22/08/2026
Warum verändert sich das Gewicht in den Wechseljahren?
„Ich esse doch gar nicht anders als früher – warum nehme ich trotzdem zu?“
Diese Frage hören wir in der Praxis sehr häufig.
Tatsächlich verändert sich der weibliche Körper in dieser Lebensphase auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Sinkende und schwankende Östrogen- und Progesteronspiegel können die Körperzusammensetzung und Fettverteilung beeinflussen. Gleichzeitig nimmt mit zunehmendem Alter die Muskelmasse leichter ab – und damit sinkt auch der Energieverbrauch.
Hinzu kommen weitere Faktoren wie Schlafmangel, chronischer Stress, eine nachlassende Insulinsensitivität und Veränderungen im Bewegungsverhalten.
Typisch ist dabei häufig eine Veränderung der Fettverteilung:
Fett wird vermehrt im Bauchraum gespeichert.
Und genau deshalb betrachten wir Bauchfett in der Frauenmedizin nicht nur als ästhetisches Thema.
Viszerales Fett ist stoffwechselaktiv und steht unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang.
Die gute Nachricht:
Gewichtszunahme in den Wechseljahren ist nicht unausweichlich.
Entscheidend ist, nicht einfach nur weniger zu essen, sondern genauer hinzuschauen: Was hat sich verändert? Welche Faktoren spielen bei der einzelnen Frau eine Rolle? Und welche Maßnahmen sind sinnvoll?
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Wissen wirkt.