16/06/2026
Die Blutegeltherapie gehört zu den Humoralverfahren, wie das Schröpfen, der Aderlass oder die Skarifikation. Forschungen haben ergeben, dass die Wirkung der Blutegelbehandlung blutgerinnungshemmend, lymphstrombeschleunigend, gefäßkrampflösend, entzündungshemmend, abwehrstärkend und schmerzstillend ist.
Denn nicht die geringe lokale Blutentziehung, sondern das Sekret, das vom Egel während des Saugens abgegeben wird, ist für die gute therapeutische Wirkung verantwortlich. Der bekannteste Anteil ist das Hirudin, es wirkt lokal gerinnungs- und entzündungshemmend. Acht weitere Komponenten sind ebenfalls erforscht, erklären aber bei weitem nicht alle positiven Wirkungen der Blutegeltherapie.
Indikationen:
- Hufrollenerkrankungen
- Arthrosen
- Bandscheibenproblemen
- Durchblutungsstörungen
- Hufrehe
- Schäden am Sehnen- und Bandapparat
- Fesselträgerringband-Syndrom
- Verstauchungen/Zerrungen
- Blutergüssen
- Wundheilungsstörungen
- Ataxien
- Mauke
- Ödeme
- Ekzeme (auch Sommerekzem!!!)
- Lymph-Stauungen
- Narbenbildung (alte und frische)
- rheumatische Beschwerden
u.v.m. unterstützend zu anderen Therapieverfahren angewandt werden. Auch der Ansatz von Blutegeln auf individuell ausgesuchten Akupunkturpunkten ist sehr wirkungsvoll.
Die Behandlungsdauer hängt ganz von dem Egel ab. Sie dauert in der Regel zwischen 60 und 90 min. Abhängig von der jeweiligen Indikation ist manchmal eine einmalige Anwendung ausreichend. Bei verschiedenen Krankheitsbildern haben sich jedoch wiederholte Behandlungen bewährt.
Da sich das Tierarzneimittelgesetz (§ 50 Abs. 2 TAMG) geändert hat und Blutegel für Tiere nicht zugelassen sind, wird für die Behandlung ein Rezept vom Tierarzt nötig. Das können wir aber gern telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch klären.