26/12/2025
Neue Forschungsergebnisse der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) zeigen, dass Schreiben per Hand das Gehirn stärker aktiviert als Tippen auf einer Tastatur.
In einer Studie zeichneten Wissenschaftler mit hochauflösenden EEG-Messungen die Gehirnaktivität von Studierenden auf, während sie handschriftlich schrieben und tippend arbeiteten. Dabei zeigte sich, dass Handschrift deutlich größere Vernetzung zwischen verschiedenen Gehirnregionen bewirkt – Netzwerke, die für Gedächtnis, Lernen und kognitive Prozesse wichtig sind. Im Vergleich dazu war die neuronale Aktivität beim Tippen geringer, was vermutlich an der repetitiven und weniger taktilen Natur des Tastaturgebrauchs liegt.
Selbst wenn die Teilnehmenden einen digitalen Stift verwendeten, spiegeln die Ergebnisse laut Forschenden das wider, was auch mit klassischem Stift und Papier passiert. Diese verstärkte Aktivierung könnte erklären, warum Handschrift mit besseren Rechtschreib-, Lese- und Gedächtnisleistungen in Verbindung gebracht wird, besonders bei jungen Lernenden.
Die Studie unterstützt Bildungsansätze, die Handschrift neben digitalen Werkzeugen betonen, und legt nahe, dass ein ausgewogenes Verhältnis von digitalem Lernen und manueller Schreibpraxis die kognitive Entwicklung fördern kann. Während Tippen in vielen Situationen nützlich bleibt, betonen die Forschenden die einzigartigen Vorteile des handschriftlichen Schreibens im Unterricht.
Bilder wurden mit KI generiert und dienen lediglich zur Veranschaulichung.
Quellen:
Norwegian University of Science and Technology (NTNU). (2024). Handwriting enhances brain connectivity compared to typing: evidence from high-density EEG recordings. Frontiers in Psychology, January 26, 2024.