leistungen geopfert werden. Strukturelle Veränderungen im System sehen anders aus!

Besonders unverständlich ist die Einsparmaßnahme bei kieferorthopädischen Leistungen gesetzlich versicherter Patienten. Diese Behandlungen sollen künftig ausschließlich von Fachzahnärzten für Kieferorthopädie zu Lasten der Krankenkasse erbracht werden dürfen.

Derzeit versorgen in Thüringen etwa 90 Praxen ohne Fachzahnarzt-Titel für Kieferorthopädie etwa 11.300 Kinder und Jugendliche. Mit der geplanten Regelung würden diese Kapazitäten ersatzlos entfallen.

Versorgungslücken im ländlichen Raum

Bereits heute ist die kieferorthopädische Versorgung in weiten Teilen Thüringens sehr angespannt. „Schon jetzt hat der Landkreis Sonneberg keinen Kieferorthopäden. Bei einer Umsetzung des Gesetzentwurfes würde auch das Eichsfeld in eine NULL-Versorgung fallen“, warnt Dr. Knut Karst, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringen. Weitere sieben Kreise würden in eine Unterversorgung abrutschen. In Suhl, Weimar und Gera wäre die Versorgung noch gewährleistet, da sich hier genügend Kieferorthopäden mit Fachzahnarzt-Titel niedergelassen haben.

„Dieser gesundheitspolitische Kahlschlag schafft keine Einsparungen, sondern neue Versorgungslücken“, kritisiert Dr. Karst. „Wenn eine kieferorthopädische Behandlung nur noch dort möglich ist, wo genügend Fachzahnärzte ansässig sind, entscheidet künftig der Wohnort über den Zugang zur medizinischen Versorgung“, so der 54-jährige niedergelassene Zahnarzt aus Ilmenau. Das geplante Bundesgesetz läuft insbesondere in Thüringen gegen die Bemühungen der zahnärztlichen Selbstverwaltung und der Brombeer-Koalition um eine wohnortnahe und flächendeckende Versorgung in einem „20-Minuten-Land“ zuwider.

„Neben den Fachzahnärzten für Kieferorthopädie sichern kieferorthopädisch tätige Zahnärzte und Master seit Jahren die Versorgung in der Fläche“, ergänzt Dr. Ralf Kulick, Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen. „Wer diese bewährten Behandlungsstrukturen zerschlägt, nimmt bewusst in Kauf, dass später komplexe und teure Therapien notwendig werden. Behandlungskapazitäten ohne verfügbaren Ersatz einfach zu streichen, ist eine ethisch absolut unverantwortliche Rationierung der medizinischen Versorgung unserer Kinder“, so der 63-jährige Zahnarzt aus Jena.

Politische Forderungen der Zahnärzteschaft

Die Thüringer Zahnärztinnen und Zahnärzte fordern deshalb, die geplanten Einschnitte und den Fachzahnarzt-Vorbehalt aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

08.06.2026 DGA | Quelle: Landeszahnärztekammer Thüringen, Matthias Frölich

Zahnärztliche Prävention verbessert die Mundgesundheit über die gesamte LebensspanneIDZ, BZÄK und KZBV stellen Längsschn...
26/05/2026

Zahnärztliche Prävention verbessert die Mundgesundheit über die gesamte Lebensspanne

IDZ, BZÄK und KZBV stellen Längsschnittergebnisse der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie vor

In der 6. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS • 6) wurden erstmals Längsschnittanalysen vorgenommen. Dazu wurden Studienteilnehmende aus der 5. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) von 2014 erneut untersucht, um die Entwicklung der Mundgesundheit der Bevölkerung nachzuvollziehen und erstmalig detaillierte Einblicke in individuelle Krankheitsverläufe zu erhalten. Die Ergebnisse stellten das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) heute vor.

Die konsequent präventionsorientierte Ausrichtung in der Zahnmedizin führt dazu, dass nur sehr wenige Zähne neu von Karies betroffen sind: Bei zum Zeitpunkt der DMS V kariesfreien Kindern, also die heute 20-Jährigen, erkrankte innerhalb des Untersuchungszeitraums im Schnitt maximal ein Zahn an Karies. Dieses erfreuliche Ergebnis zeigt, dass diese Altersgruppe bereits vollständig vom zahnmedizinischen Präventionsangebot profitiert. Bei den heute jüngeren Erwachsenen (35- bis 44-Jährige) zeigt sich erstmals der volle Effekt der präventionsorientierten Versorgung seit den 1990er-Jahren.

Auch Zahnverlust ist heute deutlich seltener als früher: In allen Altersgruppen behält ein großer Teil der Menschen über viele Jahre alle eigenen Zähne; auch dies unterstreicht die nachhaltige Wirkung von präventiven Maßnahmen.

