12/05/2026
Omega-3 ist nicht gleich Omega-3: Warum manche Fettsäuren Tumore achtmal stärker hemmen können
Wenn allgemein zu Omega-3-Fettsäuren geraten wird, bleibt ein entscheidender Unterschied oft unerwähnt: Es gibt langkettige und kurzkettige Omega-3-Fettsäuren – und sie wirken offenbar nicht gleich. Eine Studie der University of Guelph in Kanada zeigt, dass langkettige Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Algen die Entwicklung und das Wachstum von Tumoren bis zu achtmal besser hemmen können als kurzkettige Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlichen Quellen wie Lein- oder Hanfsamen.
Untersucht wurde dies an Mäusen mit hochaggressivem HER-2-Brustkrebs, einer Form, von der etwa 25 Prozent der betroffenen Frauen betroffen sind. Wurden langkettige Omega-3-Fettsäuren präventiv gegeben, schrumpfte die Tumorgröße um 60 bis 70 Prozent, die Anzahl der Tumoren sank um 30 Prozent. Kurzkettige Omega-3-Fettsäuren zeigten zwar ebenfalls Effekte, mussten dafür jedoch deutlich höher dosiert werden. Die Forschenden erklären die Wirkung unter anderem damit, dass Omega-3-Fettsäuren bestimmte Gene aktivieren, die das Immunsystem stärken, und gleichzeitig Mechanismen blockieren, die das Tumorwachstum fördern.
Empfohlen werden laut Studienautor 4.000 bis 6.000 mg langkettige Omega-3-Fettsäuren pro Woche, insbesondere EPA und DHA, wie sie in Fischöl oder Algenöl enthalten sind. Zwar kann die pflanzliche Alpha-Linolensäure im Körper teilweise in EPA und DHA umgewandelt werden, doch ist diese Umwandlung von vielen Faktoren abhängig und nicht immer ausreichend. Weitere Studien zu anderen Krebsformen sind bereits geplant.
Wie handhaben Sie persönlich Ihre Omega-3-Versorgung – achten Sie auf die Form der Fettsäuren oder war Ihnen dieser Unterschied bislang nicht bewusst?
Mehr Hintergründe und konkrete Dosierungsempfehlungen lesen Sie hier:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/news/gesundheit/allgemein-gesundheit/langkettige-omega-3-fettsaeuren-besser