29/08/2026
70 von 70 Punkten. 🥳 Und plötzlich fällt eine Last von den Schultern.
Hinter einem Referat stecken so viele Stunden, die später niemand mehr sieht. Recherchieren, beobachten, schreiben, verwerfen, neu formulieren, korrigieren, zweifeln, noch einmal lesen und irgendwann der Moment, in dem man entscheiden muss: Jetzt ist es fertig. Jetzt gebe ich es ab.
Heute habe ich die Bewertung meines Fachreferats erhalten:
70 von 70 Punkten. ❤️
Natürlich freue ich mich riesig. Besonders darüber, dass meine Sichtweise auf das Thema genauso verstanden wurde, wie ich sie vermitteln wollte.
Gleichzeitig habe ich heute noch etwas anderes sehr deutlich gespürt: wie viel Anspannung mit einer solchen Leistungssituation verbunden sein kann und welche Last abfällt, wenn sie vorüber ist.
Und genau da musste ich an die Kinder denken.
Ich habe mir diese Situation ausgesucht.
Ich wollte diese Weiterbildung.
Ich habe mich bewusst für dieses Referat entschieden.
Ich wusste, warum ich diese Anstrengung auf mich nehme, und konnte mich mental darauf vorbereiten.
Kinder können das oft nicht.
Klassenarbeiten, Tests, Vorträge, Bewertungen und Leistungserwartungen gehören zu ihrem Alltag. Sie können sich ihnen nicht einfach entziehen und verfügen noch nicht selbstverständlich über die Strategien eines Erwachsenen, um mit Anspannung, Versagensängsten oder dem eigenen Leistungsdruck umzugehen.
Was für uns eine Aufgabe ist, kann sich für ein Kind deshalb sehr viel größer anfühlen.
Vielleicht sollten wir bei einer Note deshalb nicht nur fragen:
„Was hat das Kind geleistet?“
Sondern manchmal auch:
„Was hat es diese Leistung gekostet?“ ❤️
Denn Kinder brauchen nicht weniger Herausforderungen.
Sie brauchen Begleitung, um an ihnen wachsen zu können.