Pferdeosteopathie Nicole Zimmer

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Pferdeosteopathie Nicole Zimmer Pferdeosteopathie Nicole Zimmer, Illerstraße 13, 88486 Kirchberg an der Iller,
Mobil: 0172/7591637
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24/02/2026

Warum ein Pferd nicht nur „Slow-Motion“ trainiert werden darf:

Grundlagenarbeit im Schritt und ruhigen Trab ist wertvoll. Sie verbessert Koordination, Balance und Körperbewusstsein. Doch der Körper – egal ob Mensch oder Pferd – entwickelt immer nur das, was er regelmäßig tun muss. Dieses Prinzip nennt man in der Trainingswissenschaft das „Spezifitätsprinzip“.

Wenn ein Pferd überwiegend in kleinen, kontrollierten Bewegungen trainiert wird, passt sich sein gesamtes System genau daran an:
🔸Muskeln lernen, moderat und gleichmäßig zu arbeiten.
🔸Das Nervensystem lernt, kontrolliert statt schnell zu reagieren.
🔸Sehnen und Faszien werden auf geringe Amplituden eingestellt.

Studien aus der Sportwissenschaft zeigen, dass Explosivität und Reaktionsgeschwindigkeit nur entstehen, wenn schnelle Kraftentwicklung tatsächlich geübt wird (Aagaard et al., 2002). Das Nervensystem aktiviert schnelle Muskelfasern nur dann effizient, wenn es regelmäßig dazu aufgefordert wird.

Übertragen auf den Alltag bedeutet das:

Ein Pferd, das ausschließlich in ruhigen, verkürzten Bewegungen trainiert wird, ist möglicherweise gut kontrollierbar – aber nicht automatisch vorbereitet auf:
• Bodenunebenheiten im Gelände,
• plötzliches Wegrutschen,
• spontane Ausgleichsreaktionen,
• kraftvolles Abspringen oder Abfangen.

Muskeln, Sehnen und Faszien sind dafür gemacht, Energie aufzunehmen und wieder freizugeben.
Sie leben von Dynamik, von wechselnden Spannungen und auch mal größeren Bewegungsamplituden.

Ein Körper, der nie schnell werden darf,
verlernt, schnell zu reagieren.

Ein Pferd, das nie Impuls entwickeln darf,
entwickelt keine Reserve.
Und Reserve ist das, was Verletzungen verhindert.

Deshalb ist gutes Training kein Entweder-oder.
Es ist ein Ganzes:

Langsam UND schnell.
Kontrolliert UND dynamisch.
Halle UND Gelände.

Denn am Ende zählt nicht,
wie perfekt ein Pferd unter Idealbedingungen läuft –
sondern wie sicher es seinen Weg durchs Leben gehen kann. 🍀🧲😇

Vergangenes Wochenende habe ich genutzt, um mich für Eure Pferde fortzubilden ❤️🐴Vieles war bereits in meinen Behandlung...
25/11/2025

Vergangenes Wochenende habe ich genutzt, um mich für Eure Pferde fortzubilden ❤️🐴
Vieles war bereits in meinen Behandlungen enthalten, trotzdem war wieder jede Menge neuer Input dabei! 🤗

Der 22-jährige Banjo. Rein optisch schon ein älterer Herr. Körperlich aber in Relation zum Alter noch top in Schuss 👌🏻.D...
20/11/2025

Der 22-jährige Banjo. Rein optisch schon ein älterer Herr. Körperlich aber in Relation zum Alter noch top in Schuss 👌🏻.
Damit das noch lange so bleibt, bekam der Süße einen osteopathischen Check-up, um Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Regelmäßige Osteobehandlungen sind für jedes Pferd empfehlenswert. Aber gerade die älteren profitieren oft besonders davon!

Was kann es besseres geben, als bei schönstem Sonnenschein eine Osteobehandlung zu geniessen?!?Der lieben Vaiyana hat da...
18/11/2025

Was kann es besseres geben, als bei schönstem Sonnenschein eine Osteobehandlung zu geniessen?!?
Der lieben Vaiyana hat das jedenfalls sichtlich gefallen.
Nach einem Sturz hatte die fünfjährige Stute diverse Blockaden. Vor allem ein blockierter Craniothorakaler Übergang sowie ein blockiertes linkes ISG waren u.a. dafür verantwortlich, dass Vaiyana "nicht ganz rund" lief.
Währen der Behandlung konnte ich aber alle Blockaden sehr gut lösen, so dass die süße Maus bald wieder ganz die Alte sein dürfte.

