14/06/2026
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NEUMOND IM ZWILLING
Für die Frauen, die aufhören
sich ihren Platz zu verdienen.
Früher glaubte sie, sie heile,
damit sie bleiben könne.
Bei jenen, die sie großzogen,
aber nicht halten konnten.
Bei jenen, die sie mochten,
aber nie wirklich sahen.
Bei jenen, die sie wollten,
aber nie wussten, wen.
Sie glaubte, wenn sie nur tief genug atme,
liebevoll genug spreche,
klar genug erkläre,
ruhig genug bleibe…
dann verwandle sich das Feld um sie.
Dann öffne sich das System.
Dann heile alles mit ihr.
Man sagte es ihr oft.
Du gehst deinen Weg, und dein System wird es spüren.
Deine Heilung heilt auch dein Umfeld.
Wenn du vergibst, wirst du frei.
Und sie glaubte es.
Lange…
Doch dann kam dieser eine Tag,
an dem sie spürte,
dass sie schon zu viel gesagt hatte.
Und doch blieb vieles unbewegt.
Nicht, weil die anderen falsch waren.
Sondern weil sie, wie so viele,
in eigenen Feldern gefangen waren.
In eigenen Schmerzbiografien.
In ihrer Zeit.
Und dann begann sie zu begreifen,
dass sie nicht an sich gearbeitet hatte,
um zu bleiben.
Sondern um zu gehen,
wenn das Bleiben bedeutete,
sich wieder zu verlieren.
Mit dem Wissen,
dass sie ihre eigene Geschichte nicht länger verlassen kann,
um Teil von einer zu sein,
die sie selbst nie geschrieben hätte…
Viele wie sie hatten nie gelernt,
wie sich Sicherheit anfühlt.
Nicht im Mutterleib,
wo vielleicht schon Angst war…
Verlust…
Krankheit…
Abwesenheit…
wo der erste Herzschlag auf Trauer traf,
auf Gewalt,
auf Unsicherheit.
Manche wuchsen im Schatten von Krankenhausfluren,
von Medikamenten,
von Beziehungskriegen,
von ungeweinten Tränen.
Und niemand nannte es Trauma,
denn niemand hatte die Worte.
Und oft war es ja auch:
gut gemeint
von Menschen,
die es selbst nie besser erfahren hatten…
Aber der Körper erinnerte sich.
Die Zellen erinnerten sich.
Ein System ohne Netz
lernt früh, zu überleben...
nicht zu leben.
Sie wurde das Mädchen,
das funktionierte.
Die Frau,
die lächelte,
aber auch voller
Schmerz und Wut.
Die Trägerin von Geschichten,
die niemand hören wollte,
weil sie nicht in das Bild passten
vom Licht…
vom Erwachen…
von der Heilung…
Und irgendwann
stand sie da...
nicht als Heldin,
sondern als müde Wölfin.
Weil sie spürte:
es reicht.
Es reicht, sich selbst zu verlassen,
um nicht verlassen zu werden.
Sie blieb aufrecht,
aber nicht mehr verfügbar.
Sie wurde still,
aber nicht mehr klein.
Sie gab auf,
aber nicht sich selbst.
Und da begann etwas,
was sie nie geplant hatte…
Ein leises Heulen,
nicht um Hilfe,
sondern als Ruf
an andere Wölfinnen.
Die auch dachten, sie seien allein.
Die auch glaubten, sie seien zu viel.
Die auch zu lange
nur funktioniert hatten…
Heute geht sie anders.
Mit weniger Erklärungen.
Mit mehr Rückgrat.
Und der Fähigkeit,
sich nicht mehr zu entschuldigen
für das, was sie nie bekommen hat
und trotzdem nie aufgegeben hat zu geben.
Sie ist keine Heilige.
Keine Guru.
Keine einfache Frau.
Sie trägt Narben.
Aber sie ist echt.
Fürs Erste.
Für heute.
Für immer vielleicht.
…
Die einsame Wölfin lebt in jeder Frau,
die den Schmerz nicht verdrängt hat,
sondern mit ihm am Feuer saß
und wusste:
Das ist meine Medizin.
Aber sie kostet.
Aho
Mo
🐺 Nachwort von der Alten 🌙
„Du wolltest heilen…
doch manchmal war das nur die Maske deiner Angst,
dass sonst alles verloren geht.
Dass du verloren gehst.
Also hast du gedeutet, gespiegelt, gestützt…
nicht nur aus Liebe,
sondern auch, um Halt zu spüren in einem Feld,
das dir nie versprochen wurde.
Wenn du nicht mehr retten willst,
schau, ob du trotzdem bleiben möchtest…
vielleicht nämlich das erste Mal
ganz bei dir.“
Love Mo
Mit dieser Energie der Freiheit geht es heute um 10 h ins Rudeltreffen.
Kleines Feld, grosse Bewegung zum Wohle aller 💔❤️🩹❤️👑
Gemeinsam aufwachen 🛌☀️🥰