01/07/2026
Neu seit 1. Juli 2026 in BadenWürttemberg
Impfung gegen
Meningokokken Serotypen A, C, W und Y
Was sind Meningokokken?
Meningokokken sind Bakterien. Diese Krankheitserreger können schwerwiegende Infektionen auslösen. Es gibt verschiedene Meningokokken-Gruppen: In Deutschland kommen die Gruppen B, Y und W am häufigsten vor.
In Deutschland werden invasive Meningokokken-Erkrankungen (IME) überwiegend durch die Serogruppen B, C, W und Y verursacht. In den letzten 10 Jahren entfielen die meisten Erkrankungen auf die Serogruppe B , gefolgt von den Serogruppen Y, C und W.
Warum sind Meningokokken-Erkrankungen so gefährlich?
Plötzlich, schnell fortschreitend – und potenziell lebensbedrohlich!
Eine Meningokokken-Erkrankung ist zwar selten, kann aber ernste Folgen haben.
Unspezifischer Krankheitsbeginn – erschwerte Diagnose: Die Symptome einer Meningokokken-Erkrankung können anfangs mit denen einer Grippe verwechselt werden. Eine frühzeitige Diagnose bleibt daher oft aus, wertvolle Zeit geht verloren.
Schneller, potenziell lebensbedrohlicher Verlauf: Innerhalb von Stunden kann eine zunächst unscheinbar wirkende Infektion lebensbedrohlich werden – insbesondere, wenn die Erkrankung in eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) mündet.
Was sind mögliche Folgen?
Eine Meningokokken-Erkrankung kann zu lebenslangen Folgeschäden führen oder gar tödlich enden. Jeder 5. Patient kämpft mit bleibenden Schäden, zum Beispiel:
• Bleibende Narben oder Verlust von Gliedmaßen durch erforderliche Amputationen
• Entwicklungsstörungen
• Lernschwierigkeiten und damit einhergehend später Probleme in der Schule
• Hörverlust
Auch tödliche Verläufe sind möglich, in Deutschland versterben bis zu 20 % der Patienten an dieser Erkrankung.
Wie steckt man sich an?
Etwa jeder 10. Mensch trägt Meningokokken unbemerkt im Nasen-Rachen-Raum.4
Die Erreger werden durch winzige Sekrettröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen, z. B. beim Sprechen, Niesen, Husten oder Singen.
Man spricht in diesem Zusammenhang von einer „Tröpfcheninfektion“.
Kita, Spielgruppe & Co. – Vorsicht Ansteckungsgefahr:
Das Risiko einer Tröpfcheninfektion steigt, wenn viele Menschen in geschlossenen Räumen zusammenkommen.
• Bei kleinen Kindern ist dies z. B. in Spielgruppe, Kita und Schule der Fall.
• Bei Jugendlichen durch ihr Sozialverhalten (z. B. enge Kontakte in größeren Gruppen, Küssen, gemeinsames Rauchen).
DIE IMPFUNG
Die STIKO empfiehlt seit Oktober 2025 die Impfung gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y (MenACWY) mit einem Konjugatimpfstoff als Standardimpfung für alle Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollen bis zum 25. Geburtstag nachgeholt werden.
Seit 1. Juli 2026 können nun alle Kinder und Jugendlichen in BadenWürttemberg im Alter von 12 – 25 Jahren gegen Meningokokken der Serotypen A, C, W und Y geimpft werden, die Kosten dafür (Impfstoff und Arztkosten) werden von allen Krankenkassen in BadenWürttemberg übernommen.
Vereinbaren Sie daher noch heute einen Termin für die Meningokokken-Impfung ACWY, wenn ihr Kind zwischen 12 und 25 Jahre alt ist!
Wir sind dafür bereit und haben genügend Impfstoff vorrätig!
Alles Gute für Sie und ihr Kind wünscht ihnen das ganze Team der
Praxis für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Dr.med. Frank Kirchner