Sandra Heider - Osteopathie, Physiotherapie für Pferde & Hunde

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06/09/2026

Und hier kommt die Auflösung.

Im ersten Video war eine deutliche Asymmetrie in der Vorderhand zu sehen – am ehesten links vorne.

Bei meiner Untersuchung zeigte sich eine deutliche Druckempfindlichkeit im Halsbereich direkt vor dem Schulterblatt. Gleichzeitig war die freie Bewegung der Schulter nach vorne und hinten eingeschränkt. Im kontralateralen spiegelt es sich in der rechten Hinterhand wider. Das gesamte Pferd ist in sich fest und angespannt, was allerdings auch auf seine Psyche zurückzuführen ist.
Ich habe alle Bereiche behandelt und es zeigte sich da schon eine wesentliche Besserung.

Und jetzt schaut euch dieses Video an:
Das ist einen Tag nach der Behandlung aufgenommen.

Der Bewegungsablauf wirkt deutlich gleichmäßiger und die Vorderhand freier, es ist immer noch eine leichte Veränderung zu sehen aber mit den passenden Übungen wird sich das schnell lösen.

Und genau deshalb ist für mich wichtig:
Nicht einfach nur auf das Bein schauen, das auffällig läuft – sondern herausfinden, warum das Pferd dort anders belastet.

05/09/2026

Ein Vorderhuf steiler, der andere flacher – und dann wird nur am Huf korrigiert?

Ein High-Low-Muster fällt meistens zuerst an den Hufen auf.

Ein Huf steht steiler, der andere wirkt flacher und weiter.
Und natürlich muss man sich die Hufe anschauen.

Aber für mich beginnt die eigentliche Frage erst danach:

Warum sehen die Hufe überhaupt unterschiedlich aus?

Denn ein Pferd belastet seine Vorderbeine nicht zufällig über Monate oder Jahre unterschiedlich.

Welches Bein stellt es beim Fressen bevorzugt nach vorne?
Welches nimmt mehr Last auf?
Wie steht der Brustkorb zwischen den Vorderbeinen?
Wie beweglich sind Schulter, Hals und Brustkorb?
Und kann das Pferd beide Körperseiten wirklich gleich gut benutzen?

Der Huf kann deshalb durchaus das sichtbare Ergebnis eines viel größeren Bewegungs- und Belastungsmusters sein.

Und genau deshalb reicht es für mich nicht, nur den steilen Huf flacher oder den flachen Huf steiler bekommen zu wollen.

Ich möchte wissen, warum dieses Pferd seinen Körper so benutzt.

Denn erst wenn wir das verstehen, können wir auch sinnvoll entscheiden, wo wir ansetzen müssen.

Trageschwäche beim Pferd wird oft sehr schnell mit fehlender Muskulatur erklärt.Dann heißt es:mehr Muskelaufbau, mehr Tr...
04/09/2026

Trageschwäche beim Pferd wird oft sehr schnell mit fehlender Muskulatur erklärt.

Dann heißt es:
mehr Muskelaufbau, mehr Training, mehr Aktivierung.

Aber so einfach ist es häufig nicht.

Denn wenn ein Pferd seinen Körper nicht gut tragen kann, müssen wir uns anschauen, warum es bestimmte Strukturen nicht sinnvoll nutzen kann.

Was passiert im Rücken?
Wie arbeitet die Hinterhand?
Welche Kompensationen sind entstanden?
Und welche Rolle spielt dabei auch das Nervensystem?

Genau darüber spreche ich in meinem neuen kostenlosen Fachwebinar:

„Trageschwäche beim Pferd – warum Tragfähigkeit mehr braucht als Muskelkraft“

Das Webinar ist ab jetzt kostenlos verfügbar.

👉 Den Link findest du hier:
https://www.sandra-heider.de/kostenloses-fachwebinar-trageschwaeche-beim-pferd/

Wenn du Pferde nicht nur anschauen, sondern wirklich verstehen möchtest, dann schau es dir an.

03/09/2026

Was fällt dir bei diesem Pony in der Bewegung auf?

Wenn ein Pferd lahmt, schaue ich natürlich zuerst darauf, welches Bein auffällig ist.

Aber dann schaue ich weiter.

Tritt es mit einem Bein kürzer?
Nimmt es das Gewicht schneller wieder runter?
Wie bewegt sich das Becken?
Wie läuft der Rücken mit?
Und wo versucht das Pferd auszuweichen?

