Sagenhafter Harz

Sagenhafter Harz Ziel dieser Gruppe ist es, auf alte Harzer Mythen & Sagen,Rituale & Brauchtum hinzuweisen und die magischen & heilsamen Orte unserer Heimat neu zu beleben!

SAGEN SIND ALTER, LANGWEILIGER SCH...!!! Das glaubst du? Dann lass dich auf unserer Seite überraschen! Wir zeigen dir hier hunderte altüberlieferter Geschichten aus dem Harz ... & jede einzelne dieser Sagen erzählt von einem exklusiven Wandertipp für dich! Du willst den Harz aus anderen Augen sehen ... dann komm' mit auf die Reise, ERLEBE DEN SAGENHAFTEN HARZ! Sagen sind voll vom Wissen unserer Ah

nen; voll von guten Ratschlägen unserer Großmütter & Großväter, wie man das Glück selbst schmieden kann; voll von Jahreszeitritualen, alten Rechtsbräuchen, Tipps für die ausdauernde Liebe & Gesundheit; in den meisten Sagen steckt ein geheimer Sinn, darauf wartend vom Leser & Wanderer entschlüsselt zu werden. Wir, das Team von SAGENHAFTER HARZ, helfen dir beim Entschlüsseln, ...
- haben für dich schon über 2.500 Harzer Sagen, Märchen & Mythen gesammelt
- verfügen über ein Archiv mit ca. 500 alten Harzer Sagenbüchern, aus denen wir posten
- haben selbst fast 40 Bücher zum Thema auf den Markt gebracht
- tragen seit 10 Jahren in renommierten Einrichtungen, Firmen & Kliniken vor
- durften weit mehr als 1.500 Wanderungen führen, Vorträge & Lesungen halten
- & somit über 20.000 Zuschauer & Zuhörer begeistern & den Harz auf eine ganz besondere, eben sagenhafte Art & Weise erleben lassen

Unser Hauptanliegen ist, durch Heimatgeschichte, Heimatgefühl zu wecken! :-)

ZUM TEAM "Sagenhafter Harz" gehören:

1. CARSTEN KIEHNE: Dipl. Soz.Päd., Initiator von Sagenhafter Harz, Sagen- & Märchenerzähler, Wanderführer, Autor: http://reiki-im-harz.de/wandern-im-harz/wandern/)

2. MANUELA PETRI: Glücks- & Entspannungstrainerin, Kreativtherapeutin, Erzählerin

KOOPERATIONEN:
-Stefan Herfurth (Fotograf)
-Sina Wiedfeldt (Lektorat)
-Maria-Kathleen-Zorn (Märchenerzählerin, Märchentherapeutin)
-Christina Altendorf (Kräuterfrau)
-Marlene Mehwald (Kräuterfrau)
-Harzklub-Zweigverein Thale
-Märchengrund Bad Sachsa
-Harzklub-Zweigverein Stecklenberg
-Harzer Bergwald
-Arttour-Deluxe - Tourismus (Frank Sacher)
-Harzer Wandernadel
-"Freunde wandern im Harz"
-Touristik-Info Thale
-Kristallrose Quedlinburg
-Die freundliche Touristeninformation, Quedlinburg
-Hexenshop Gernrode
-Harzeum, Thale
-Obscurum, Thale
-Regionalladen Quedlinburg (Simone Seiboth)
-Heimat Harz
-Harz Regio
-Paracelsus-Harzklinik Bad Suderode
-Celenus Teufelsbad Fachklinik Blankenburg
-Berufsbildende Schule Heinrich-Mette Quedlinburg
-Grundschule Sonnenklee, Osterwieck

DAS DRECKSCHWEINFEST IM HARZ Stell dir einmal vor, Dreckschweine würden regieren, nicht nur das Land, sondern die Welt, ...
26/05/2026

