21/09/2026
Von Zigarette bis Beutel
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zi******en bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.
Verschiedene Formen untersucht
Das Zi******en ungesund sind, ist bekannt. Weniger klar ist, ob das auch für Alternativprodukte wie E-Zi******en oder Nikotinbeutel gilt. Forschende der Universität Mainz haben dies nun untersucht. Dazu hat die Forschungsgruppe Studien zu Zi******en, Wasserpfeifen, E-Zi******en, Tabakerhitzern und oralen Nikotinprodukten ausgewertet. Diese Studien umfassen Grundlagenstudien zur Giftigkeit der Produkte, Tierversuche und Studien mit menschlichen Patienten. Untersucht wurde, wie sich die verschiedenen Produkte auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.
Schädlich sind alle
Die Forschenden haben herausgefunden, dass sämtliche Nikotinprodukte schädlich sind und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen. Am gefährlichsten waren Produkte, in denen Tabak verbrennt: Zi******en und Wasserpfeifen. Diese schädigen daneben nicht nur die Rauchenden, sondern auch die Umgebung, denn bereits beim Passivrauchen steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen an. Bereits etwas weniger schädlich waren Produkte, die Tabak erhitzen. Die geringsten Schäden verursachten E-Zi******en sowie Nikotinbeutel und Kautabak. Doch gesund sind auch diese nicht.
Gefäße geschädigt
Bei klassischen Zi******en gelangt das Nikotin durch den Rauch über die Lunge in den Körper. Doch auch bei Kautabak und aus Beuteln wird das Nikotin in den Körper aufgenommen, und zwar durch die Schleimhäute im Mund. Bei allen Produkten gelangt also Nikotin aus dem Tabak in die Blutbahn. Dort greift es die Blutgefäße an. Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, plötzlicher Herztod und Herzversagen sind mögliche Folgen. Dass auch neuere Produkte wie E-Zi******en die Blutgefäße schädigen, konnten die Forschenden bestätigen. Wie groß die Langzeitschäden sind, ist wegen fehlender Studien allerdings nach wie vor unklar.
Quelle: Ärzteblatt
18.09.2026 | Dr. med. Tobias Höflein ; Bildrechte: mauritius images / BQ / imageBROKER