Denn wenn ein Pferd Schmerzen hat, verändert sich häufig nicht nur der Schritt eines einzelnen Beines. Der restliche Körper versucht, das auszugleichen.

Und genau deshalb finde ich Bewegungsanalyse so wichtig.

Nicht nur zu sehen:

„Das Pferd lahmt.“

Sondern genauer hinzuschauen:

Wie läuft es? Wo verändert es seine Bewegung? Und was könnte mir das für die weitere Untersuchung zeigen?

Was fällt dir bei diesem Pony als Erstes auf? Schreib es mir in die Kommentare.

Und wenn du lernen möchtest, Pferdebewegung genauer zu beurteilen, dann folge mir hier.

02/09/2026

Die Vorhand beginnt nicht am Karpalgelenk.

Wenn ich die Vordergliedmaßen eines Pferdes beurteile, interessieren mich nicht nur Huf, Fessel oder Karpalgelenk.

Denn anatomisch gibt es zwischen Vordergliedmaße und Brustkorb keine knöcherne Gelenkverbindung wie beispielsweise beim Hüftgelenk.

Der Rumpf wird zwischen den Vordergliedmaßen wesentlich über Muskulatur stabilisiert und getragen.

Und genau deshalb können Stellung und Belastung der Vorhand sehr viel interessanter werden, wenn wir gleichzeitig fragen:

Wie organisiert sich der Brustkorb?
Wie arbeitet das Schulterblatt?
Wie stabil ist der Rumpf?
Wie verteilt das Pferd sein Gewicht?

Für mich beginnt gute Befundung deshalb nicht bei einer einzelnen Struktur.

Ich möchte verstehen, wie der Körper diese Struktur benutzt.

Und genau dieses Denken ist ein wesentlicher Teil meiner Arbeit in Pferdeosteopathie und Pferdephysiotherapie.

Was fällt dir an einer Vorhand zuerst auf?

Folge mir, wenn du Pferde anatomisch nicht nur benennen, sondern funktionell verstehen möchtest.

01/09/2026

Und wo sind jetzt eigentlich die „Fettpolster“ hin?
Vor vier Wochen hatte ich genau diese Region am Schweifansatz gezeigt.

In den Kommentaren kam sehr schnell und sehr unhöflich:
„Das Pferd ist einfach zu fett.“
„Das sind Fettpolster.“

Und genau deshalb lohnt es sich, nicht jede sichtbare Kontur vorschnell zu beurteilen.

Dieses Pferd war weggerutscht und hatte danach seine Körperorganisation deutlich verändert (das hatte ich im Beitrag erwähnt). Besonders die Becken-/Kreuzbeinregion war auffällig, die Muskulatur arbeitete anders und die gesamte Hinterhand hatte sich sichtbar verändert.

Seitdem haben wir an Beweglichkeit, Körperwahrnehmung, Stabilität und einer besseren Organisation von Becken und Hinterhand gearbeitet.

Zwischen diesen beiden Bildern liegen vier Wochen und es hat sich um ein wesentliches verbessert. Bei meinem aktuellen Termin haben wir weiter and en Strukturen gearbeitet um sie noch besser zu unterstützen und dem Körper weitere Impulse der Veränderung zu geben.

Natürlich sind Fotos keine wissenschaftliche Messung und Aufnahmewinkel, Licht und Standposition spielen immer eine Rolle!

Aber die Veränderung der Kontur ist trotzdem spannend.

Und sie zeigt für mich sehr schön:

Nicht alles, was wie ein „Polster“ aussieht, muss automatisch Fett sein.

Muskeltonus, Haltung, Belastung, fasziale Spannung und die Art, wie ein Pferd seinen Körper stabilisiert, können das äußere Erscheinungsbild deutlich verändern.

Genau deshalb schaue ich nicht nur darauf, wie ein Pferd aussieht.

Ich möchte verstehen, warum sein Körper gerade so aussieht.

Und manchmal erzählt uns die Veränderung vier Wochen später mehr als jeder schnelle Kommentar unter einem einzelnen Foto.

Was fällt dir im direkten Vergleich als Erstes auf?

Folge mir, wenn du lernen möchtest, den Pferdekörper nicht nur anzuschauen, sondern Zusammenhänge zu erkennen.