DAS DRECKSCHWEINFEST IM HARZ

Stell dir einmal vor, Dreckschweine würden regieren, nicht nur das Land, sondern die Welt, nicht nur den elendig kalten Winter, son-dern auch die lichte Zeit, was wäre dann? Du sagst, die Dreck-schweine wären schon an der Macht, doch ich glaube, du verstehst nicht. Dreckschweine gab’s zwar schon immer, doch immer wurden sie auch vertrieben, dass es wieder gut und Sommer wird. Dieses Gleichnis hat also nichts mit der Politik hierzulande zu tun. Gemeint sind nur die Wintergeister, die sich bekanntlich lange an den Thron klammern, den sie sich mit den Herbststürmen von den holden Lichtwesen zurückeroberten. Manchmal dachten die Menschen: „Der Kampf gewinnt das Licht nicht allein, wir müssen mit Tatkraft und Mut selbst dabei sein!“

So entwickelte sich gerade im Mansfelder Land ein ganz tiefer, personalisierter Naturglaube, woraus die heutige Hergisdorfer Pfingstgesellschaft entspross. Das heute kirchlich gefeierte Pfingsten, musst du wissen, ist ein urheidnisches Fest, das ihren Ursprung vielleicht sogar noch vor den altgermanischen Bräuchen in der Sonnenanbetung findet (vgl. hierzu unser Questenfest). In Hergisdorf ist es seit 1620 nachgewiesen – weder der frostige Winter noch die SED konnten etwas daran ändern, dass er Brauch bis heute fortbesteht. Auch die Kirche wollte das Fest mit seinen „Pfingstbiersäufern“ mehrfach verbieten (beginnend dem Jahre 305 auf dem Konzil von Elvira), hat aber am Ende ein Einsehen gehabt, das Fest für sich genutzt und sogar seinen finanziellen Beitrag entrichtet. So steht im Hergisdorfer Kirchenbuch: „Pastor Seifert hat den Obolus zur Pfingstmaie entrichtet, Hergisdorf 1620!“

Zum Pfingstmontag ziehen die Pfingstburschen durch die geschmückten Grunddörfer, lassen ihre Peitschen knallen und grüßen mit „Gut Wetter!“- sie rufen all die wackeren Burschen zusammen, um die Dreckschweine zu vertreiben, die in einer Suhle am Walde durch den Schlamm toben, sich gegenseitig immer wieder hineinschubsen und wahrlich Spaß daran zu haben scheinen. Ein wildes Spiel, dass daran erinnert, wie frivol der Brauch einst gewesen sein muss und der Kirche freilich ein Dorn im Auge war. – Zum Schluss natürlich werden die Dreckschweine im Schlamm getauft und von den bunt geschmückten Läufern, den Sommer darstellend, vertrieben. Heute gehört das Dreckschweinfest zum immateriellen Weltkulturerbe. 😊

(aufgeschrieben von Carsten Kiehne im Buch "DIE HELLE ZEIT", erscheint noch dieses Jahr; mehr Infos zum Dreckschweinfest findest du hier: https://www.dreckschweinfest.de/)

DER SATANSHIMMELIn allen Zeiten lagen Himmel und Hölle miteinander im Streit um die Erde … und immer waren beide Kräfte ...
25/05/2026

DER SATANSHIMMEL

In allen Zeiten lagen Himmel und Hölle miteinander im Streit um die Erde … und immer waren beide Kräfte im Gleichgewicht. Am Tage gab es die Schatten … und in der dunklen Nacht den Hoffnungsschimmer des Mondes. An manchen Tagen und Nächten aber drohte alles anders zu werden: Tage und Nächte verdunkelten sich und der lichte Himmel triefte in blutroten Schleiern. Diese Stunden waren den Scharen der Unterwelt heiß willkommen
Jene Menschen nämlich, die sich der schwarzen Magie verschrieben, warteten nur darauf, dass sich die Sonne verdunkelte oder, dass sich der erquickend, warm sättigende volle Mond ein blutiges Leuchten verströmt. Ein böses Omen, wussten unsere hellsichtigen Ahnen, die sich in diesen Stunden stets auf den heiligen Plätzen versammelten, in Kirchen beteten, oder auf den Türmen der Stadt die altüberlieferten Rituale begingen, um den verängstigten Menschen in den dunkelsten Momenten Licht zu sein.