Die Parodontitis verläuft als chronische Erkrankung in der Regel langsam und Zahnverluste haben sich in der gesamten Bevölkerung stark reduziert. Gleichzeitig belegen die Daten, dass die entscheidende Krankheitsdynamik bereits im mittleren Erwachsenenalter stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt kippen viele Verläufe in schwere Formen. Im höheren Alter resultiert daraus das Risiko für Zahnverluste. Betroffene Seniorinnen und Senioren können jedoch durch regelmäßige Zahnarztbesuche parodontal gut behandelt werden und somit lange von ihren eigenen Zähnen profitieren. Frühe Diagnostik und rechtzeitige therapeutische Maßnahmen sind daher grundsätzlich wichtig, um parodontale Verschlechterungen möglichst zu verhindern.

Am Beispiel der Diabetes belegt die DMS • 6 auch den engen Zusammenhang zwischen Mund- und Allgemeingesundheit. Denn Diabetikerinnen und Diabetiker weisen oftmals eine schlechtere Mundgesundheit auf als Menschen ohne Diabetes: Sie haben häufiger eine schwere Parodontitis, mehr Wurzelkaries und im Durchschnitt doppelt so viele fehlende Zähne. Eine frühzeitig behandelte Parodontitis kann beispielsweise zu einer besseren Diabeteseinstellung beitragen, womit hohe Folgekosten für das Gesundheitssystem vermieden werden können.

Prof. Dr. A. Rainer Jordan, Wissenschaftlicher Direktor des IDZ: „Die 9-Jahres-Ergebnisse der DMS • 6 zeigen eine überwiegend langsame Progression zahnmedizinischer Erkrankungen, denn vielfach bleibt ein gut eingestellter Mundgesundheitszustand über Jahre stabil. Die DMS • 6 unterstützt die bekannte These, dass die chronischen zahnmedizinischen Erkrankungen Karies und Parodontitis nicht linear verlaufen, sondern in Phasen (kurzer) Progressionsschübe und (langen) Stagnationsphasen. Diese Erkenntnis hat Auswirkungen auf strategische Überlegungen einer lebenslangen Prävention, die künftig nicht standardisiert, sondern risikoadaptiert und personalisiert erfolgen sollte. Unsere Studie hat die wichtigsten Risikofaktoren für Zahn- und Munderkrankungen identifiziert, um diese personalisierten Präventionsprogramme zu entwickeln.“

Dr. Romy Ermler, Präsidentin der BZÄK: „Die Längsschnittergebnisse der DMS • 6 belegen eindeutig, wie wirkungsvoll die langjährige, strukturierte Präventionsorientierung der Zahnmedizin ist. Patientinnen und Patienten sollten die vielfältigen Präventionsangebote von Anfang an und über den gesamten Lebensbogen in Anspruch nehmen. Im internationalen Kariesvergleich ist Deutschland Weltklasse. Wer als Kind gesunde Zähne hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Senior oder Seniorin noch viele gesunde, eigene Zähne haben – bei den heute 73- bis 82-Jährigen haben in den vergangenen knapp zehn Jahren 40 Prozent keinen Zahn verloren. Prävention in jungen Jahren spart also auch Geld im Alter. Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben allerdings einen überdurchschnittlichen Zahnverlust. Hier bedarf es einer intensivierten Zusammenarbeit der Zahnärzteschaft mit den Allgemeinärztinnen und -ärzten sowie weiteren Fachgruppen, um diese Menschen noch besser interprofessionell zu betreuen.“

Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Mit den heute vorgestellten Ergebnissen der DMS • 6 beweist die Zahnärzteschaft erneut, dass Prävention der Schlüssel zum Erfolg bei der Mundgesundheit ist. Die völlige Kariesfreiheit bei einem Großteil der Kinder ist ein sensationelles Ergebnis und Beleg dafür, dass unser zielgruppengerechtes und präventionsorientiertes zahnmedizinisches Angebot umfangreich genutzt wird. Die Daten im Bereich Parodontitis zeigen jedoch, dass hier noch dringender Handlungsbedarf besteht. Um dieser Volkskrankheit mit schweren Folgen für die Allgemeingesundheit endlich Herr zu werden, muss sie möglichst früh behandelt werden. Denn die entscheidende Krankheitsdynamik der Parodontitis findet bereits im mittleren Erwachsenenalter statt. Mit unserer präventionsorientierten Parodontitisbehandlungsstrecke haben wir eine wirksame und auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Therapie in der Versorgung, die aber durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz mit seiner strikten Budgetierung ausgebremst wurde. Daher ist es höchste Zeit, dass die Politik Prävention zum Leitbild gesundheitspolitischen Handelns macht. Jegliche Sparmaßnahmen hingegen schränken die Präventionsfähigkeit massiv ein und haben fatale Folgen – sowohl für die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten als auch für die GKV-Finanzen durch hohe Folgekosten.“