Diese Woche hatte Bellissima ihren regelmäßigen Check-up.Belli ist noch nicht lange bei ihrer Besitzerin und wurde von i...
04/10/2025

Diese Woche hatte Bellissima ihren regelmäßigen Check-up.
Belli ist noch nicht lange bei ihrer Besitzerin und wurde von ihr aus suboptimalen Verhältnissen übernommen. Abgesehen von einer Vielzahl an Blockaden im Bewegungsapparat litt die 14-jährige Stute an massiven Magengeschwüren, die zunächst aufwändig und langwierig durch Tierarzt und Klinik behandelt werden mussten.
Zwar ist mittlerweile alles in Ordnung, trotzdem beziehe ich in jede Behandlung immer auch den Magen mit ein. Dies geniesst die Süße sichtlich und mittlerweile hat sie sich wirklich richtig toll entwickelt. Sie hat zugenommen und ihr Fell glänzt und endlich geht es auch mit dem Muskelaufbau voran. Zeitgleich werden die Blockaden immer weniger. Hier sieht man einmal mehr, dass der Gesundheitszustand eines Pferdes von vielen Faktoren abhängt und Blockaden im Bewegungsapparat nicht immer "nur" durch Verletzungen/Traumata bedingt sein müssen. Gerade deshalb ist es für uns Therapeuten so wichtig, in alle Richtungen zu denken!

Vergangene Woche hatte der 12-jährige Moonwalker einen Termin bei mir. Der Wallach hat einige körperliche Baustellen, un...
13/09/2025

Vergangene Woche hatte der 12-jährige Moonwalker einen Termin bei mir. Der Wallach hat einige körperliche Baustellen, unter anderem auch neurologische Defizite.
Um so mehr habe ich mich darüber gefreut, wie gut er sich seit dem letzten Termin entwickelt hat!
Durch an seine Bedürfnisse angepasstes Training, sehr viel gute Pflege durch seine Besitzerinnen und regelmäßige osteopathische Checkups hat sich sein Gangbild ganz gravierend verbessert!
Und dann kam heute noch so ein schönes Feedback von Walkis Besitzerin.
Vielen Dank dafür, liebe Amelie! 🥰

Zwischen den beiden Fotos liegen genau sieben Monate und mittlerweile beinahe 100 Kilo Körpermasse.Aus einer stark überg...
02/09/2025

Zwischen den beiden Fotos liegen genau sieben Monate und mittlerweile beinahe 100 Kilo Körpermasse.
Aus einer stark übergewichtigen, trageschwachen 11 Jahre alten Süddeutschen Kaltblutstute ohne Kondition und nur eine Handbreit von sämtlichen Erkrankungen entfernt, die hohes Übergewicht mit sich bringt, wurde durch rationierte Fütterung, konsequentes, vielseitiges Training und begleitende osteopathische Behandlungen ein deutlich schlankeres, bewegungsfreudiges Pferd, welches auch muskulär bereits um Welten besser da steht.
Noch sind wir nicht am Ende unseres Weges, denn eines ist klar: besser geht immer.
Trotzdem sind wir bereits jetzt stolz wie Bolle auf diese Entwicklung!

Der beste Start in einen Sonntag ist definitiv so ein Feedback! 🥰Vielen herzlichen Dank dafür, liebe Laura!
13/08/2025

Der beste Start in einen Sonntag ist definitiv so ein Feedback! 🥰
Vielen herzlichen Dank dafür, liebe Laura!

Die liebe Sarolita war gestern meine Patientin. Die 12 Jahre alte Quarterstute hat einen ziemlich ausgeprägten Spat-Befu...
30/07/2025

Die liebe Sarolita war gestern meine Patientin. Die 12 Jahre alte Quarterstute hat einen ziemlich ausgeprägten Spat-Befund an beiden Hinterbeinen. Das allein sorgt schon dafür, dass die Stute anfangs sehr steif daher kommt. Normalerweise läuft sie sich aber laut Besitzer recht schnell ein.
Ein Beckenschiefstand, blockierte ISG, Blockaden in der Lendenwirbelsäule, ein disloziertes Brustbein, blockierte Schultern sowie Blockaden in der gesamten Halswirbelsäule sorgten dafür, dass das Gangbild vor der Behandlung insgesamt doch eher katastrophal war.
Mittels manueller, craniosakraler und energetischer Techniken, kombiniert mit Akupressur, konnte ich die festgestellten Blockaden gut bearbeiten und Vieles lösen. Bereits am Ende der Behandlung lief Sarolita deutlich besser.
Aufgrund des ausgeprägten Befundes vereinbarte ich mit Sarolitas Besitzer aber direkt einen Folgetermin in ein paar Wochen.
Das ist manchmal notwendig, da bei zu vielen Blockaden der Körper einfach nicht in der Lage ist, alles auf einmal zu verarbeiten.

