28/07/2026
14 Tage mit Zelt und meinem Sohn in Island unterwegs - was ich aus diesem Urlaub mitnehme?
Wenn ich an die letzten Wochen zurück denke, an die Tage, die wir durch Island gestromert sind, überkommt mich eine große Sehnsucht.
Nach dieser wilden und atemberaubenden Natur, die mich ganz klein fühlen lässt. Wasserfälle, die glücklich machen und einer intensiven Zeit mit meinem pubertierenden Sohn, die ich nicht für selbstverständlich nehme.
In Island ist zu spüren, wie kraftvoll Natur ist und ihre Veränderung allgegenwärtig. Über Island schwebt eine Gelassenheit, damit umzugehen, dass sich Pläne kurzfristig ändern können - weil ein Straße wegen Wetter gesperrt ist. Ich merke, wie reguliert und selbstverständlich sicher mein Alltag zu Hause ist und wünsche mir, diese Flexibilität und Zuversicht, das Beste aus einer Situation zu machen, mit nach Hause zu nehmen.
Pflanzen wachsen langsam und ich habe noch nie so viel Angelikawurzel auf einem Haufen gesehen. Ich glaube, sie ist der Gierschersatz - wächst am Straßenrand, auf Parkplätzen und in Vorgärten.
Regen? Ja, den hatten wir. Immer wieder. Genauso wie blauen Himmel und Sonne. Manchmal verschlingen dicke Nebelschwaden die wunderschöne Landschaft und macht sie zu einem Geheimnis.
Wenn ich erzähle, dass wir mit dem Zelt unterwegs sind, werde ich oft staunend angeschaut. Dabei kann ich mir nix besseres vorstellen - zelten ist für mich die einfachste Art, eine Landschaft zu erleben und zu spüren. Ich mag es, zu spüren, wie wenig man eigentlich braucht, um für eine Weile glücklich zu sein: Schlafsack, einen heißen Tee und die Natur um mich herum.
Ich hätte mich gerne noch mehr gelangweilt in dieser eindrucksvollen Umgebung - um sie noch mehr in mich aufzusaugen. Manchmal machen wir beim Wandern halt und schauen auf glitzernde Wasserfälle, Täler mit unbegradigten Flüssen, die aussehen wie ein blaues Netz, dass sich durch ein steiniges Tal schlängelt. Wir sitzen stundenlang auf Steinen und trinken warmen Tee (bei 9 Grad und Nieselregen) und vergessen Zeit und Wetter.
Was bleibt sind so viele schöne Erinnerungen und großer Respekt für Natur und Veränderungen.
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