Sandra Heider - Osteopathie, Physiotherapie für Pferde & Hunde

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Das hier ist wieder so ein Beispiel, bei dem ich nicht nur das Pferd behandle – sondern mir auch ganz genau anschaue, wa...
14/09/2026

Das hier ist wieder so ein Beispiel, bei dem ich nicht nur das Pferd behandle – sondern mir auch ganz genau anschaue, was oben draufliegt.

Denn du kannst Muskulatur behandeln, Faszien lösen und den Rücken immer wieder bearbeiten: Wenn ein Sattel nicht zum Pferd passt und immer wieder ungünstigen Druck oder Einschränkung in bestimmte Bereiche bringt, kann sich das Thema natürlich immer wieder zeigen.

Und genau deshalb gehört der Sattel für mich bei Rückenproblemen, wiederkehrenden Verspannungen oder Veränderungen in der Muskulatur immer mit in die Gesamtbeurteilung.

Bei diesem Pferd war für mich vor Ort sehr deutlich: Der Sattel passt so nicht optimal zum Pferd.

Und nein – das beurteile ich nicht anhand dieser zwei Fotos. Ich habe Pferd und Sattel vor Ort gesehen, den Rücken angeschaut, das Gewebe gefühlt und den Sattel am Pferd beurteilt.

Die Bilder zeigen aber sehr schön, warum man bei Veränderungen im Rücken nicht einfach nur fragen sollte:

„Welcher Muskel ist verspannt?“

Sondern auch:

Warum reagiert dieser Bereich überhaupt?
Was wirkt immer wieder auf den Rücken ein?
Wie liegt der Sattel?
Wo entsteht Druck?
Wie viel Bewegungsfreiheit hat die Schulter?
Und was passiert unter dem Reiter in Bewegung?

Denn der Muskel ist manchmal eben nicht das eigentliche Problem.

Er reagiert auf etwas.

Und solange wir nur die Reaktion behandeln, aber die Ursache nicht mit anschauen, drehen wir uns im Kreis.

Deshalb gehört für mich zu einer guten Pferdetherapie nicht nur das Behandeln – sondern vor allem das Hinschauen, Zusammenhänge erkennen und Ursachen suchen.
„Genau deshalb lernst du in meiner Fachausbildung nicht, Behandlungstechniken nach Schema abzuarbeiten. Du lernst zuerst zu befunden, Zusammenhänge zu erkennen und daraus deine Behandlung abzuleiten.“

13/09/2026

Ich bekomme immer wieder Nachrichten von euch mit Fotos eurer Pferde und der Frage:
„Kannst du da mal draufschauen?“
„Was siehst du?“
„Was stimmt mit meinem Pferd nicht?“

Und genau deshalb möchte ich dieses Thema einmal aufgreifen.

Die beiden Bilder hier zeigen ein und dasselbe Pferd, am selben Tag – nur aus zwei unterschiedlichen Perspektiven fotografiert.

Schaut einmal, wie unterschiedlich ein Pferd allein durch Perspektive, Standposition und Kopf-Hals-Haltung wirken kann.

Natürlich kann ich auf einem Foto Dinge erkennen, die meine Aufmerksamkeit wecken. Ich kann mir die Rückenlinie anschauen, die Bauchlinie, den Schulterbereich, den Rumpf, das Becken oder die Stellung der Gliedmaßen.

Aber ein Foto bleibt immer eine Momentaufnahme.

Ich sehe nicht, wie das Pferd wenige Sekunden vorher gestanden hat.
Ich sehe nicht, wie es sich bewegt.
Ich weiß nicht, ob diese Haltung immer wieder auftaucht oder nur für diesen einen Moment entstanden ist.
Ich kann die Muskulatur und das Gewebe nicht fühlen.
Und ich kenne häufig weder Vorgeschichte noch Trainingszustand oder mögliche Beschwerden.

Deshalb kann und möchte ich aus einem einzelnen Pferdefoto keinen Befund machen.

Ein Bild kann Hinweise geben. Es kann mir zeigen, wo ich genauer hinschauen möchte. Und natürlich kann man lernen, bestimmte Dinge überhaupt erst wahrzunehmen.