War es vor hundert Jahren oder eben erst gestern, als die dunklen Kräfte sich in Halberstadt an fünf Punkten zusammenrotteten, ein riesiges Pentagramm bildend, um den alles verschlingenden Wolf Hati in die Welt zu rufen. Es brauche nur den gebündelten Hass von sieben mal fünf Hagedisen, jenen Frauen die wir heute Hexen nennen, um dem Blutmonster Gestalt zu verleihen, zum düsteren Diener zu bestimmen und zum Verderben auszuschicken. Hati würde sich im Mond verbeißen, ihn zum Bluten bringen, ganz verschlingen, wäre die Dunkelheit in den Herzen der Hexen nur groß genug. Und, wäre dies erst gelungen, bräche eine neue Zeit heran. Die Zeit des Chaos, in der die Schatten die Liebe vernichten.

Gestern war es fast soweit, die Hexen hätten es beinahe vollbracht, und heute mag ich’s noch immer nicht glauben, dass das was ich verteufle, einmal den großen Unterschied bewirkt: moderne Technik!
Viele meinten den Wolf der Unterwelt schon knurren zu hören …, den Atem Hatis dicht im Nacken zu haben …, seine Beute witternd, ihn lauernd kurz vorm Sprunge nah zu wissen …, als „Ringringring“ ein feiner Klingelton mit Vibrationsalarm durch die gespenstische Stille hallt und eine der Hexen vom blitzenden fünfzackigen Stern in die lichte Nacht nach Hause ruft. Ganz achtsam holt die Hexe, sich noch hasserfüllt wähnend, ihr Handy hervor, unterbricht nur kurz das Schwarze Ritual und liest auf WhatsApp:
„Mami, ich vermiss‘ dich, wann kommst du zurück zu mir?“ – Fast zerreißt es der Frau die Brust, sprengt all ihre Fesseln und ein lang vermisstes Gefühl, durchströmt jede ihrer Poren: „Im Herzen meiner Tochter bin ich immer zuhause!“ –
„Bis gleich mein Schatz!“, schreibt sie zurück und, wie sie sich wieder dem Mond zuwendet, hat das Licht längst über Hati gesiegt.

(den Winden abgelauscht und aufgeschrieben von Carsten Kiehne, Foto von Stefan Herfurth Photographie)

MIT VOENIX VON HEIDEN-TV sind wir oft auf Tour, um ihm die Kultplätze aus dem Harz vorzustellen. Natürlich sind es nicht...
25/05/2026

MIT VOENIX VON HEIDEN-TV sind wir oft auf Tour, um ihm die Kultplätze aus dem Harz vorzustellen. Natürlich sind es nicht immer altheilige Orte mit uralten Überlieferungen, an denen wir vorbeikommen. Manch neuere Geschichte möchte aber auch erzählt werden, wie hier die Sage des Jungfernstieges, auf dem man (bzw. Frau) die Jungfräulichkeit wieder herstellen kann. ;-)

Hier findest du ein kleines YOUTUBE-FILMCHEN ZUM JUNGFERNSTIEG: https://www.youtube.com/shorts/fL6MywVZx3k

Mehr Erzählungen und Sagen des Bodetals findest du in meinem Buch "Sagenhaftes Thale".

EUCH ALLEN EIN FRÖHLICHES PFINGSTFEST(Mit der Sage: "Birke oder Häckselstieg")Was hattet ihr vor eurer Tür stehen??? ;-)...
24/05/2026

EUCH ALLEN EIN FRÖHLICHES PFINGSTFEST
(Mit der Sage: "Birke oder Häckselstieg")
Was hattet ihr vor eurer Tür stehen??? ;-)

Zu Pfingsten gab es in Badeborn & vielen anderen Orten im Harz einen alten Brauch, nach dem junge Männer in der Nacht zum Pfingstsonntag in den Wald hinauszogen, ihrer Angebeteten oder Liebsten eine Birke zu schlagen. Je höher die Birke, die sie der Holden für die Tür stellten, desto größer die Liebe, versteht sich.