13.05.2026 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer, Dipl.-Des. Jette Krämer-Götte

11/05/2026

CMD und neue Zahnkrone: Wie eine minimale Fehlhöhe im Biss die Körperstatik beeinflussen kann

Wenn Millimeter den ganzen Körper verändern: Neuer Fachbeitrag beleuchtet den Zusammenhang zwischen Zahnkrone, CMD und Körperstatik

Auf dem Online-Magazin des M. Schall Verlags ist ein neuer Erfahrungs- und Analysebeitrag erschienen, der ein Thema aufgreift, das im Alltag vieler Betroffener vermutlich unterschätzt wird: die funktionelle Wirkung kleinster Veränderungen im Biss. Unter dem Titel „CMD und neue Zahnkrone: Wie eine minimale Fehlhöhe den Körper beeinflusst“ schildert Markus Schall, wie der Austausch einer alten Krone an einem unteren Backenzahn eine Kette von Reaktionen auslöste, die sich nicht nur im Kiefer, sondern bis in Becken, Knie und Füße bemerkbar machte. Der Text verbindet persönliche Beobachtung mit funktioneller Einordnung und macht deutlich, wie präzise das Zusammenspiel zwischen Zahnersatz, Schienentherapie und Körperstatik sein kann.

Ein scheinbar kleiner Eingriff mit unerwarteten Folgen

Ausgangspunkt des Beitrags ist ein zunächst unspektakulärer Zahnarzttermin. Eine alte Krone zerbröselt, der Zahn wird versorgt, und als pragmatische Übergangslösung kommt eine Kunststoffkrone zum Einsatz. Zunächst wirkt alles wie eine normale Routineversorgung. Schmerzen treten nicht auf, ein akuter Fehlbiss ist nicht unmittelbar zu spüren.

Doch im weiteren Verlauf zeigt sich: Die neue Krone verändert die Ausgangslage stärker als zunächst erwartet. Genau hier setzt der Artikel an. Er beschreibt nicht den spektakulären Ausnahmefall, sondern das, was gerade für Betroffene besonders relevant ist: kleine Abweichungen, die im Alltag zunächst kaum auffallen, aber über Tage und Wochen eine deutliche Wirkung entfalten können.

Wenn die Schiene nicht mehr passt

Eine zentrale Wendung im Beitrag entsteht in dem Moment, als die vorhandene CMD-Schiene nach dem Einsetzen der Krone nicht mehr korrekt aufgesetzt werden kann. Was für Außenstehende wie eine Nebensache wirken mag, ist bei einer funktionellen Schienenbehandlung entscheidend. Eine solche Schiene ist auf die bestehende Zahn- und Bisssituation präzise abgestimmt. Wird ein Zahn in Höhe oder Form verändert, kann das gesamte System aus dem Gleichgewicht geraten.

Im geschilderten Fall lässt sich die Schiene auf einer Seite nicht mehr sauber einsetzen; später wird die Krone nachgeschliffen, zunächst jedoch noch nicht in ausreichendem Maß. Dadurch beginnt eine Phase der Fehlbelastung, die sich nach und nach im übrigen Körper bemerkbar macht.

CMD ist kein lokales Problem

Der Beitrag arbeitet einen Punkt klar heraus, der in der öffentlichen Wahrnehmung häufig zu kurz kommt: CMD ist kein rein lokales Kieferproblem. Der Kiefer steht funktionell nicht für sich allein, sondern ist Teil einer größeren statischen Kette. Veränderungen im ersten Zahnkontakt beim Zusammenbeißen beeinflussen Muskelspannung, Ausrichtung und Belastungsverteilung.

Im Artikel wird dies anschaulich über die Verbindung von Kiefer, Nacken, Wirbelsäule, Becken, Knien und sogar den Füßen beschrieben. Die Kernaussage lautet dabei nicht, dass jede körperliche Beschwerde vom Kiefer ausgeht. Vielmehr zeigt der Beitrag, dass bei bestehender CMD und aktiver Schienentherapie bereits kleine Veränderungen an einem Zahn ausreichen können, um das gesamte System neu zu fordern.

Beschwerden entstehen oft schleichend

Besonders aufschlussreich ist die Beschreibung der Symptome. Sie treten nicht als plötzlicher Zusammenbruch auf, sondern schrittweise. Zunächst zeigen sich Spannungen, später ziehen Leistenbereich und Becken, die Knie wirken instabiler, nachts kommt es beim Liegen zu Unruhe und häufigem Wechseln der Position.

Genau diese Art von langsamer Verschiebung dürfte für viele Betroffene wiedererkennbar sein. Der Beitrag verdeutlicht, dass funktionelle Veränderungen des Bisses nicht zwingend sofort mit deutlichem Schmerz einhergehen. Häufig äußern sie sich subtiler: über Unsicherheit im Stand, diffuse Verspannungen oder das Gefühl, dass „etwas nicht stimmt“, ohne dass sich dies leicht in ein einzelnes Symptom fassen lässt.