Aber das ist etwas völlig anderes als zu behaupten, man wüsste anhand eines Bildes bereits, warum ein Pferd so aussieht oder was in seinem Körper passiert.

Für eine wirkliche Beurteilung möchte ich ein Pferd vor mir haben. Ich möchte es im Stand und in der Bewegung sehen, von unterschiedlichen Seiten betrachten, anfassen, untersuchen und die Vorgeschichte kennen.

Denn:
Zwischen „Ich sehe etwas“ und „Ich weiß, warum es so ist“ liegt ein großer Unterschied.

Und genau dieser Unterschied ist für mich ein wichtiger Teil guter Pferdetherapie und wenn du das lernen möchtest, dann schreibe mir gerne "Ausbildung" in die Kommentare und ich sende dir ganz unverbindlich deine Infos zur Fachausbildung Pferdephysiotherapie.

Speichere dir den Beitrag gerne ab und teile ihn mit Pferdemenschen, für die dieses Thema wichtig sein könnte.

13/09/2026

Trageschwäche beim Pferd: Warum das sichtbare Bild noch keine Diagnose ist.

Trageschwäche beim Pferd ist keine eigenständige tierärztliche Diagnose. Der Begriff beschreibt zunächst ein sichtbares Bild – aber er sagt noch nicht automatisch, warum ein Pferd sich so zeigt.

Ein weggedrückter Rücken, starke Vorhandlastigkeit, Schwierigkeiten mit Balance und Wendungen oder zunehmende Ausweichbewegungen unter Belastung können Hinweise darauf sein, dass etwas nicht optimal funktioniert.

Aber genau dann müssen wir genauer hinschauen.

Hinter solchen Veränderungen können ganz unterschiedliche Ursachen stehen: Schmerzen, körperliche Einschränkungen, Probleme im Bereich der Hufe, fehlende Kraft, mangelnde Koordination, ein noch unzureichender Trainingszustand oder Überforderung.

Deshalb reicht es nicht, einfach nur das Etikett „Trageschwäche“ auf ein Pferd zu kleben.

Entscheidend ist die Frage:

Warum zeigt dieses Pferd genau dieses Bewegungs- und Körperbild?

In meinem kostenlosen Fachwebinar „Trageschwäche beim Pferd“ gehe ich genau darauf ausführlicher ein.

Das kostenlose Fachwebinar findest du hier: https://www.sandra-heider.de/kostenloses-fachwebinar-trageschwaeche-beim-pferd/

12/09/2026

TEIL 3/3 – Was bedeutet das für Training und Behandlung?

In Teil 1 ging es um die Bauchmuskulatur, in Teil 2 um das Zusammenspiel von Bauch, Rücken, Lendenwirbelsäule, Becken und Hinterhand.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:

Es reicht nicht, einfach zu sagen:
„Dann müssen wir eben den Bauch trainieren.“

Denn kein Muskel arbeitet für sich allein.

Wenn wir möchten, dass ein Pferd seinen Körper besser trägt und stabilisiert, brauchen wir das Zusammenspiel aus Beweglichkeit, Koordination und Kraft.

Deshalb schaue ich immer zuerst:

Wie bewegt sich das Pferd?
Wo kompensiert es?
Welche Bereiche arbeiten zu wenig – und welche übernehmen vielleicht zu viel?
Und was braucht genau dieses Pferd in diesem Moment?

Erst daraus ergibt sich, welche Behandlung oder welches Training überhaupt sinnvoll ist.

Denn ein Pferdekörper besteht nicht aus einzelnen Baustellen.

Eine funktionierende Bauchmuskulatur ist wichtig – aber immer als Teil des gesamten Systems.

Genau deshalb verbinde ich in meiner Arbeit Bewegungsapparat, Muskulatur, Faszien, Nervensystem und Bewegung miteinander.

Wenn dir diese Serie geholfen hat, dein Pferd mit einem anderen Blick zu betrachten, speichere dir den Beitrag und teile ihn mit jemandem, für den dieses Wissen ebenfalls wichtig sein könnte.