Aber auch die unbeliebten Mädchen, also alle Schnippischen, Zickigen oder Untreuen, bekamen etwas vor ihre Haustür … gekippt: Den Häckselstieg. Das war ein Brei, den man sonst nur den Tieren zum Fraß vorsetzte: Heureste, mit Wasser angefeuchtet und Spänen angedickt. Später nahm man einfach Asche.
Welch eine Schmach, wenn dieser Häckselstieg im Gras vor der Pforte klebte, hieß es doch, dass sich das „Frauenzimmer“ übers Jahr hindurch reichlich unbeliebt gemacht hätte. Frauen, die etwas auf sich hielten, beteten die ganze Nacht, bitte bloß nicht derart gezeichnet zu werden. Wenn aber doch, dann musste dieses Ungemach rasch weggekehrt werden, noch bevor es jemand zu Gesicht bekam!

Einmal hatte ein Badeborner Bauer drei Töchter im jugendlichen Alter und irgendwer hatte ihnen einen Häckselstieg vor die Tür geschmissen. Da stritten sich die Mädchen bis zum Morgengrauen, wer ihn denn wohl durch welches Zutun verdient hätte. Der Vater aber, schlich sich heraus, kehrte ihn heimlich weg, wusste er doch genau, wem er eigentlich gebührte: Seinem Weib! Nein, Du darfst nicht denken, dass sie eine ungehörige Weibsperson gewesen wäre, doch hatte sie die Eigenart, sich nicht den Mund verbieten zu lassen, auch nicht in Ratsversammlungen, auch nicht vom Bürgermeister. Und da sie nicht nur klug, sondern auch schön war und stets einige Verehrer hatte, die aber vergeblich um sie rangen, bekam sie manchmal den Häckselstieg nebst einiger stattlichen Birken.

In Rieder soll es einmal ein recht ansehnliches Weib gegeben haben, die man eine ganz garstige Hexe nannte. Nicht weil sie zaubern konnte, sondern weil sie das Leben eines Jeden durch Intrigen zu zerstören suchte, der ihr nicht zu Willen war. Wie diese Person am Pfingstsonntag zittrig aus dem Fenster sah, nach einer Birke zu schielen, da waren ihre Tür, das Hoftor, der Rasen vorm Haus und selbst die Hauswand pechschwarz von der Asche unzähliger Kamine. Noch heute sind die Spuren jenes Häckselstieges deutlich zu erkennen – eine Birke bekam sie nie!

Der Name „Birke“ stammt übrigens aus dem Indogermanischen und bedeutet soviel wie „glänzend“ oder „schimmernd“. Dieser Baum war der Liebesgöttin Freya geweiht, daher auch der Pfingstbrauch. Man holte sich den Frühling ins Haus, das Symbol der Fruchtbarkeit, wusste man doch, dass Birkenwein oder diverse Zaubermittelchen aus ihrer Rinde und den Blättern des Baumes Lust und Potenz anregen.

(aufgeschrieben von Kiehne in "Die schönsten Sagen aus unserem Ballenstedt & dem Selketal; Bild: Altes Postkartenmotiv)

HIMMEL UND HÖLLEAls der Regenstein am nördlichen Harzrand noch eine stolze Felsenfestung war, thronte darauf – stolz wie...
24/05/2026

HIMMEL UND HÖLLE

Als der Regenstein am nördlichen Harzrand noch eine stolze Felsenfestung war, thronte darauf – stolz wie ein König – jener Graf Albrecht II., den man noch heute den Raubgrafen nennt. So stark war der Graf, dass er mit nur einem Hieb seines selbstgeschmiedeten Richtschwertes ein Eichenschild zertrüm-mern konnte. Doch so stark der Arm des Gesetzes auch war, Graf Albrecht hatte den Richtersitz im Harzgau inne, so gering war die Güte in seinem Herzen ausgeprägt. Milde kannte er nicht, bis er den Alten im Volkmarskeller aufsuchte.
Schon immer hat hier – noch bevor es ein Kloster und auch längst nachdem, die Mauern zerfallen waren – ein Eremit in den Höhlen gehaust. Von diesem aber, der zu Zeiten des Raubgrafens lebte, hieß es, er wäre gescheiter als alle klugen Männer des Gaus zusammen. Es war ein warmer Sommermorgen, als Albrecht der II. plötzlich vor der Höhle stand, an dessen Eingang der alte Weise saß. „Eremit, ich fordere eine Antwort von dir. Zögere aber nicht und wähle deine Worte mit Bedacht, denn wisse, wer hier vor dir steht, ist dein Herr, Albrecht vom Regenstein! – Sage mir also: Was Recht und Unrecht ist, was Himmel und Hölle sind!“

