28/07/2026
Alle 30 Sekunden stirbt jemand an einer Hepatitis bedingten Krankheit
Fünf Hepatitisviren – A bis E – sind heute bekannt. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Übertragungswege, Symptome und Krankheitsverläufe.
Hepatitis A: Übertragung über verunreinigtes Wasser, Lebensmittel und Schmierinfektionen. Die Erkrankung verläuft häufig unbemerkt oder mit Symptomen wie Übelkeit, Fieber, Müdigkeit und Gelbsucht. Sie heilt in der Regel von selbst aus. Eine Impfung bietet Schutz und wird für gefährdete Personen empfohlen.
Hepatitis B: Übertragung über Blut und Sperma. Die Infektion heilt meist innerhalb der ersten sechs Monate aus. Die Virus-DNA bleibt jedoch lebenslang im Körper und kann bei einer Immunschwäche reaktiviert werden. Chronische Verläufe können zu Leberschäden führen. Antivirale Medikamente können das Virus unterdrücken. Eine Impfung schützt.
Hepatitis C: Übertragung vor allem durch Blutkontakt. Etwa 70 % der Infektionen verlaufen chronisch, akute Infektionen bleiben häufig unbemerkt. Nach einer überstandenen Infektion besteht keine dauerhafte Immunität, erneute Infektionen sind möglich. Eine Impfung gibt es bisher nicht, die Erkrankung ist jedoch fast immer heilbar.
Hepatitis D: Übertragung über Blut und Körperflüssigkeiten. Das Virus tritt ausschließlich zusammen mit Hepatitis B auf und gilt als das gefährlichste Hepatitisvirus. Schwere, chronische Verläufe sowie Leberzirrhose und Leberkrebs treten häufiger und früher auf. Die Hepatitis-B-Impfung schützt auch vor Hepatitis D.
Hepatitis E: Übertragung über verunreinigtes Trinkwasser und rohes Fleisch. Hepatitis E ist das häufigste Hepatitisvirus in Deutschland und weltweit. Die Erkrankung heilt meist von selbst aus, schwere Fälle können medikamentös behandelt werden. Eine Impfung ist in Deutschland und Europa nicht verfügbar.