Und wenn du lernen möchtest, Pferde genau so zu beurteilen und Zusammenhänge wirklich zu verstehen: Das ist ein zentraler Bestandteil meiner Fachausbildung Pferdephysiotherapie.

11/09/2026

TEIL 2/3 – Was Bauch, Rücken und Becken miteinander zu tun haben

In Teil 1 ging es um die Bauchmuskulatur und ihre Bedeutung für die Stabilisierung des Rumpfes.

Heute gehen wir einen Schritt weiter nach hinten und schauen auf Lendenwirbelsäule, Becken und Hinterhand.

Denn genau hier wird deutlich, warum ich ein Pferd nie nur an einer einzelnen Stelle beurteile.

Ein schwach entwickelter Bauch bedeutet nicht automatisch, dass dadurch das Becken in eine bestimmte Richtung kippt. So einfach funktioniert der Pferdekörper nicht.

Viel entscheidender ist die Frage:

Wie arbeiten Bauchmuskulatur, Rücken, Wirbelsäule, Becken und Hinterhand miteinander?

Wie bewegt sich die Lendenwirbelsäule?
Wie stabil ist der Rumpf?
Wie arbeitet das Becken in der Bewegung?
Und wie nutzt das Pferd seine Hinterhand?

Denn wenn sich ein Pferd an einer Stelle nicht optimal organisiert, verändert sich häufig die gesamte Bewegungsstrategie.

Genau deshalb reicht es nicht, nur dort hinzuschauen, wo wir eine Auffälligkeit sehen.

Der Körper arbeitet als System.

In Teil 3 geht es dann darum, was das für Training und Behandlung bedeutet und warum wir nicht einfach nur „einen Muskel kräftigen“ sollten.

Speichere dir den Beitrag und teile ihn mit einem Pferdemenschen, der Pferde nicht nur anschauen, sondern wirklich verstehen möchte.

Und wenn du genau dieses Denken lernen möchtest: In meiner Fachausbildung Pferdephysiotherapie geht es genau darum – Zusammenhänge erkennen, verstehen und sinnvoll einordnen.

10/09/2026

Ich habe in meinem Archiv einige ältere Fachvideos wiedergefunden, die ich schon vor Jahren aufgenommen habe. Die Bilder und Einzeichnungen finde ich bis heute spannend – fachlich würde ich manche Dinge heute aber genauer formulieren.

Deshalb hole ich diese Videos jetzt wieder hervor und spreche sie mit meinem heutigen Wissen neu ein.

In Teil 1 geht es um die Bauchmuskulatur des Pferdes.

Denn beim Blick auf den Pferderücken wird die Unterseite des Rumpfes oft vergessen. Dabei gehört die Bauchmuskulatur zur aktiven Stabilisierung des Rumpfes und arbeitet funktionell mit Rücken, Wirbelsäule und Becken zusammen.

Im Video zeige ich dir unter anderem den M. re**us abdominis, den geraden Bauchmuskel, und erkläre, warum ich bei der Beurteilung eines Pferdes nicht einfach frage:

„Wie sieht der Bauch aus?“

Sondern vielmehr:

Wie trägt das Pferd seinen Rumpf?
Wie arbeiten Bauch und Rücken zusammen?
Und was passiert dabei weiter hinten im Körper?

Genau dort geht es in Teil 2 weiter: Wir schauen auf Lendenwirbelsäule und Becken und darauf, warum man diese Bereiche nicht getrennt voneinander betrachten sollte.

Speichere dir den Beitrag, wenn du dein Pferd künftig mit einem anderen Blick betrachten möchtest – und teile ihn mit einem Pferdemenschen, für den dieses Wissen wichtig sein könnte.

Wenn du solche Zusammenhänge wirklich verstehen und Pferde fachlich beurteilen lernen möchtest: Genau dieses Denken vermittle ich auch in meiner Fachausbildung Pferdephysiotherapie.

09/09/2026

Hier kommt die Auflösung zum Video von gestern und ich ergänze das was ihr noch nicht erwähnt habt :-)

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