„Wie kann ich einen solchen Dummkopf lehren?“, fragte der Weise, „Vergeblich ist’s bei dem, der so ein blindes Herz hat? Klau‘ er mir nicht meine wertvolle Zeit und scher‘ er sich davon, der Einfaltspinsel, dessen Geist so stumpf ist, wie sein rostiges Schwert!“ Solches hörte der Graf und wollte seinen Ohren nicht trauen. Nie war er so angeredet, bloßgestellt und beleidigt worden. Außer sich vor Zorn zog er sein Schwert, bereit dem Narren den Kopf von den Schultern zu schlagen, als der Eremit lächelnd sprach: „Das mein Herr … ist die Hölle!“ – Der Graf stutzte, hielt inne, atmete … und ließ verstehend sein Schwert gen Boden sinken. „Du lehrst mich mit deinem Leben, wärst bereit gewesen, für meine Lektion zu sterben?“, fragte er den Eremiten verblüfft. Nun blickte Albrecht tief in sein eignes Herz, sah den Hang zur Gewalt, spürte seinen Stolz, die Überheblichkeit und erkannte, welchen Liebesdienst der Fremde ihm gerade erwies.
Da ließ er sich auf die Knie zu Füßen des frommen Mannes fallen - sein Schwert lag längst zwischen den Kräutern und Blumen - …und dankte es dem Alten mit Tränen in den Augen. Nie zuvor war sein Herz so voll von Mitgefühl und Liebe gewesen. „Und dies …“, sagte der Eremit, „… ist der Himmel!“

Von diesem Tage an war Graf Albrecht II. als „der Gerechte“ und die Festung Regenstein als Sitz eines weisen Ratgebers bekannt. Wie er zum Namen „Raubgraf“ kam, ist eine andere Geschichte!

(aufgeschrieben von Carsten Kiehne in "SAGENHAFTER OSTHARZ - FAST VERGESSENE GESCHICHTEN")

Unsere guten Bekannten von KROL-KREATIV (wunderbare Holz- & Keramikarbeiten) findet ihr das gesamte PFINGST-WOCHENENDE a...
24/05/2026

Unsere guten Bekannten von KROL-KREATIV (wunderbare Holz- & Keramikarbeiten) findet ihr das gesamte PFINGST-WOCHENENDE auf dem MITTELALTERFEST auf BURGRUINE REGENSTEIN ... unbedingt mal vorbeischauen! 😍

Und hier ein paar Klänge, um Lust auf mehr zu machen: https://www.youtube.com/shorts/gOC1ZGFiRoI

Ausflugstipp des Pfingst-Wochenendes: das RITTERFEST auf der sagenumwobenen BURGRUINE REGENSTEIN 🤗 mit Musik und Tanz, G...
23/05/2026

Ausflugstipp des Pfingst-Wochenendes: das RITTERFEST auf der sagenumwobenen BURGRUINE REGENSTEIN 🤗 mit Musik und Tanz, Gauklern und altem Handwerk, spannendem Ritterkampf sowie mit Gebratenem und Gesottenem ( je nachdem, was beim Kampf erlegt wurde 😉).

Die Sagen der mittelalterlichen Feste, die in vorchristlichen Zeiten Kultstätte und Sonnenheiligtum war, findest du in meinem Buch "SAGENHAFTES BLANKENBURG" 🤩

DAS "MOHRENGRAB" VON STOLBERG(auch auf YOUTUBE: https://www.youtube.com/watch?v=NI-uyt_Fi6c )Einst weit vor den Toren de...
23/05/2026

DAS "MOHRENGRAB" VON STOLBERG
(auch auf YOUTUBE: https://www.youtube.com/watch?v=NI-uyt_Fi6c )

Einst weit vor den Toren der Stadt, an der Kapelle „Unserer lieben Frauen“ steht noch heute ein seltsamer Grabstein, der hier nicht hinzugehören scheint. Er hat die Form eines Minaretts mit einem Halbmond auf dem Kuppeldach, darauf steht: „Hier ruht früh dahin geschieden Abdessid ben Abdallah aus Darfur, ein Kind der Wüste, in geweihter Erde.“

