18/08/2026
NOTHINGING – die vielleicht unterschätzteste Fähigkeit unserer Zeit.
Wir sind unglaublich gut darin geworden, jede freie Minute zu füllen.
Wir arbeiten. Organisieren. Trainieren. Lernen. Scrollen. Hören Podcasts. Beantworten Nachrichten. Und selbst unsere Erholung wird häufig zur nächsten Aufgabe: meditieren, Atemübungen machen, Schritte sammeln, Schlaf optimieren.
Aber wann tun wir eigentlich … nichts?
Nothinging ist einer der Big 28 – jener menschlichen Verhaltens- und Lebensbereiche, die wir aus einer evolutionären Perspektive betrachten können.
Und genau hier wird es spannend:
Unsere moderne Umwelt ermöglicht uns etwas, das evolutionär ziemlich außergewöhnlich ist: permanente Stimulation.
Kaum entsteht Langeweile, greifen wir zum Smartphone. Kaum gibt es einen freien Moment, bekommt unser Gehirn den nächsten Reiz.
Dabei sind Phasen ohne konkrete Aufgabe keineswegs bedeutungslos. Wenn unsere Aufmerksamkeit nicht permanent nach außen gebunden ist, beschäftigt sich unser Gehirn weiterhin mit inneren Prozessen – Gedanken wandern, Erlebtes wird eingeordnet, neue Verbindungen können entstehen.
Vielleicht müssen wir deshalb nicht jede Pause „nutzen“.
Vielleicht dürfen wir sie manchmal einfach Pause sein lassen.
Meine Frage an dich:
Wann hast du das letzte Mal 10 Minuten wirklich nichts getan – ohne Handy, Podcast oder irgendein Ziel?
Gesundheit Stressregulation Nichtstun