06/08/2026
Erst gestern wieder erlebt...eine Endometriose Patientin, die völlig aufgelöst war, weil die Ärztin ihr an den Kopf wirft, sie hätte nur eine 5%ige Chance schwanger zu werden. Obwohl keine Endometriose an den (für die Fortpflanzung) entscheidenden Stellen vorhanden war, die Eileiter durchgängig, ein regelmäßiger Zyklus und Eisprung vorhanden usw. Wie kommt man auf so eine Zahl???
Beigefügt dann die Aussage, wenn sie Pille xy nimmt, würde die Wahrscheinlichkeit auf 10% steigen. Ah ja...wenn ich das Hormonsystem und den natürlichen Zyklus erstmal ausschalte, steigt die Wahrscheinlichkeit immer drastisch an (nicht!). Vielleicht wenn ich die Patientin dann direkt in die Kinderwunschklinik schicke 🙄
Auf die Aussage der Patientin, dass das für sie keine Option ist, weil sie von der Pille Depressionen bekommen hat, kommt dann als Argument, man könne einfach direkt ein Antidepressiva dazu geben... Klar, und wenn sie vom Antidepressiva dann Magen-Darm Probleme, Gewichtsschwankungen, Kreislaufprobleme und Co bekommt, hat die Pharmazie ja zum Glück auch noch einiges in peto, was man einwerfen kann *Ironie off*
Solche und ähnliche Aussagen höre ich permanent und es macht mich echt wütend 🤨
Wir sollten daran interessiert sein, dass es den Patienten besser geht und sie auf dem Weg zur Gesundheit (oder auch zur Schwangerschaft) unterstützen. Nicht psychisch runter ziehen und weitere körperliche Baustellen eröffnen...