Stolberger wissen zu erzählen, dass ein Graf aus Stolberg vor vielen hundert Jahren Darfur besucht hätte, eine Provinz des ägyptischen Sudan. Hier wäre er krank geworden und sicherlich auch dem Leiden erlegen, wäre nicht ein Knabe gekommen, ein elternloser Mohr, der dem Grafen – als seine Wachen gerade wegsahen – die Hände auflegte, worauf der sich binnen nach wenigen Minuten erholte. So erstaunt war der Graf von seiner Genesung und den scheinbaren Wundergaben des Jungen, dass er ihn mit nach Hause nahm. In Stolberg wollte er ihn als einen der Seinen annehmen, und ihn christlich erziehen lassen.

Zuerst schien die neue Heimat Abdessid auch zu bekommen. Viele Menschen standen ihm aufgeschlossen gegenüber, vor allem die Dienerschaft auf dem Schlosse. Wo immer er konnte half der Junge, sei’s drum, ob’s in der Küche oder in den Reitställen anzupacken galt. Für solch niedere Arbeiten hatte er aber bald keine Zeit mehr zur Verfügung, denn rasch hatte es sich herumgesprochen, dass er wohl wundertätige Hände habe und schon viele Besucher heilgeatmet hatte. Selbst die Mutter des Grafen, die lange Jahre an Schwermut gelitten hatte, war nach der ersten Begegnung mit Abdessid wohlauf und glücklicher als ein Vöglein im Frühling.
Nicht allen freilich gefiel das Gesundwerden der Menschen: die Ärzte und Apotheker bangten um ihre Einnahmen und manch ein einfältiger Tor meinte, dass ein Mohr die Dunkelheit über Stolberg bringe. Die Toren säten Missgunst, in allen dunklen Ecken, so dass es bald um Abdessid schlimm und immer schlimmer stand. Wie er sich trotz eigener Krankheit des Sohnes des Grafen annahm und ihn heilte, verblasste sein letzter Lebensfunken.

Man bestattete den Jungen – der viel zu früh gegangen war – auf dem Friedhof der heutigen Neustadt. Bald schon sah man den ein oder anderen Armen, der zur Grablege kam, ein Blümelein mitbrachte, um hier um Genesung zu bitten. Jeder der heilwerden wollte, würde hier Heilung finden, heißt es. Leider ist der alte Brauch, am Minarett ein Gebet zu sprechen, sich Linderung der Wunden zu wünschen und den Winden zu lauschen, beinahe vergessen. Nur Wenige wissen, dass man bei abnehmendem Monde am Grab sitzen und lauschen soll. Noch weniger Menschen hörten am Minarett das Murmeln sonderbarer Laute, die umgehend Linderung aller Leiden verschafften.

Erzähl mir gerne, wie’s dir ergangen ist, wenn du am Grabstein gesessen hast …!

(alten Stolbergern abgelauscht und aufgeschrieben von Carsten Kiehne)

Heute auf einer kleinen RECHERCHE-TOUR in einer der schönsten und bedeutendsten Fachwerkstädte des Harzes ... sicher 100...
22/05/2026

Heute auf einer kleinen RECHERCHE-TOUR in einer der schönsten und bedeutendsten Fachwerkstädte des Harzes ... sicher 100mal warich schon hier und entdecke immer wieder etwas Neues, wie das sagenumwobene "MOREN-GRAB", aber dazu morgen mehr. 😉

Also: wo bin ich und wer war schon hier???

WARUM DIE HARZER DAS QUESTENFEST FEIERN(auch auf YOUTUBE: https://www.youtube.com/watch?v=yl09wo_N0fU)Einst wohnte in ei...
22/05/2026

WARUM DIE HARZER DAS QUESTENFEST FEIERN
(auch auf YOUTUBE: https://www.youtube.com/watch?v=yl09wo_N0fU)

Einst wohnte in einer stolzen Burg hoch über dem Flecken Questenberg – auf den Bergen die schon in der frühen Eiszeit unseren Ahnen als Fliehburg und Kultstätte dienten – ein angesehener Herr, dessen größter Stolz sein vierjähriges Töchterlein war. Das Kindlein war zu seiner Freude nimmer zornig oder ängstlich, sondern immer frohgestimmt mit einem sonnigen Lächeln auf den Lippen, dass es jedermann binnen Sekunden aus seiner Schwermut befreite. -
Wie jeden Tag pflückte das Mädchen Blümlein vor der Burg und die Amme war es gewohnt, dass das Kindlein dabei auch tief im Gesträuch und im Wald verschwand und wartete seelenruhig, bis es mit einem großen Sträußlein wiederkam. Doch diesmal blieb das Mädchen aus, da half kein langes Warten, Leidklagen oder Rufen. Der Mond stand schon am Himmel, von der Kleinen aber war keine Spur. Da lief die Amme ins Schloss, beichtete was geschehen war, worauf der Burgherr gleich seine Reiter ins Tal ausschickte, dass sie in jedes Haus die Kunde bringen, was geschehen war und, dass man sich an der Suche nach des Lehnsherren Tochter zu beteiligen hätte
Das Kind war währenddessen auf der Suche nach den schönen Blumen immer tiefer in den Wald geraten und hatte die Dunkelheit überhaupt nicht bemerkt auch keine Furcht davor, strahlte es doch selber so hell wie die Sonne. Auch die Tiere des Waldes waren auf das kleine Menschlein aufmerksam geworden, ein Hirsch schritt einige Zeit anmutig neben ihr her und selbst der Wolf, von Neugier nah ans Kind getrieben, wollte der Kleinen, die einsam über die Klippen kletterte, kein Leid antun. So kam das Mädchen, begleitet von allen guten Geistern und den Vöglein des Waldes endlich an einer Köhlerhütte an, setzte sich an dessen Schwelle nieder und band seine Blumen. –
Wie der Köhler des Nachts zur Hütte kam, da stolperte er fast über das kleine Bündel vor seiner Pforte, erkannte darin das Töchterlein des Burgherren und machte sich gleich auf den Weg, dem Vater seinen Schatz zurück zu bringen. Andere sagen, das Kindlein hätte drei Tage beim Köhler gelebt, bis der erfahren hätte, woher das Mädchen kam und wer es war!

Welche unbändige Freude der Burgherr empfand, als ihm sein geliebter Sonnenschein nach stundenlangem Bangen völlig unversehrt und friedlich träumend in die Arme gelegt wurde, kann wohl nur derjenige verstehen, der wahrhaftig liebt! Wie die Kleine da die Augen auftat und in die tränenden Augen des Vaters sah, sagte sie: „Weine nicht, lieber Papa, ich hab‘ dir doch nur eine Queste gebunden!“ – Und, wie sie ihm – noch ganz verschlafen – den Blumenkranz überreichte, da ging hinter der Burg die Sonne auf.

Zum Dank schenkte der Burgherr den Helfern einen Strich Waldes, nannte seine Burg und den Ort darunter Questenberg und beschloss, jenen Freudentag fortan alljährlich zu feiern, was bis zum heutigen Tag geschieht: das Questenfest.
.. Einst war es zu diesem Volksfest Brauch, dass die Männer einen Tag vor Pfingsten die größte Eiche der umliegenden Wälder schlugen, ihre Äste abschlugen und diesen Baum (am dritten Pfingstfeiertag vorm Aufgang der Sonne) auf den Bergrücken (dem Burgberg gegenüber) hievten. Auf dem Berg wird der Baum dann aufgerichtet, verkeilt, mit einem Querbalken versehen, an dem dann die große, von den Frauen geflochtene Queste angebunden wird. Dann ruft alles „Die Queste hängt!“, umtanzt den Stamm und singt zum Aufgang der Sonne das Lied:

„Dich seh ich wieder, Morgenlicht und freue mich der edlen Pflicht, dem Höchsten Lob zu singen. Ich will, entbrannt von Dankbegier, oh mildester Erbarmer, dir, mit heilgem Mut lobsingen. Schöpfer, Vater, Deine Treue rührt aufs Neue mein Gemüte. Froh empfind ich deine Güte.“ (aufgeschrieben von Carsten Kiehne nach Grässe in "SAGENHAFTER SÜDHARZ")

Adresse

Friedrichsdorfstraße 11
Quedlinburg
06485

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