10/08/2025
Die Ruhelage der Zunge ist sehr entscheidend für die transversale und sagittale Entwicklung des Oberkiefers. ☝️
Prof. John Mew, englischer Kieferorthopäde und Begründer der Therapierichtung Orthotropics, hat die Zunge in unterschiedliche vertikale Positionen im Verhältnis zu den Zähnen klassifiziert. In der Abbildung sind diese Positionen vom Autorenteam etwas modifiziert dargestellt. Man beachte vor allem, wie sich die Breite des Oberkiefers (hier gemessen der Abstand zwischen der lingualen Fläche der Molaren) verändert, je tiefer die Zunge im Mundboden liegt.
💡 Ein restriktives Zungenband zieht eine tiefere Zungenlage nach sich, d. h. die Zunge kann nicht mühelos in Lage 1 am Gaumen sein. Dass das Auswirkungen auf das Wachstum und damit auf Zahn- und Kieferfehlstellungen haben kann, ist einleuchtend und wird von verschiedenen Studien bestätigt. Natürlich ist das restriktive Zungenband nur eine mögliche Ursache für eine tiefe Zungenlage. Häufig ist es auch die habituell offene Mundhaltung, die eine tiefe Zungenlage verursacht.
🔎 Die Abbildung zeigt Zungenlagen von dorsal aus betrachtet nach Prof. Mew (modifiziert vom Autorenteam); die Millimeterangaben des Abstands der Oberkiefermolaren sind Durchschnittswerte.
Lage 1 – die Zunge liegt dem Gaumen auch posterior an
Lage 2 – die Zunge liegt dem Gaumen posterior nicht mehr an
Lage 3 – die Zunge liegt mittig in der Mundhöhle
Lage 4 – die Zunge liegt im Unterkiefer
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