14/08/2026
„Diabetes? Dann lassen Sie einfach den Zucker weg.“
Ach so. So leicht ist das also.
Zuckerdose in den Schrank, Schokolade verbieten – Problem gelöst?
Klingt logisch. Ist aber nur die halbe Geschichte.
Ja, weniger zugesetzter Zucker kann sinnvoll sein. Besonders bei süßen Getränken lohnt sich ein genauer Blick. Aber ein pauschales „Das dürfen Sie ab jetzt nie wieder essen“ schafft noch kein Verständnis – und selten eine Veränderung, die dauerhaft im Alltag trägt.
Denn Druck erzeugt oft Gegendruck.
Plötzlich wird jedes Stück Kuchen zur Willensprüfung. Ein Keks fühlt sich wie Versagen an. Und nach dem ersten „Ausrutscher“ kommt schnell der Gedanke: Jetzt ist es sowieso egal.
Das Problem ist dann nicht mangelnde Disziplin. Die Strategie war schlicht zu grob.
Bei Diabetes geht es nicht nur um den Zucker, den Sie sehen. Entscheidend ist auch:
• Wie sind Ihre Mahlzeiten zusammengesetzt?
• Wie viele und welche Kohlenhydrate essen Sie – und wann?
• Wie wirken Ballaststoffe, Eiweiß und Bewegung auf Ihren Blutzucker?
• Welche Rolle spielen Insulinresistenz, Leber, Schlaf, Stress und Ihr Tagesablauf?
Genau deshalb beginne ich nicht mit einer Verbotsliste.
Erst schauen wir hin: Wo kommt Zucker regelmäßig vor? Wann entstehen Hunger oder Heißhunger? Was ist Gewohnheit – und was hat einen echten Grund?
Dann wird verständlich, welcher Hebel wirklich passt. Vielleicht ist es das süße Getränk. Vielleicht die Zusammensetzung der Mahlzeiten. Vielleicht der Essrhythmus. Und anschließend wird geprüft: Was verändert sich bei Blutzucker, Hunger, Energie und Alltag?
Zucker reduzieren? Ja. Blind verbieten? Nein.
Gesundheit entsteht nicht durch möglichst strenge Regeln. Sie entsteht, wenn Menschen verstehen, was sie verändern – und warum.
Darüber sprechen wir bei meinem kostenlosen Info- und Frage-Antwort-Abend rund um Diabetes, Prädiabetes, Insulinresistenz, Fettleber und Blutzucker.
📅 Montag, 17. August 2026
⏰ 18:30 Uhr
📍 Essensziell Ernährung & Gesundheit
Johann-Karl-Wezel-Str. 44, Sondershausen
Die Plätze sind begrenzt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich