25/07/2026
Wenn ein älterer Mensch dir sagt, dass er schon gestürzt ist – dann ist das keine einfache Information nebenbei.
Im Prinzip ist es der Anfang von vielen Möglichkeiten, wie sich das Leben danach heftig Verändernd entwickeln kann. Ein Warnsignal. Und wenn wir das weder untersuchen noch behandeln, dann erhöhen wir das Risiko für das, was danach kommt.
Stell dir vor: Deine Mutter stürzt. Nicht im Krankenhaus, nicht beim Sport – einfach zuhause. Und sie liegt. Acht, neun, zehn Stunden. Kann sich nicht helfen, kommt nicht hoch, niemand ist da.
Was in dieser Zeit im Körper passiert – Dehydration, Hypothermie, Druckstellen – heftige Angst, Kontrollverlust - Trauma. Das ist nicht reversibel. Das ist der Beginn eines Abwärtsspirale, die in schlimmen Fällen manchmal direkt in zum Ende des Lebens führen kann.
Das klingt drastisch. Aber das ist die Realität, mit der wir als Therapeuten täglich arbeiten. Wir sehen die Patienten, die nach einem Sturz Angst haben, sich zu bewegen. Angst Unternehmungen zu machen und und und…
Und trotzdem fragen wir zu selten: Wann war der letzte Sturz? Wie oft passiert das? Hat das jemals jemand systematisch untersucht oder eine Therapie gestartet?
Sturzrisiko ist messbar. Es ist behandelbar.
Stürze vermeiden nicht, aber das Risiko senken geht! Aber nur, wenn wir es ernst nehmen – bevor die nächste Nachricht kommt.