10/08/2026
„Fortschritt beginnt dort, wo wir verstehen, was wir tun.“
Dieses Zitat habe ich bei einem Post aufgeschnappt in dem es um KI ging. Hier soll es nicht um künstliche Intelligenz gehen sondern genau um das Gegenteil.
Ich möchte, dass du verstehst, warum ein Sattel wie liegen muss. Und ich bekomme immer wieder große Augen und haben mein Gesicht dann auch oft nicht im Griff, wenn ich sehe, wie einige Sättel für Pferde auswählen. Da geht es um sogenannte Experten mit verdammt viel Reichweite.
Wenn ich ein Pferd und einen Reiter dazu sehe, habe ich sehr schnell einen Plan im Kopf und höre natürlich trotzdem genau zu, was der Pferdebesitzer sich wünscht. Allerdings gilt immer: Horse First! Und da ist doch schnell klar, was ich für einen Sattelbaum und auch Unterbau brauche. Da brauche ich nicht 10 unterschiedliche Sättel auf das Pferd legen. Das ist doch lediglich eine Showaspekt, um dem Kunden zu zeigen, was ich da alles habe.
Oder aber ich bin mir selbst gar nicht sicher, was ich da mache. Das wäre natürlich fatal. Vor allen Dingen, weil ich bei solchen Profis häufig beobachte, dass die Sättel, die als unpassend und nicht möglich für dieses Paar demonstriert werden, lediglich einer Anpassung benötigen.
Wenn ich bei der Ausbildung meiner Sattelheldinnen an den Punkt komme zu erklären, welche Sättel auf welche Pferde passen, dann ist die Basis immer, genau zu wissen, was in den entsprechenden Sätteln verbaut ist und auch die anatomischen Punkte der Pferde genau zu erkennen.
Vieles ist anpassbar, aber einiges eben auch nicht. Und was nicht anpassbar ist, kann ich auch gleich aus meinem Sortiment streichen, egal wie sehr die Nachfrage in diese Richtung vielleicht kurzfristig existiert.
Es ist viel wichtiger bei sich und seinen Werten zu bleiben. Das gilt auch für das Thema Sattelanpassung und Sattelverkauf. Sonst rennst du nur noch irgendwelchen Kunden hinterher, die langfristig nicht bei dir bleiben werden.