Bereits heute erreichte mich eine Nachricht des Besitzers, dass Sarolita läuft "wie ein junger Mustang" 😅🥰
Ich bin gespannt wie die Stute sich bis zum Folgetermin noch entwickelt.

26/07/2025

Was enge Nasenriemen beim Pferd auslösen – wissenschaftlich belegt

Eine neue Studie (Hopkins et al., 2025) zeigt, dass der Druck unter dem Nasenriemen bei null Finger Spielraum auf bis zu 115,8 kPa ansteigt. Das entspricht einer Steigerung von 338 Prozent im Vergleich zur lockeren Einstellung mit zwei Fingern. Zum Vergleich: In der Humanmedizin gilt schon ein Druck ab 32 kPa als kritisch, weil er die Durchblutung behindert und Gewebeschäden verursacht. Pferde sind an dieser Stelle ähnlich empfindlich – die betroffene Zone liegt direkt über Knochen, Nerven, feinen Blutgefäßen und dem sensiblen Nasenbein.

Je enger der Nasenriemen, desto kürzer wird die Schrittlänge. In der Studie wurde bei maximaler Enge eine Reduktion um bis zu 24 Zentimeter festgestellt. Das Pferd verliert Raumgriff, Takt und Bewegungsfreude. Es geht kürzer, weil es sich schützt.

Zusätzlich zeigen andere Studien, dass der Druck unter dem Kiefer – also unterhalb der Mandibula – oft noch höher ist. Gerade bei schwedischen oder kombinierten Nasenriemen mit Sperrriemen entstehen zusätzliche Druckzonen, die weder gesehen noch ausgeglichen werden können.

Biomechanisch betrachtet führt ein zu enger Nasenriemen zu einer Blockade im gesamten vorderen Faszien- und Nervensystem. Die Zunge kann sich nicht mehr frei bewegen, das Schlucken wird eingeschränkt, das Kiefergelenk wird starr. Die Verbindung von Maul, Zunge, Zungenbein und Nackenmuskulatur – zentral für Balance, Losgelassenheit und Atmung – wird gestört. Das Pferd kann nicht mehr regulieren. Es funktioniert – aber es fühlt nicht mehr.

Pferde, die unter zu engem Druck geritten werden, zeigen häufig deutlich erkennbare Stresszeichen: kein Abschnauben, kein Lecken, kein Zungenspiel, starre Mimik, Maul fest geschlossen, Kopf hinter der Senkrechten. Der sogenannte Ridden Horse Pain Ethogram (RHpE), also ein wissenschaftlich erfasster Schmerzausdruck beim Reiten, ist bei enger Verschnallung signifikant höher.

Diese Ergebnisse gelten unabhängig vom Ausbildungsstand, unabhängig vom Reitstil und unabhängig davon, wie gut jemand reitet. Denn ein zu enger Riemen ist kein Missverständnis. Er ist eine Entscheidung.

Ein Pferd kann unter Druck nicht loslassen. Es kann nicht lernen, nicht zuhören, nicht mitarbeiten. Wer Rittigkeit erwartet, muss Losgelassenheit ermöglichen. Wer Losgelassenheit will, muss Druck reduzieren.

Diese Daten sind keine Meinung. Sie sind messbar. Sie sind sichtbar im Gangbild. Sie sind belegbar in der Physiologie.

Sie fordern nicht nur zum Umdenken auf – sie machen es zwingend notwendig. Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN)fn_pferdesport
Hopkins et al. (2025): “Tight nosebands apply high pressures and are associated with reduced stride length in ridden horses”
Veröffentlicht im Journal of Equine Veterinary Science
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40692035

Hallo in die Runde.Am 29.7.25 hätte ich vormittags auf der Strecke zwischen Kirchberg an der Iller und Filderstadt-Bonla...
21/07/2025

Hallo in die Runde.
Am 29.7.25 hätte ich vormittags auf der Strecke zwischen Kirchberg an der Iller und Filderstadt-Bonlanden noch Kapazitäten für ein Pferd frei.
Bei Interesse gerne melden!

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