31/08/2026

Viele Pferde wirken dauerhaft angespannt.

Sie halten Spannung im Körper, reagieren schreckhaft, können schwer loslassen oder bauen immer wieder dieselben Verspannungen auf.

Dann wird häufig versucht, genau diese Muskeln zu behandeln.

Doch echte Entspannung entsteht nicht zuerst im Muskel.

Sie beginnt in dem Moment, in dem das Nervensystem wieder Sicherheit wahrnimmt.

Erst dann kann der Körper Schutz loslassen und die Muskulatur muss nicht mehr dauerhaft festhalten.

Genau deshalb schaue ich bei meiner Arbeit nicht nur auf den Bewegungsapparat.

Ich möchte verstehen, warum das Nervensystem überhaupt noch das Gefühl hat, den Körper schützen zu müssen.

Denn nachhaltige Veränderung entsteht nicht, wenn wir nur Symptome behandeln – sondern wenn der Körper wieder in die Regulation findet.

💬 Woran erkennst du, dass dein Pferd wirklich entspannt ist? Abschnauben, Kauen, ein weicher Blick, tiefes Ausatmen oder etwas ganz anderes?

30/08/2026

Wenn die Vorhand stabiler werden soll, trainiere ich nicht nur Muskeln.

Stabilität entsteht nicht einfach dadurch, dass ein Pferd „mehr Kraft“ bekommt.

Der Körper muss zunächst erkennen:

Wo bin ich gerade?
Wo verändert sich mein Gleichgewicht?
Und wie muss ich darauf reagieren?

Bei dieser Übung gebe ich kleine, kontrollierte Impulse an der Schulter- und Brustkorbregion.

Das Pferd wird dadurch nicht einfach nur „weggedrückt“.

Es bekommt einen Reiz, auf den es reagieren muss.

Der Körper muss das Gewicht neu organisieren, den Rumpf stabilisieren und das Gleichgewicht erhalten.

Genau dabei spielt die Propriozeption eine wichtige Rolle – also die Eigenwahrnehmung des Körpers.

Und daraus entstehen posturale Reaktionen: automatische Anpassungen, mit denen das Pferd seine Haltung und Stabilität immer wieder neu organisiert.

Für mich ist das ein wichtiger Unterschied:

Stabilität bedeutet nicht nur Kraft.
Stabilität bedeutet auch, auf Veränderungen reagieren zu können.

Gerade bei Pferden, die sich in der Vorhand wenig stabil organisieren, können solche kleinen Übungen deshalb sehr interessant sein.

Wichtig ist dabei immer: klein, ruhig und kontrolliert arbeiten. Das Pferd soll reagieren und sich organisieren – nicht einfach aus dem Gleichgewicht gedrückt werden.

Beobachtest du bei deinem Pferd eher Kraft – oder auch, wie gut es sich selbst stabilisieren kann?

Folge mir, wenn du lernen möchtest, Bewegungsapparat und Nervensystem des Pferdes zusammen zu verstehen.

29/08/2026

Was hat sich hier wirklich verändert?

Auf den ersten Blick sieht man einfach nur ein anderes Bild der Vorhand.

Aber spannend wird es, wenn man genauer hinschaut.

Es geht hier nicht darum zu behaupten, dass innerhalb kurzer Zeit plötzlich Muskulatur aufgebaut wurde.

Was sich verändern kann, ist die Art, wie ein Pferd Gewicht übernimmt, sich stabilisiert und seine Vorhand organisiert.

Dabei spielen unter anderem Muskeltonus, Gelenkstellung, fasziale Spannung, propriozeptive Information und posturale Kontrolle zusammen.

Und genau deshalb schaue ich bei einem Pferd nie nur auf die sichtbare Struktur.

Ich frage mich:

Wie trägt sich das Pferd?
Wie organisiert es Schulter und Brustkorb?
Wie verteilt es das Gewicht auf der Vorhand?
Wo stabilisiert es gut – und wo kompensiert es?

Denn eine Veränderung im äußeren Bild kann Ausdruck einer veränderten Körperorganisation sein.

Was fällt dir auf dem Vorher-Nachher-Bild als Erstes auf?

Folge mir, wenn du lernen möchtest, solche Veränderungen beim Pferd genauer zu sehen und einzuordnen.

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59602

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