26/08/2026
Im Februar durfte ich 28 Gespräche mit Mitarbeitenden eines Unternehmens führen. Der Auftrag: herauszufinden, „wo der Schuh drückt“ – falls er denn drückt.
Ein tolles Projekt. Eines, das allerdings auch familiär gut organisiert werden wollte.
Ich habe die Gespräche auf fünf Tage aufgeteilt – möglichst effizient. Damit sich die Fahrt lohnt, ich die Zeit gut nutze und wir nebenbei auch noch die Faschingsferien mit der Erwerbstätigkeit meines Mannes koordiniert bekommen.
Und irgendwie fühlte es sich an wie ein kleiner Rollentausch.
An manchen Tagen war ich schon um 8 Uhr am Bahnhof und mein Mann übernahm Frühstück, Nachmittagspräsenz und Taxidienste zu den Hobbys der Kinder.
Abends kam ich müde nach Hause, den Kopf voll von den vielen eng getakteten Gesprächen.
Und dann dieses Bild:
Das Essen dampfte auf dem Tisch.
Die Küche war aufgeräumt.
Ein Kind saß beim Papa und erzählte von seinem Tag.
Ich durfte einfach nur ankommen. Und mich ausruhen.
Und ich hatte zwei Gedanken:
1. Boah, wie schön.
Wie toll, dass ich das gerade einfach genießen kann.
Und dann:
2. Ist das eigentlich die Erwartung, die mein Mann an MICH hat?
Denn so eine Szene erlebt er eher selten, wenn ER um 19 Uhr nach Hause kommt. 😅 Da sitze ich vielleicht noch am PC, habe keine Ahnung, was es zu essen geben soll, und die Kids müssen erst aus ihrer Medienzeit „befreit“ werden.
Nein, hier gibt es keine Pointe. Und auch keinen schlauen Tipp.
Für mich war es einfach gut, mal wieder die Perspektive zu wechseln. Zu erleben, wie sich die andere Seite anfühlt. Und darüber ins Gespräch zu kommen.
Wie ist das bei euch? Abendbrot aus dem Bilderbuch – egal ob von Mama oder Papa gezaubert? Oder eher: „Irgendwas werden wir schon finden“? 😄
Verrate es mir gern in den Kommentaren.
Und wenn du mehr Einblicke in meinen Alltag als Counsellor & Psychologin, Mama und Podcasterin möchtest, folge mir gern.