06/08/2026
Mit einem Augenzwinkern gemeint aber ganz ohne Hintergrund ist der Witz nicht. 😉
Viele Menschen mit ADHS erleben, dass Aufgaben plötzlich deutlich leichter werden, wenn eine andere Person involviert ist. Nicht, weil wir faul sind oder unsere Wohnung anderen zuliebe wichtiger ist als uns selbst.
Häufig verändern soziale Faktoren die Motivation: Es entsteht mehr Dringlichkeit, mehr Verbindlichkeit und die Aufgabe gewinnt subjektiv an Bedeutung. Das kann dabei helfen, die Hürde zwischen „Ich müsste mal anfangen“ und „Ich mache es jetzt“ zu überwinden.
Dahinter steckt nicht fehlendes Wissen darüber, was zu tun ist, sondern oft eine Schwierigkeit, Handlungen ohne ausreichend starke Motivation oder äußere Struktur in Gang zu setzen, ein typisches Merkmal der exekutiven Dysfunktion bei ADHS.
Das gilt natürlich nicht für alle und ich finde: eine gute Freundschaft hält auch Unordnung aus :)
Aber für manche macht man es vielleicht einfach gern.
Kennt ihr das auch? Dass Dinge plötzlich viel leichter werden, sobald jemand anderes beteiligt ist?