25/02/2025
Mit Grenzen in Kontakt -
Eine Fortbildung zum professionellen Umgang mit Grenzen und Grenzverletzungen
Grenzen zu erleben, ist Teil jeglichen Beziehungsgeschehens. Ein bewusster Umgang mit Grenzerfahrungen bietet nicht nur Entwicklungsperspektiven im sozialen, pädagogischen und therapeutischen Feld, sondern ist auch eine bedeutende Burnout-Prophylaxe für alle in diesen Bereichen arbeitenden Menschen. Gerade in der Begleitung von Personen, die Gewalt oder starke Grenzverletzungen erlebt haben, sind auch die eigenen Grenzen oft deutlich erfahrbar: z. B. Belastungs-, Schmerz-, Toleranz-, Scham-, Intimitäts- oder Bewältigungs- Grenzen.
Grenzen zu erreichen und dort bewusst zu verweilen, bietet ein großes Potenzial für die Entwicklung neuer, sinnvoller Erlebens- und Verhaltensmuster. Besonders in der psychotherapeutischen Prozessbegleitung können wir im Grenzbereich zwischen alten, oft automatisierten, nicht mehr sinnvollen Verhaltens- und Erlebensmustern und neuen, unbekannten, der gegenwärtigen Realität aber angemesseneren Möglichkeiten „landen“ und progressive Entwicklungen fördern.
Der Moment an der Grenze ist also ein sehr vulnerabler, aber auch höchst potenter Moment. Ihn professionell und achtsam in der Begleitung zu nutzen, erweist sich als wirksam und effektiv.
In diesen vier Tagen werden wir Möglichkeiten aufzeigen, wie wir sowohl unseren eigenen Grenzen als auch den Grenzen und Grenzverletzungen anderer Menschen adäquat begegnen können. Die körperorientierte Arbeit in den HAKOMI-Grundsätzen der „Inneren Achtsamkeit“ und der „Gewaltlosigkeit“, wie auch die neueren Erkenntnisse aus der Neurophysiologie und der Trauma-Forschung bieten uns eine gute Basis, praxisbezogene und ressourcenorientierte Wege für heilsame Erfahrungen an Grenzen zu erarbeiten.