14/09/2026
🎒 „Aber du hast doch kaum Hausaufgaben!“
Dein Kind kommt aus der Schule.
Ranzen in die Ecke.
Schuhe aus.
Vielleicht erst mal etwas essen.
Und dann sagst du irgendwann:
„Komm, wir machen schnell die Hausaufgaben. Das sind doch nur ein paar Aufgaben.“
Und plötzlich ist Schluss.
„Ich will nicht!“
„Ich kann das nicht!“
„Das ist sooo viel!“
Vielleicht fliegt sogar der Radiergummi durchs Zimmer. 😅
Und du stehst daneben und denkst:
„Aber das dauert doch höchstens 15 Minuten …“
💛 Genau hier lohnt sich bei hochsensiblen Kindern ein anderer Blick.
Denn dein Kind beginnt die Hausaufgaben nicht unbedingt mit einem vollen Akku.
Es hat vielleicht schon mehrere Stunden zugehört, sich konzentriert, Geräusche ausgeblendet, Regeln beachtet, soziale Situationen verarbeitet und versucht, sich im Schulalltag zurechtzufinden.
Und dann kommen zu Hause noch einmal Anforderungen.
Das Problem sind deshalb manchmal gar nicht die 15 Minuten Hausaufgaben.
Sondern das, was vor diesen 15 Minuten bereits passiert ist.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Hausaufgaben einfach ausfallen müssen.
Aber vielleicht braucht dein Kind zwischen „Schule“ und „jetzt musst du wieder funktionieren“ erst einmal einen Übergang.
Etwas essen.
Ruhe.
Bewegung.
Kuscheln.
Alleinsein.
Was genau hilft, ist von Kind zu Kind verschieden.
💎 Diamond Moment
Bevor du beim nächsten Mal denkst:
„Jetzt stell dich doch nicht so an, das ist doch wirklich nicht viel …“
frag dich kurz:
„Sind die Hausaufgaben gerade wirklich das Problem – oder ist der Akku meines Kindes einfach schon ziemlich leer?“
Manchmal verändert dieser kleine Perspektivwechsel schon unglaublich viel. ❤️
Denn liebevolle Führung bedeutet nicht, jede Anforderung wegzunehmen.
Sie bedeutet auch, den richtigen Moment dafür zu finden.
👉 Wie ist es bei euch nach der Schule: erst Pause oder lieber Hausaufgaben sofort erledigen?