19/08/2026
Was ich so an der Stillgruppen-Arbeit liebe
Wer braucht schon Stillgruppen? Eigentlich ist ja nur der Anfang schwer und wenn es erstmal läuft, dann läuft es, oder?
Was ich aber auch als Mütterpflegerin und Stillberaterin immer wieder erlebe sieht so aus:
Die erste Zeit, vielleicht schon die Schwangerschaft, oder das Wochenbett, die Stillzeit waren schwer, es gab Schwierigkeiten oder kleine, wenn nicht sogar große Katastrophen.
Krankheiten, Sorgen, finanzielle Engpässe, familiäre Auseinandersetzungen, oft Todesfälle in der Verwandtschaft, später Milcheinschuss, wunde Mamillen, Milchstau, Baby nimmt nicht richtig zu... you name it.
Und auch wenn viele dieser Schwierigkeiten überwunden sind, sobald eine Mutter eine Stillgruppe besucht, hinterlassen all diese Erlebnisse Spuren.
Häufig gab es in all dem Trubel noch gar keine Zeit, das so richtig nachzufühlen, zu verarbeiten. Der Alltag fordert von Müttern, zu funktionieren. Für das Baby, für die Familie.
In der Stillgruppe haben diese Themen Platz. Du darfst dir den Raum nehmen. Erzählen, nachspüren. Du hörst dich selbst erzählen und merkst: Wow, das war viel! Das habe ich geschafft. Aber das hat mich auch mitgenommen.
Gemeinsam halten wir aus. Schauen hin. Und bewundern die Frauen für ihre Stärke oder ihre Weichheit, ihre Offenheit.
Ich liebe an dieser Arbeit, dass das Ungesehene gesehen wird.
Dazu lade ich dich ein - in einer festen Gruppe kannst du Vertrauen fassen, deine Stillreise reflektieren. Zuhören, nachdenken - wie es dir gut tut.
Ich lade dich herzlich ein, ab dem 1.9. jeden Dienstag um 10 Uhr im JEY Studio, 8 Wochen lang.