Funktionsschiene heißt auch: mitdenken

Ein besonderer Wert des Beitrags liegt darin, die CMD-Schiene nicht als automatische Standardlösung darzustellen. Im Gegenteil: Die Schienentherapie wird als Prozess beschrieben, der Aufmerksamkeit erfordert. Wer eine Funktionsschiene trägt, sollte nicht in Panik verfallen, aber auch nicht gedankenlos davon ausgehen, dass jede Veränderung im Mund folgenlos bleibt.

Neue Kronen, Füllungen oder andere zahnärztliche Maßnahmen können die Balance der Schiene beeinflussen. Der Artikel formuliert damit eine Botschaft, die weit über den Einzelfall hinausgeht: Eine CMD-Behandlung ist keine Pille, die man einfach einnimmt. Sie verlangt Beobachtung, Rückmeldung und mitunter auch Nachjustierung. Genau das macht den Text für Patienten so praxisnah.

Korrekturen wirken – aber nicht sofort

Ebenso eindrücklich ist die Beschreibung der Rückkorrektur. Nachdem die Krone ein weiteres Mal nachgeschliffen wurde und die Schiene wieder besser passte, verschwanden die Beschwerden nicht über Nacht. Vielmehr dauerte es Wochen, bis sich Becken, Knie und allgemeine Statik wieder beruhigten. Auch das ist eine wichtige Information für Betroffene: Funktionelle Korrekturen brauchen Zeit. Der Körper reagiert präzise, aber nicht wie ein Schalter. Wer über Wochen eine asymmetrische Belastung aufgebaut hat, darf nicht erwarten, dass sich diese innerhalb von ein oder zwei Tagen vollständig zurückstellt. Der Beitrag plädiert deshalb für eine Haltung, die im Gesundheitsbereich selten geworden ist: Geduld statt hektischer Überreaktion.

Ergänzt durch Hinweise zur Schienenbehandlung

Der Artikel wird zusätzlich durch einen eingebundenen Video-Hinweis ergänzt, in dem die Wirkungsweise einer CMD-Schiene und der typische Behandlungsablauf erläutert werden. Dort wird beschrieben, dass eine solche Schiene in der Regel Tag und Nacht getragen wird, dass frühe Kontrolltermine wichtig sind und dass die Therapie meist über mehrere Monate mit regelmäßigen Anpassungen verläuft. Dadurch gewinnt der Beitrag noch eine zweite Ebene: Er bleibt nicht nur Erfahrungsbericht, sondern wird zugleich zu einer praktischen Einordnung für Leser, die sich erstmals mit einer solchen Behandlung beschäftigen.

Ein Zwischenbericht mit hohem Wiedererkennungswert

Gerade weil der Text nicht wie ein klassischer medizinischer Fachaufsatz formuliert ist, sondern ruhig, konkret und beobachtend bleibt, dürfte er für viele Leser eine besondere Stärke entfalten. Er zeigt, wie eng subjektive Wahrnehmung und funktionelle Mechanik zusammenhängen können, ohne in Alarmismus oder einfache Schuldzuweisungen zu verfallen. Zahnarzt-Bashing findet nicht statt. Stattdessen entsteht ein differenziertes Bild: Solide Zahnmedizin bleibt präzise Handwerksarbeit, aber der Körper reagiert auf kleinste Veränderungen oft sensibler, als es Außenstehende vermuten.

Relevanz für Patienten und Praxis

Der neue Beitrag richtet sich nicht nur an Menschen mit bereits diagnostizierter CMD, sondern auch an Leser, die bisher wenig über das Thema wissen. Er macht verständlich, warum gerade nach Zahnersatz oder Nacharbeiten an Kronen und Schienen eine aufmerksame Selbstbeobachtung sinnvoll sein kann. Für Betroffene liegt der Nutzen auf der Hand: Sie erhalten einen authentischen Zwischenbericht, der eigene Erfahrungen einordnen hilft. Für Behandler liefert der Text zumindest einen interessanten Hinweis darauf, wie deutlich Patienten selbst feinste Veränderungen wahrnehmen können, wenn sie sich über längere Zeit in einer Funktionsbehandlung befinden.

04.05.2026 DGA | Quelle: M. Schall Verlag, Markus Schall (openPR)

Adresse

BahnhofStr. 22
Planegg
82152

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 12:30
14:00 - 17:00
Dienstag 08:00 - 12:30
14:00 - 18:00
Donnerstag 08:00 - 12:30
Freitag 08:00 - 12:30

Telefon

+49898599446

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Dr. Finn-Erik Zapf erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen