Interplast Germany - Sektion Bad Kreuznach

Interplast Germany - Sektion Bad Kreuznach INTERPLAST-Germany e.V. – Sektion Bad Kreuznach

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Bei den INTERPLAST-Operationsteams handelt es sich um erfahrene Plastische Chirurgen, Anästhesisten und OP-Schwestern, die ihren Urlaub zur Verfügung stellen und völlig unentgeltlich in Entwicklungsländern operieren. Ein INTERPLAST-Einsatz dauert zwei bis drei Wochen und kostet zwischen 10.000 und 15.000 Euro. In dieser Zeit können meist 100 bis 150 Patienten operiert werden.

Einsatz in Kamerun | 2. Einsatz in der Yassa-Klinik, St. Jean de Dieu Orden, in DoualaMit rund 4,5 Mio. Einwohnern ist D...
14/06/2026

Einsatz in Kamerun | 2. Einsatz in der Yassa-Klinik, St. Jean de Dieu Orden, in Douala

Mit rund 4,5 Mio. Einwohnern ist Douala die größte Stadt Kameruns. Das von den Brüdern des Ordens, St. Jean de Dieu, gut vorbereitete Camp sollte eigentlich lediglich Klumpfussoperationen durchführen. Aufgrund des Bedarfs vor Ort wurden nach Rücksprache mit unserem Team vorwiegend Kinder und Jugendliche mit ausgeprägten Beinachs-Deformitäten (X- und O-Bein) und nur einige kindliche Klumpfusspatienten einbestellt.

Beinachs-Deformitäten - oft aufgrund von Vitamin D-Mangel, aber auch genetisch bedingt - stellen angesichts der Häufigkeit ein großes medizinisches und soziales Problem dar.
Durch ihre Behinderung erfahren die betroffenen Kinder und Jugendlichen ausgeprägte soziale Stigmatisierung und Mobbing in der Schule.

Kamerun, früher Deutsch Westafrika, befindet sich im Westen von Zentralafrika am Atlantik. Es besteht aufgrund der französischen und englischen Kolonialgeschichte seit seiner Unabhängigkeit 1960 je aus einem französisch und englisch sprechenden Teil, wobei es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen diesen Gebieten kommt. Die Region Douala ist jedoch friedlich. Das Land liegt direkt oberhalb des Äquators und die klimatischen Bedingungen, unter denen wir gearbeitet haben, sind in dem tropischen Land mit Temperaturen bis 35 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit trotz klimatisiertem OP herausfordernd und anstrengend.

Unser Einsatz war über Flyer und Plakate angekündigt worden, sodass wir nach komplikationsloser Anreise am 1. Tag das Screening der vorbestellten Patienten innerhalb eines Tages durchführen und den OP-Plan bis zum Abreisetag ausfüllen konnten. Einige Patienten mussten auf den nächsten Einsatz vertröstet werden. Die Mitarbeiter im Hospital sind in der Regel zweisprachig, sodass eine Verständigung gut möglich war. Hilfreich waren für das Patientenscreening, die Gespräche und Aufklärung der Angehörigen und die spätere Betreuung der kleinen Patienten die Französischkenntnisse von fast allen Teammitgliedern. Das OP-Personal vor Ort war sehr engagiert und gut ausgebildet, die hygienischen Voraussetzungen im OP waren gut. Störend waren allenfalls die häufigeren Stromausfälle vor allem in der 2. Arbeitswoche.

Der Einsatz verlief auch aufgrund der vorhandenen Einsatzerfahrung aller Teammitglieder komplikationslos, harmonisch und zeichnete sich durch eine sehr gute, enge Zusammenarbeit aus. In der Abschlussbesprechung mit Bro Linus betonte der Direktor der Klinik immer wieder das große Interesse an weiteren Einsätzen auch mehrmals im Jahr.

Der Bedarf sei sehr groß. Man wünsche eine engere Zusammenarbeit mit INTERPLAST.

Mehr Informationen über INTERPLAST gibt es auf www.interplast-badkreuznach.de

Einsatz in Tansania | Dr. Anastasia Scherba unterwegs um Lebensqualität zu schenkenZwei Wochen war Dr. Anastasia Scherba...
30/05/2026

Einsatz in Tansania | Dr. Anastasia Scherba unterwegs um Lebensqualität zu schenken

Zwei Wochen war Dr. Anastasia Scherba für einen INTERPLAST-Einsatz in Tansania und half Kindern mit schweren Verbrennungsnarben. Sie berichtet von bewegenden Begegnungen.

28 Stunden mit drei Flügen und anschließender dreistündiger Autofahrt: So lange dauerte alleine die beschwerliche Anreise zum dritten humanitären INTERPLAST-Einsatz in Ilembula, Tansania von Dr. Anastasia Scherba.

Die Assistenzärztin absolvierte den Einsatz in ihrem fünften Weiterbildungsjahr an der Kreuznacher Diakonie gemeinsam mit vier Kollegen der Sektion Sachsen. Während des zweiwöchigen Aufenthalts führte das Team 37 plastisch-chirurgische Operationen durch und schenkte damit Menschen ein Stück Lebensqualität und die Chance, ihr Leben eigenverantwortlich zu führen.

Schon die Vorbereitung verlangte viel Engagement - einige medizinische Materialien oder kleine Spielzeuge und Süßigkeiten, wurden dank Spenden aus Deutschland mitgebracht. Die Hälfte der acht Koffer kam erst mit zweitägiger Verspätung an. Das Team konnte aber dennoch planmäßig mit den Eingriffen beginnen.

Die Nachfrage nach medizinischer Hilfe war so groß, dass sich das Team bis zur Abreise täglich zwischen den Operationen weitere Fälle ansah und überlegte, wie und wann man helfen könne. Einige Patienten konnten noch in den OP-Plan aufgenommen werden, viele mussten auf den Einsatz im nächsten Jahr verwiesen werden.

Die Ärzte wurden bei ihrer Arbeit mit vielen Schicksalsschlägen konfrontiert. Besonders betroffen machte der Eineinhalbjährige Joshua. Als Folge einer Infektion war es zu einer ausgeprägten Durchblutungsstörung mit einer schweren Nekrose gekommen, sodass die Ärzte gezwungen waren, den gesamten Vorfuß zu amputieren. Weil die Entzündung dennoch weiter fortschritt, musste der Unterschenkel amputiert werden. Diese Notwendigkeit war für die Mutter ein Schock und für das Team eine sehr schwere Entscheidung, da der Junge erst einmal nicht mehr laufen kann. Nach der gut verlaufenen Operation nahmen die Ärzte Kontakt zu einem Prothesenbauer auf und sicherten die Kostenübernahme für die Versorgung des kleinen Joshua mit Prothesen zu. Dafür hat Interplast jetzt eine Spendenaktion initiiert.

Ein freudiges Wiedersehen gab es mit Schwester Gertrud, die bei einem früheren Einsatz als Helferin aufgefallen war, sich aber die Ausbildung für ihren Traumberuf OP-Schwester nicht leisten konnte. Dank Interplast- Spenden steht die alleinerziehende Mutter jetzt kurz vor der Abschlussprüfung und kann somit auch ihrem Sohn eine sichere Zukunft bieten.

Deutsches Ärzteblatt interviewt | Dr. André BorscheWirklich zur Ruhe setzen, möchte er sich nicht – schon gar nicht ange...
27/05/2026

Deutsches Ärzteblatt interviewt | Dr. André Borsche

Wirklich zur Ruhe setzen, möchte er sich nicht – schon gar nicht angesichts des Zustands in der Welt. Auch würde dann ein Farbfleck auf den Konferenzen fehlen.

Folgend ein kleine Leseprobe, das ganze Interview unter:
https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/chefarzt-bunter-vogel-und-weltverbesserer-dr-andre-borsche

Herr Dr. Borsche, wie erleben Sie den Nachwuchs?

Dr. André Borsche: Viele starten begeistert und verlieren dann ihre „Sehnsuchtsmedizin“ schrittweise. In zahlreichen Gesprächen der letzten Jahre habe ich gesehen, wie die Augen von jungen Medizinerinnen und Medizinern anfangs leuchten. Doch im Alltag verschwindet das. Dies mitzuerleben tut mir regelrecht weh. Es gibt immer mehr Technik, immer mehr Druck und immer weniger Menschlichkeit. Und dabei haben wir so einen wunderschönen Beruf! Die Patienten und Patientinnen vertrauen uns, wir können ihnen helfen und dazu beitragen, sie wieder glücklicher zu machen.

Sie sind 2023 in Rente gegangen, so richtig ist das aber kein Ruhestand, oder?

Dr. André Borsche: Das habe ich mir schon ein bisschen anders vorgestellt. Inzwischen bin ich achtfacher Großvater und besuche gerne meine Enkelkinder, die in ganz Deutschland verstreut leben. Ich verfolge gespannt, wie sie sich entwickeln und kann mich an ihnen intensiv erfreuen. Dem möchte ich auch persönlich viel Raum geben! Aber solange ich als medizinische Kapazität noch was draufhabe... Wenn Sie zufriedene Patientinnen und Patienten haben, möchten Sie das nicht von heute auf morgen aufgeben. Ich bleibe meinem Fach weiter treu, weil es meine Leidenschaft ist.

Sie haben sich auch in ihrer Zeit als Chefarzt ein Stück ihrer alten Hippie-Attitüde behalten, allein durch ihr Outfit…

Dr. André Borsche: Meine nepalesische Jacke trage ich bis heute gern auf Konferenzen. Die ist ein Dankeschön von Eltern aus dem Himalaya. Ich schlüpfe da mit einer ganz persönlichen Überzeugung rein. Es wird genügend Leute geben, die denken „was für ein Spinner“. Diesen Stress mache ich als bunter Vogel auch manchen Kontakten im Ausland – wenn die einen stromlinienförmigen Normalo-Chirurgen mit Krawatte erwarten und dann mit mir klarkommen müssen. Wenn sie aber merken, was meine wirklichen Beweggründe sind, dann schwingt das um in Begeisterung für die Sache. Wenn Sie als eine etwas anders gestrickte Persönlichkeit auftreten, enthemmt das erfreulicherweise auch die anderen – und ermöglicht ungewöhnliche Kontakte.

Haben Sie angesichts der vielen Kriege und Krisen auf der Welt ein innerliches Erschrecken? Sie wissen ja mehr als andere, was das für die Menschen vor Ort bedeuten kann?

Dr. André Borsche: Ich bin Pazifist und kann Kriege nur als Niederlage verstehen. Diese ganzen strategischen Überlegungen, ob ein Angriff gerechtfertigt ist oder eine Seite aus Sicherheitsinteressen dies und das braucht, sind mir unbegreiflich. Wenn man die Einzelschicksale vor Augen hat, ist es mir komplett egal, auf welcher Seite derjenige betroffen ist. Da werden in wenigen Sekunden Menschenleben zerfetzt, zerstückelt, wo Sie als Arzt Wochen und Jahre brauchen, um vielleicht ein bisschen noch was zu retten. Es ist unendlich tragisch, dass wir es nicht besser im Griff bekommen, als uns mit der großen Keule gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.

Kann man da nicht eher dran verzweifeln?

Dr. André Borsche: Um dieser Verzweiflung nicht ganz ausgeliefert sein, versuchen wir auch in diesen Fokusländern zu helfen. Um wenigstens ein Feigenblatt aufrecht zu erhalten, nicht ganz vor dieser Gewaltspirale zu kapitulieren. Aber machen wir uns nichts vor. Auch unsere Einsätze für "INTERPLAST Germany" sind immer nur eine Stippvisite, ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber es ist ein Engagement, das Zeichen setzt. Gerade am Schicksal eines Kindes aus einem entlegenen Urwaldgebiet, das normalerweise keine Chance auf eine adäquate Behandlung hätte, können wir zeigen, dass es uns wert ist, seine Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte zu versorgen. Natürlich können diese Operationen in den jeweiligen Ländern meist auch in einigen Zentren durchgeführt werden, doch sind die Armen in vielen Regionen gar nicht gewohnt, überhaupt in die Stadt zu gehen. Wenn sie solchen Menschen helfen, denken diese, ein Wunder sei geschehen. Dann werden wir auch als Helfende von einer Dankbarkeit überwältigt, dass uns die Tränen kommen. Das sind Momente, wo ich dem lieben Gott danke, dass ich Arzt geworden bin.

Dr. André Borsche ist ein Chirurg mit großem Erfahrungsschatz im In- und Ausland. Doch wirklich zur Ruhe setzen, möchte er sich nicht – schon gar nicht angesichts des Zustands der Welt. Auch würde dann ein Farbfleck auf den Konferenzen fehlen.

INTERPLAST nimmt Abschied von Dr. Peter SchwarzAm 15.05.2026 ist Dr. Peter Schwarz, lieber Freund und treuer Weggefährte...
20/05/2026

INTERPLAST nimmt Abschied von Dr. Peter Schwarz

Am 15.05.2026 ist Dr. Peter Schwarz, lieber Freund und treuer Weggefährte von INTERPLAST verstorben. Als Gründungsmitglied der INTERPLAST Germany - Sektion Bad Kreuznach hat er seit 1996 mit großer Sympathie die humanitären Aktivitäten von André und Eva Borsche unterstützt. Dabei wirkte er zunächst als Kassenprüfer der Sektion und später für viele Jahre für den deutschlandweiten Verein INTERPLAST.

Seine Auftritte im Kurhaus bei den Jahrestagungen bezeugten die Transparenz und Exaktheit der Buchführung als Grundlage für eine vertrauensvolle Spendenverwendung unsere Hilfsprojekte in aller Welt. Voll Anerkennung berichtete er über die ehrenamtlichen Leistungen und die Effektivität der von Bad Kreuznach aus organisierten Einsätze.

Mit Peter Schwarz verlieren wir einen liebenswerten Mitstreiter für die gute Sache und bedanken uns herzlich für die segensreiche Zusammenarbeit. Seine wertschätzenden Impulse, viele anregenden Ideen und sein verschmitzter Humor werden uns fehlen.

Seiner lieben Familie fühlen wir uns weiterhin eng verbunden und sprechen ihr unser herzlichstes Beileid aus.

André und Eva Borsche

Liebe Freunde und Spender der INTERPLAST Sektion Bad KreuznachVoller Dankbarkeit dürfen wir, ALLE gemeinsam, auf zwölf e...
31/12/2025

Liebe Freunde und Spender der INTERPLAST Sektion Bad Kreuznach

Voller Dankbarkeit dürfen wir, ALLE gemeinsam, auf zwölf ereignisreiche Monate in 2025 zurückblicken. Immer wieder sind wir überwältigt, wie ideenreich Spendenaktionen, Geburtstagsfeiern und Jubiläen zugunsten der Sektion Bad Kreuznach, gestaltet werden.
Durch Ihre großartige Unterstützung wurde es möglich, dass Teams der Sektion Bad Kreuznach zu Einsätzen nach – Indien, Nepal, Sierra Leone, Malawi, Bolivien, Paraguay und Mosambik – unterwegs sein konnten.

Es ist großartig zu wissen, wie viele Sympathisanten uns über so viele Jahre die Möglichkeit geben, den unzähligen weltweit hilfsbedürftigen Menschen zu helfen.

Hierfür unseren ganz recht herzlichen Dank an Jeden einzelnen von Ihnen!

Wir wünschen Ihnen für das neue Jahr alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.

Ganz herzlich
Eva und André Borsche

Türchen 24 – Ihre Unterstützung - ein Geschenk der MenschlichkeitFamilie Borsche DANKT für die großartige Unterstützung,...
24/12/2025

Türchen 24 – Ihre Unterstützung - ein Geschenk der Menschlichkeit

Familie Borsche DANKT für die großartige Unterstützung, die wir und die ganze INTERPLAST Sektion Bad Kreuznach auch in diesem Jahr erfahren durften - ein Geschenk der Menschlichkeit, das wir auch künftig durch unser praktisches Wirken weiterführen werden!

Es war uns eine Freude mit einzelnen Eindrücken zeigen zu können, was wir in 2025 an Aktivitäten erreichen konnten - sehen was Ihr Engagement bei INTERPLAST möglich macht.

23/12/2025

Türchen 23 – eine unglaubliche diplomatische Kraftleistung

Malak – ein im Krieg verletztes Kind aus Gaza zur medizinischen Behandlung in Bad Kreuznach. Monatelang hatten sich deutsche Hilfsorganisationen bemüht, Kinder aus dem Krisengebiet zu holen. Die kleine Malak ist eines von ihnen.
Das Vorhaben war zunächst an Sicherheitsbedenken des Bundesinnenministeriums und des Auswärtigen Amts gescheitert, die die Einreise einer Begleitperson pro Kind nicht unterstützen wollten. Nun können zunächst zwei Kinder in Deutschland behandelt werden. Die sechsjährige Malak kam nach Bad Kreuznach und wurde mit ihrer Mutter bei einer Gastfamilie aufgenommen.

Dutzende Hilfsorganisationen wie die Kölner Refugees Foundation hatten angeboten, schwerverletzte Kinder aus Gaza zur Behandlung nach Deutschland zu holen und die Organisation der Reise, der Unterbringung und der Behandlung ebenso wie die Kosten zu übernehmen, sowie auch die spätere Rückkehr.

Die Sechsjährige wurde nach Angaben ihrer Mutter schwer verletzt, als ein israelischer Panzer im Gazastreifen geschossen haben soll. Auch ihre Schwester wurde am Rücken verwundet. Mehrere andere Kinder starben bei dem Zwischenfall. Malak überlebte nur, weil sie in einem Krankenhaus in Rafah erstversorgt werden konnte. Sie hat eine große Narbe quer über den Bauch bis zur Brust. Es sei ein großes Wunder, dass sie überlebt habe, sagt André Borsche.

Jeden Tag ein neues Türchen, und sehen was Ihr Engagement bei INTERPLAST möglich macht.

Türchen 22 – in Freundschaft und über den Einsatz hinausBeim fröhlichen Abschiedsfest mit Bürgermeister und Bischof, wur...
22/12/2025

Türchen 22 – in Freundschaft und über den Einsatz hinaus

Beim fröhlichen Abschiedsfest mit Bürgermeister und Bischof, wurde das Team mit einem leckeren Essen und vielen Früchten belohnt. In freundschaftlicher Atmosphäre wurde ein Wiedersehen für nächstes Jahr vereinbart. Bis dahin brauchen aber einige Patienten noch Verbandswechsel und Nachbetreuung – die wir natürlich Online sicherstellen können.
Dafür werden die beiden Ordensschwestern Veronica und Rosemarie, die Seele unseres Brasilien Projekts (Türchen 9), nun sorgen, ausgestattet mit den notwendigen Materialien bleiben sie mit uns stets in Kontakt.

Erfüllt von dem Gefühl intensiv und sinnvoll geholfen zu haben kehrt nun das Team wieder nach Deutschland zurück und ist dankbar für die Unterstützung der Menschen aus unserer Region, die dies ermöglicht haben.

Jeden Tag ein neues Türchen, und sehen was Ihr Engagement bei INTERPLAST möglich macht.

21/12/2025

Türchen 21 – südlich des Äquators steht die Welt Kopf

Dr. Borsche und sein INTERPLAST-Team hatten Mosambik als Ziel ihres Einsatzes im November diesen Jahres ausgesucht (Türchen 4, 18). Die mühsame Anreise mit mehreren Umstiegen in größeren und kleineren Flughäfen dauerte 3 Tage.
Nur durch das unermüdliche diplomatische Geschick unseres mosambikanischen Chirurgen Kollegen Dr. Mario Atunes konnten wir den Zoll und weitere zermürbende bürokratische Hindernisse überwinden. Kennenlernen durften wir Dr. Mario durch Dr. Christiane Meigen, Gynäkologin in Idar-Oberstein. Sie fährt seit 18 Jahren einmal pro Jahr nach Mosambik um Ultraschallkurse für die dortigen Ärzte zu geben.

Fast allen kleinen Patienten, durften wir uns bei der Erstvorstellung keinesfalls nähern, ohne dass sie in heftiges Weinen ausbrachen. Traumatisiert durch das initiale Erlebnis der Verbrennung und durch die Schrecken der vorangegangenen ärztlichen Behandlung ihrer offenen Wunden ohne Betäubung oder Schmerzmittel hatten alle zunächst große Angst. Um genau dem Abzuhelfen, hatten wir 3 Narkoseärzte und 2 Anästhesiepfleger mit in unserem Team: Dr. Gabi La Rosée und Dr. Ales Stanek als ehemalige Chefärzte mit jahrzehntelanger Berufserfahrung und Felix Tietze als junger Assistenzarzt und Feuerwehrmann, der Anästhesiepfleger Kurt Voigt, dem in fast 50jähriger Berufstätigkeit jeder Handgriff in Fleisch und Blut übergegangen ist sowie Selina Gönüleglendiren, ein junges Pflegetalent, die Herz und Verstand direkt in ihre Arbeit einfließen lässt.
Jeder Verbandswechsel fand ohne irgendeine Träne in einem kurzen Narkoserausch statt, sodass die Kinder trotz teilweise längerer Prozeduren keinerlei Schmerz spürten. Schwere Fälle bekamen anschließend einen regionalen „Nervenblock“ gesetzt, sodass sie auch mehrere Stunden nach dem Eingriff schmerzfrei blieben.

Jeden Tag ein neues Türchen, und sehen was Ihr Engagement bei INTERPLAST möglich macht.

Türchen 20 – überwältigender Hilfseinsatz in IndienVon 2007 bis heute haben wir auf unseren Einsätzen im Krankenhaus von...
20/12/2025

Türchen 20 – überwältigender Hilfseinsatz in Indien

Von 2007 bis heute haben wir auf unseren Einsätzen im Krankenhaus von Shevgaon, viele Kinder als Patienten groß werden sehen.

Wie zum Beispiel Kartik - er wurde als 2-jähriger bei einem Hausbrand durch eine umgefallene Kerze am ganzen Körper verbrannt. Kaum in der Lage, Arme oder Beine zu bewegen kam er 2008 zu uns. Der Schock des Unfalls hat ihm die Sprache verschlagen. Er ist stumm. Jahr für Jahr kommt er zu Operationen an Händen, Rumpf und Augen. Aus dem kleinen Jungen ist ein kräftiger junger Mann geworden, der uns wortlos, jedoch mit breitem Lächeln, eine Rose überreicht. Dieses Mal kommt er nicht zur Operation. Nur aus Dankbarkeit, für ein glückliches Leben ohne Entstellungen.

Mit Rehana, 28 Jahre, haben wir im Laufe der Jahre viele Tränen vergossen. Wie hatte sie nach jeder Operation unter heftigen Schmerzen leiden müssen! Aus Angst vor jedem neuen Eingriff wurde sie jedes Mal fast ohnmächtig. Doch sie kommt immer wieder, denn unsere Operationen geben ihr jedes Mal mehr das Aussehen eines unbeschwerten Menschen und lassen sie vergessen, nicht mehr Opfer eines Säureangriffes eines enttäuschten Verehrers geworden zu sein. Damals schien ihr Leben und ihre Zukunft zerstört. Doch nun 8 Jahre später: wer ist der Mann mit den freundlich strahlenden Augen an ihrer Seite? Tatsächlich! Letzten Sommer ist ihr Traum, an den sie schon nicht mehr geglaubt hat, in Erfüllung gegangen: sie hat geheiratet!! Strahlend umarmt sie uns. 14 Stunden Busfahrt liegen hinter ihr. Ihr Mann berichtet von Freudentränen als sie hörte, dass wir wieder in Shevgaon sind. Welch‘ eine Wiedersehensfreude! Auch sie kommt einfach nur, um uns zu danken. Diesen weiten Weg.

All diese Begegnungen wurden uns ermöglicht durch die Freundschaft zu dem indischen Pater Prakash Rauth, der vor fast 20 Jahren plötzlich in Bad Kreuznach auftauchte und uns bat, in sein Krankenhaus zu kommen, das keine Ärzte mehr hatte aber unzählige bedürftige Patienten. Er hatte uns damals überredet nach Indien zu kommen und wir haben es bis heute nicht ein einziges Mal bereut.

Jeden Tag ein neues Türchen, und sehen was Ihr Engagement bei INTERPLAST möglich macht.

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