10/09/2026
🟥👉 BioNTech beendet eine Phase-2-Studie mit seiner mRNA-Krebstherapie BNT122.
Ein unabhängiges Kontrollgremium hatte etwas festgestellt, das BioNTech in seiner Mitteilung so formulierte:
"numerisches Ungleichgewicht beim Gesamtüberleben"
Das klingt undramatisch... Studie halt. Halt nicht funktioniert.
Nur eine Kleinigkeit fehlte in der Mitteilung:
In welche Richtung ging dieses "Ungleichgewicht" eigentlich?
Das musste erst ein Journalist nachfragen.
Der BioNTech-Partner Genentech bestätigte daraufhin:
In der BNT122-Behandlungsgruppe waren mehr Patienten gestorben als in der Kontrollgruppe.
Ach so... Man hätte natürlich auch schreiben können:
"Mehr Todesfälle in der Behandlungsgruppe."
Aber "numerisches Ungleichgewicht beim Gesamtüberleben“ klingt zweifellos geschmeidiger. Man könnte beinahe vergessen, dass es dabei um Menschen geht.
Damit wir uns richtig verstehen: Bislang ist nicht bewiesen, dass BNT122 diese Todesfälle verursacht hat. Die vollständigen Zahlen, Todesursachen und Studiendaten liegen öffentlich bislang nicht vor.
Das erwähne ich ausdrücklich für jene Zeitgenossen, die bei solchen Beiträgen reflexartig ihre Faktenchecker-Weste überziehen und bereits den Text für die Beschwerdemail formulieren. Kenne ich ja zur Genüge. Manche sagen diese Leute hätten zu viele Booster erhalten - oder sie sollten sich nochmal anstellen für eine Bratwurst und so...
Die Fragen bleiben dennoch:
Wenn bei einer Studie hervorragende Ergebnisse herauskommen, findet die Pharma-PR erstaunlich zuverlässig die entscheidende Zahl für Überschrift, Pressemitteilung und Präsentation. Und wir wir 2021 / 2022 gelernt haben auch, wenn die Zahlen das gar nicht hergeben - Stichwort: Fremdschutz!
Um bei der aktuellen Studie zu bleiben:
Wenn das Ergebnis unangenehm wird, entstehen plötzlich Formulierungen wie:
"numerisches Ungleichgewicht beim Gesamtüberleben"
BioNTech betont außerdem, es seien keine neuen Sicherheitssignale festgestellt worden. Ja kann sein. Ich glaube auch alles was ihr das in der Goldgrube veröffentlicht.
Aber dann sollte es ja auch kein größeres Problem sein, die vollständigen Zahlen offenzulegen:
Wie viele Patienten starben in welcher Gruppe?
Woran starben sie?
Wie groß war der Unterschied?
Und wie bewertet das Kontrollgremium diesen Befund?
Bis dahin kennen wir zwei Tatsachen:
👉 Die Studie wurde beendet.
👉 In der BNT122-Gruppe gab es mehr Todesfälle als in der Kontrollgruppe.
Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Manchmal ist bei einer Pressemitteilung das Interessanteste nicht das, was darin steht, sondern das, was man erst auf Nachfrage erfährt.
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